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Potsdam Dokumente zum Wirken von Heinrich Dietz
Lokales Potsdam Dokumente zum Wirken von Heinrich Dietz
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14:03 18.11.2015
Der Architekt Heinrich Laurenz Dietz im Jahre 1913. Quelle: Privatbesitz
Potsdam

„Dies ist mein Haus und ist nicht mein! Wer nach uns kommt ist auch nicht sein!“ Dieser Spruch steht in Frauenhandschrift auf der Rückseite eines der Baupläne des Hauses Dietz, die jetzt dem Potsdam-Museum geschenkt wurden. Das 1928 nach eigenen Entwürfen in der Kurfürstenstraße 24/25 errichtete Haus des Architekten Heinrich Laurenz Dietz (1888-1942) galt als bedeutendes Zeugnis des „Neuen Bauens“ in Potsdam.

Dietz, der in den 1920er und 1930er Jahren mit einer Reihe moderner Bauten wie dem Wohnhaus des Malers Walter Bullert, dem Schützenhaus an der Michendorfer Chaussee, dem im Krieg zerstörten Kino am Brauhausberg und den erst kürzlich abgerissenen Speichergebäuden an der Havel das Bild der Stadt prägte, starb im März 1942 an der Ostfront an Typhus. Tochter Annalene Trapp ging nach dem Kriegsende in den Westen, die Mutter Elisabeth Christine folgte wenig später.

Das Grundstück wurde zwangsenteignet. Bemühungen um Rückübertragung scheiterten. Das Haus Dietz war zu jener Zeit nach Ansicht von Markus Wicke, dem Vorsitzenden des Museums-Fördervereins, ein in ganz Ostdeutschland einmaliges Unikat: Anfang der 1980er Jahre hatte man das Haus wegen Setzungsschäden abgetragen und unter der Leitung der DDR-Denkmalpflege komplett wieder aufgebaut.

Vielen Sachverständigen galt es als Versehen von Amts wegen, dass das Haus nicht auf der Denkmalliste stand. Mehrere Initiativen zur Unterschutzstellung, darunter auch des Museums-Fördervereins, scheiterten. Im November 2013 wurde das Haus Dietz abgerissen, um Platz für den Neubau einer Wohnanlage zu schaffen.

Zu den Unterlagen, die dem Museum jetzt von der in Köln lebenden Dietz-Enkelin Angelika Werner geschenkt wurden, zählt neben originalen Bauplänen des Hauses das 1931 erteilte „Reichspatent“ für einen von Dietz entworfenen Multifunktions-Schreib- und Zeichentisch der Marke „Zwiesel“, den er sich als Eigenbau in sein Arbeitszimmer stellte.

Museumsdirektorin Jutta Götzmann äußerte sich erfreut über die Schenkung: „Unser Museum würdigt das Werk von Heinrich Laurenz Dietz bereits in der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. Die neuen Dokumente stellen eine wertvolle Ergänzung unserer Sammlung zur Potsdamer Architekturgeschichte dar.“

Von Volker Oelschläger

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