Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Dokumente zum Wirken von Heinrich Dietz

Schenkung für das Potsdam-Museum Dokumente zum Wirken von Heinrich Dietz

Wertvolle Dokumente zum Wirken des Potsdamer Architekten Heinrich Laurenz Dietz (1888-1942) sind dem Potsdam-Museum von seiner Enkelin Angelika Werner geschenkt worden. Darunter befinden sich originale Baupläne für das kürzlich trotz massiver Proteste abgerissene Haus Dietz in der Potsdamer Kurfürstenstraße.

Nauener Vorstadt 52.4160084 13.0666823
Google Map of 52.4160084,13.0666823
Nauener Vorstadt Mehr Infos
Nächster Artikel
Ton und Kirschen singt Shakespeares Sonette

Der Architekt Heinrich Laurenz Dietz im Jahre 1913.

Quelle: Privatbesitz

Potsdam. „Dies ist mein Haus und ist nicht mein! Wer nach uns kommt ist auch nicht sein!“ Dieser Spruch steht in Frauenhandschrift auf der Rückseite eines der Baupläne des Hauses Dietz, die jetzt dem Potsdam-Museum geschenkt wurden. Das 1928 nach eigenen Entwürfen in der Kurfürstenstraße 24/25 errichtete Haus des Architekten Heinrich Laurenz Dietz (1888-1942) galt als bedeutendes Zeugnis des „Neuen Bauens“ in Potsdam.

Dietz, der in den 1920er und 1930er Jahren mit einer Reihe moderner Bauten wie dem Wohnhaus des Malers Walter Bullert, dem Schützenhaus an der Michendorfer Chaussee, dem im Krieg zerstörten Kino am Brauhausberg und den erst kürzlich abgerissenen Speichergebäuden an der Havel das Bild der Stadt prägte, starb im März 1942 an der Ostfront an Typhus. Tochter Annalene Trapp ging nach dem Kriegsende in den Westen, die Mutter Elisabeth Christine folgte wenig später.

Das Grundstück wurde zwangsenteignet. Bemühungen um Rückübertragung scheiterten. Das Haus Dietz war zu jener Zeit nach Ansicht von Markus Wicke, dem Vorsitzenden des Museums-Fördervereins, ein in ganz Ostdeutschland einmaliges Unikat: Anfang der 1980er Jahre hatte man das Haus wegen Setzungsschäden abgetragen und unter der Leitung der DDR-Denkmalpflege komplett wieder aufgebaut.

Vielen Sachverständigen galt es als Versehen von Amts wegen, dass das Haus nicht auf der Denkmalliste stand. Mehrere Initiativen zur Unterschutzstellung, darunter auch des Museums-Fördervereins, scheiterten. Im November 2013 wurde das Haus Dietz abgerissen, um Platz für den Neubau einer Wohnanlage zu schaffen.

Zu den Unterlagen, die dem Museum jetzt von der in Köln lebenden Dietz-Enkelin Angelika Werner geschenkt wurden, zählt neben originalen Bauplänen des Hauses das 1931 erteilte „Reichspatent“ für einen von Dietz entworfenen Multifunktions-Schreib- und Zeichentisch der Marke „Zwiesel“, den er sich als Eigenbau in sein Arbeitszimmer stellte.

Museumsdirektorin Jutta Götzmann äußerte sich erfreut über die Schenkung: „Unser Museum würdigt das Werk von Heinrich Laurenz Dietz bereits in der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. Die neuen Dokumente stellen eine wertvolle Ergänzung unserer Sammlung zur Potsdamer Architekturgeschichte dar.“

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg