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Drewitz verliert einen beliebten Treff

Rückschlag für die Integration Drewitz verliert einen beliebten Treff

Das integrative I-Café an der Konrad-Wolf-Allee in Drewitz muss aufgrund der Sanierungsarbeiten für den Umbau von Drewitz zur Gartenstadt schließen. Die DRK-Werkstätten als Betreiber hoffen auf eine zweite Chance. Mut macht ihnen der Zuspruch aus der Nachbarschaft.

Drewitz, Konrad-Wolf-Allee 52.3677083 13.1372837
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Das Markenzeichen des I-Cafés: eine gelbe Tasse.

Quelle: Lisa Neumann

Potsdam/Drewitz. Ein gelbes Schild verweist auf den Eingang des Cafés an der Rückseite des grauen Wohnblocks. Einmal um die Ecke geschaut, fällt sofort die riesige gelbe Tasse auf, die in gut drei Metern Höhe an der Wand hängt. Darunter die Tür zum I-Café, einem Treff für Internet, Interaktion und Inklusion. Inklusion deshalb, weil drei Frauen mit Behinderung als Kellnerinnen arbeiten.

Doch nicht mehr lange. Im Zuge des Umbaus der Plattenbausiedlung Drewitz zur Gartenstadt werden auch die Gebäude der Konrad-Wolf-Allee saniert – mitsamt dem Café. Der Mietvertrag vom Juni 2012 war von vornherein befristet bis zum Beginn der Sanierung. „Trotzdem ist es schade, dass es nun geschlossen wird“, sagt Kerstin Bautz, eine der Gruppenleiterinnen, die die Frauen bei der Arbeit begleiten: „Sie haben viel gelernt und sind so selbstständig geworden!“

Träger möchte an I-Café festhalten

Der Träger der Einrichtung, die DRK-Behindertenwerkstätten, wollen das Café „auf jeden Fall“ fortführen: „Im vergangenen Jahr haben wir uns in einem Interessenbekundungsverfahren für das ,Café im Park’ im neuen Konrad-Wolf-Park beworben“, sagt Jörg Schröder, der Geschäftsführer der Werkstätten. Ende Februar soll die Jury das Verfahren abgeschlossen haben, sagt Schröder. Dann steht fest, ob das I-Café bestehen bleibt.

Die jetzige Fläche des kleinen Kaffeehauses werde nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach der Sanierung soll sie gastronomisch anders genutzt werden. Die Belegschaft des Cafés, die drei Frauen und ihre Gruppenleiterinnen, werden laut Schröder bis zur möglichen Neueröffnung in einer Behindertenwerkstatt arbeiten.

Weitere Informationen

Das I-Café bietet wechselnde Veranstaltungen wie Lesungen, Filmnachmittage oder Flohmärkte. Gäste bekommen mit der ersten Bestellung einen Zugangscode für das Internet.

Das Café mit seinen gut 20 Sitzplätze
n und der dazu gehörende kleine Versammlungsraum können für private Feiern mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Geöffnet ist das I-Café, Konrad-Wolf-Allee 13, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Zugang ist barrierefrei.

Platzreservierungen und weitere Auskünfte per 60 09 88 62 oder im Internet unter www.icafe-potsdam.de

Am 31. März öffnet das I-Café zum letzten Mal. Und nicht nur die DRK-Werkstätten würden das Café gerne erhalten. „Die „Drewitzer trauern gleichermaßen um den Betrieb“, weiß der Geschäftsführer. Die Einrichtung habe sich gut im Viertel etabliert, die Gäste wüssten das gesellige Miteinander bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen zu schätzen. Auf dem Tresen liegt eine Liste, auf der mittlerweile an die 80 Gäste für den Erhalt des Cafés unterschrieben haben.

Von Lisa Neumann

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