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Potsdam Drei weiße Räder gegen das Vergessen
Lokales Potsdam Drei weiße Räder gegen das Vergessen
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11:37 07.11.2017
Vor gut zwei Jahren verstarb am Nauener Tor ein Radfahrerin. Sie war von einem Sattelzug erfasst worden. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Wenn der Herbst kommt, werden die Tage kürzer, dunkler und die Straßen nasser. Besonders dann sind Fahrradfahrer leicht zu übersehen. Doch die schlechten Wetterbedingungen sind nicht immer Ursache für einen Verkehrsunfall. Vor zwei Jahren ist eine junge Frau am helllichten Tag von einem Sattelzug überrollt worden und erlag ihren schweren Verletzungen. Das Gericht urteilte damals, dass der Fahrer die 19-Jährige hätte sehen müssen.

Drei Geisterfahrräder in Potsdam

Das erste Geisterrad in Potsdam wurde bereits im April 2013 aufgestellt. Die 23-jährige Radlerin kam ums Leben, weil ein Lkw sie übersehen hatte. Der jüngste Unfall ereignet sich am 22. September diesen Jahres: Ein Fahrradfahrer war im Stadtteil Drewitz von einer Straßenbahn erfasst und mitgeschleift worden. Wie es zu dem Unfall kam, ist weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft will mit einem Gutachten ergründen, wie es zu dem Unglück kam.

Das Geisterfahrrad entlang der Tramstrecke in Drewitz. Quelle: Marion Kaufmann

Traurige Tradition

Fahrradunfälle haben eine traurige Tradition. Im September kam es zu einer Kollision zwischen einem Lkw und einem 67-jährign Radfahrer. Der Mann wurde am Bein schwer verletzt, der Fahrer flüchtete, wurde wenig später jedoch gefasst. Zu einem erneuten Zusammenstoß kam es im Sommer 2016: Eine Tram stieß mit einem Jungen aneinander. Der Junge verletzt sich dabei glücklicherweise nur leicht.

Das erste Geisterfahrrad in Potsdam steht in der Pappelallee. Quelle: MAZ-Archiv

Potsdam im Fahrradklimatest mäßig abgeschnitten

In einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) vom Sommer zur Situation der Radfahrer schnitt die Landeshauptstadt nur durchschnittlich ab. Mit der Note 3,6 bewerten die Teilnehmer der Umfrage das Fahrradklima. In der Interaktion mit dem KFZ-Verkehr sogar noch schlechter: 4,3. Die fahrradfreundlichste Stadt mit mehr als 200 000 Einwohnern ist Münster in Nordrhein-Westfalen. Potsdam liegt auf Platz sechs (100 000 bis 200 000 Einwohner).

Auch in der Bundeshauptstadt Berlin gibt es regelmäßig Verkehrsunfälle zwischen Fahrradfahrer und Fahrzeugen. Erst am Montag, 6. November, ist in Reinickendorf ein Radfahrer ums Leben gekommen. Der 45-Jährige war auf dem Radweg der Residenzstraße unterwegs. Er wollte dann nach links in die Emmentaler Straße abbiegen. Dabei wurde er von einem Transporter erfasst, den ein 18-Jähriger in gleicher Richtung fuhr. Der genaue Unfallhergang und die Ursache waren zunächst unklar. Der Radfahrer erlag noch am Ort seinen Verletzungen.

Die Polizei sichtet die Unfallstelle am Morgen in Berlin. Quelle: Morris Pudwell

Von Lisa Neumann

Aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwoch in Potsdam ist der öffentliche Verkehr erheblich eingeschränkt. Da der Potsdamer Hauptbahnhof im Sperrkreis liegt, sind der Bahn- und S-Bahn-Verkehr über viele Stunden hinweg lahmgelegt. Auch bei Bussen und Straßenbahnen gibt es einiges zu beachten. Hier alle Verkehrsinfos im Detail.

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