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Döpfner-Posse geht in die nächste Runde

Protest gegen Zaun am Potsdamer Pfingsberg Döpfner-Posse geht in die nächste Runde

Ihre Satire-Aktion hat für Aufsehen und Gelächter gesorgt: Anfang März umzäunte die Potsdamer Fraktion „Die Andere“ eine etwa 40 Quadratmeter große Fläche am Platz der Einheit. Die Idee stammte von Mathias Döpfner, der einen Zaun um den Pfingstberg gezogen hatte. Nun lädt die Fraktion zum „Tag der offenen Tür“ – und will für Döpfner ein Denkmal bauen.

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Ihm will die Fraktion „Die Andere“ ein Denkmal bauen: Springer-Chef Mathias Döpfner im Fokus einer neuen Satire-Aktion.

Quelle: Die Andere

Potsdam. Die Posse um das eingezäunte Areal am „Platz der Einheit“ geht weiter. Am 6. März hatte die Fraktion „Die Andere“ eine etwa 40 Quadratmeter große Fläche eingezäunt. Motto der Veranstaltung damals: „Eindöpfnern“. Dabei nannten sie Springer-Vorstand Mathias Döpfner als ihr Vorbild: „Die Idee zu dieser Form der Landnahme öffentlicher Flächen stammt von Mathias Döpfner, dessen Pilotprojekt am Pfingstberg uns inspiriert hat.“

Der Springer-Chef lässt das Areal um die Villa Henckel und die Villa Schlieffen mit seinem historischen Wegenetz, Grotte und Wasserläufen nach historischem Vorbild wieder herrichten. Um das gesamte bisher begehbare Weltkulturerbe-Gelände hat er im Herbst einen Zaun gezogen. Die Absperrung sei nach Aussage von Döpfner nötig, damit auf der Baustelle niemand zu Schaden komme.

Die Andere lädt zum „Tag der offenen Tür“

Nun lädt die Fraktion zum „1. Tag der offenen Tür“ am Sonntag, dem 29. März 2015, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr auf den Platz der Einheit ein. Als Gäste angefragt sind Döpfner und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD).

Die Fraktion „Die Andere“ hatte Anfang März  einen kleinen Teil des Platzes der Einheit „eingedöpfnert“.

Die Fraktion „Die Andere“ hatte Anfang März einen kleinen Teil des Platzes der Einheit „eingedöpfnert“.

Quelle: Die Andere

In dem satirischen Einladungsschreiben, das die selbsternannten Zaun-Aktivisten an den Springer-Vorstand richten, heißt es: „Vor einigen Monaten wurden die öffentlichen Parkanlagen an den Villen Schlieffen und Henckel eingezäunt. Gegen Ihre Zusage, die Anlagen zu sanieren, ließen Sie sich ein exklusives Nutzungsrecht über 40 Jahre zusichern. Für dieses pfiffige Geschäftsmodell und Ihre Bereitschaft, gelegentlich die öffentliche Parkanlage auch durch die Öffentlichkeit betreten zu lassen, wurden Sie als Mäzen und Förderer der Stadt gefeiert. Wir müssen einräumen, dass wir anfangs skeptisch waren, ob die Stadtverwaltung dieses Verfahren akzeptieren wird. Nun haben wir es selbst ausprobiert. Am 06.03.2015 haben wir selbst eine Fläche am Platz der Einheit eingezäunt und die Übernahme der Pflege zugesichert. Bislang ist alles völlig problemlos verlaufen. Die Verwaltung hat uns keinerlei Schwierigkeiten gemacht oder in der persönlichen Nutzung der Fläche gestört. Daher können wir Ihr Modell nun aus eigener Erfahrung weiterempfehlen.“

Als Highlight am Tag der Offenen Tür sind Führungen durch den „Park“ angekündigt sowie die Enthüllung eines Denkmals.

Von Ildiko Röd

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