Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Dschungelwelt „Biosphäre“ soll erhalten bleiben

Überraschende Wende in Potsdam Dschungelwelt „Biosphäre“ soll erhalten bleiben

Eigentlich war schon beschlossen, dass die Biosphäre in Potsdam Ende des Jahres schließen soll. Jetzt gibt es eine überraschende Wende. Eine Untersuchung empfiehlt den Weiterbetrieb der Biosphäre und eine umfangreiche Sanierung. Die kostet eine Menge Geld.

Bornstedter Feld potsdam 52.4134164 13.0469487
Google Map of 52.4134164,13.0469487
Bornstedter Feld potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Hotels und Gaststätten auf Bewerbersuche

Auch weiterhin wird es Abenteuer in der Dschungelwelt der Biosphäre geben.

Quelle: MAZ

Bornstedter Feld. Überraschende Kehrtwende in Sachen Biosphäre: Das Potsdamer Tropenparadies mit pädagogischem Mehrwert wird voraussichtlich doch nicht geschlossen. Zumindest ist das nach MAZ-Informationen die favorisierte Variante einer mehrmonatigen gemeinsamen Prüfung durch die Landeshauptstadt und den Entwicklungsträger Bornstedter Feld, in dessen Treuhandvermögen sich nach wie vor das Biosphärengrundstück befindet. Eigentlich sollte die Tropenwelt am 30. November 2017 in ihrer jetzigen Form ihre Türen schließen.

Im Frühjahr sollen die Stadtverordneten im Hauptausschuss über die Zukunft der Tropenhalle entscheiden.

Gehört zu den Wahrzeichen der Stadt

Gehört zu den Wahrzeichen der Stadt: die Ex-Buga-Halle am Bornstedter Feld.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Voraussetzung für den Weiterbetrieb der derzeit defizitären Tropenhalle ist laut Studie eine Sanierung der Halle, die zur Bundesgartenschau im Jahr 2001 gebaut wurde. Die Kosten für die Hüllensanierung des Gebäudes würden sich auf fünf bis sechs Millionen Euro belaufen. Allerdings hofft man auf eine Landesförderung in Höhe von zwei Millionen Euro aus dem Programm für energetische Sanierung von Gebäuden. Der Betrieb der Halle kostet die Stadt derzeit mehr als eine Millionen Euro pro Jahr. Die reinen Betriebskosten belaufen sich auf 600 000 Euro, dazu kommen beispielsweise Personalkosten.

Die Biosphäre ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien

Die Biosphäre ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Im Rahmen der Untersuchung – Kostenpunkt: 100 000 Euro – hatten Stadt und Entwicklungsträger acht Varianten für die Zukunft der Ex-Buga-Halle geprüft. Diese wurden bereits Ende 2016 bei einer Sitzung der Interessenvertretung Bornstedter Feld öffentlich vorgestellt. Die Palette der Varianten ist denkbar breit. Zur Debatte standen unter anderem ein Abriss, Kita-Betrieb, Schule, multifunktionale Halle, Beachvolleyballhalle, Kiezbad oder Eishockeyhalle.

Der Abriss – die preiswerteste Variante – würde allerdings einem bestehenden Stadtverordnetenbeschluss zuwiderlaufen. Dieser besagt, dass der Abriss der Biosphären-Halle zurückzustellen sei. Aus dem Rennen ist auch eine Nachnutzung der Halle als Schule. Grund sind die exorbitanten Kosten für einen Umbau. Varianten wie ein Jugendtreff oder ein Kiezbad sind zudem kaum förderfähig. Die Chancen auf Förderung sind grundsätzlich eher gering und bestehen wohl am ehesten im Rahmen einer touristischen Weiternutzung.

Veranstaltungshalle in der Biosphäre

Veranstaltungshalle in der Biosphäre.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Dass das Pendel nun doch wieder zugunsten des Weiterbestands der Dschungelwelt ausschlagen könnte, hat einen einfachen Grund: Die Halle ist als touristische Einrichtung und als Veranstaltungshalle bereits eingeführt und über Potsdam hinaus bekannt. Außerdem dürften die Investitionskosten bei Weiterbetrieb der Tropenhalle im Vergleich zu einem Komplettumbau wahrscheinlich deutlich niedriger ausfallen. Dass nachjustiert werden muss, liegt allerdings auf der Hand. So soll das mehr als 15 Jahre alte Ausstellungskonzept überarbeitet werden.

Matthias Finken

Matthias Finken

Quelle: Christel Köster

CDU-Fraktionschef Matthias Finken, der zugleich Sprecher der Interessenvertretung Bornstedter Feld ist, erklärte dazu: „Wir brauchen ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept – das wird letztlich das Entscheidende sein.“

Sascha Krämer

Sascha Krämer.

Quelle: Volker Oelschläger

Linken-Kreischef Sascha Krämer sagte, es sei begrüßenswert, „die Biosphäre dauerhaft zu erhalten und für den Stadtteil zu entwickeln“. Wenn Ende des Jahres die Zweckbindung für das Gebäude falle, eröffne das „ungeahnte Möglichkeiten“ für die Nutzung. So könnten zusätzlich zur Tropenhalle ein Stadtteilzentrum und eine Kiez-Gaststätte in der umgebauten Halle untergebracht werden.

Von Ildiko Röd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen von Jörg Hafemeister aus 2018

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen aus dem Jahr 2018.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg