Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
„Eigentlich bin ich ja Rentner“

Interview mit Potsdams Großspender Hasso Plattner „Eigentlich bin ich ja Rentner“

Mit Mäzen Hasso Plattner sprachen Ulrich Wangemann und Ildiko Röd über seine Gefühle beim Anblick des neuen Kupferdachs und mögliche neue Förderprojekte.Plattner: Dass ich einen schrecklichen Tag haben werde von morgens bis abends.

Voriger Artikel
Stimmen zur Fertigstellung des Kupferdaches
Nächster Artikel
Symbolische Vollendung

Hasso Plattner.

Quelle: MAZ/ Gartenschläger

en schrecklichen Tag haben werde von morgens bis abends. Ich habe aber ganz viel Positives in der Hochschule gehört und hier im Schloss auch. Es sind nur sehr viele Termine. Eigentlich bin ich ja Rentner.

Sie verfolgen die Debatten um Moderne und Barock in Potsdam. Was halten Sie von der Diskussion um die Fassade der Alten Post?

Plattner: In dieser Sache muss jemand entscheiden. Man kann nicht überall, wo einmal eine goldene Putte war, diese wieder anbringen. Mir hat der moderne Vorschlag genauso gut gefallen, wie das Gebäude wieder aufzubauen. Das Gebäude finde ich nicht so unwiderstehlich schön.

Der Fußballverein Hoffenheim des SAP-Mitgründers Dietmar Hopp geht es nicht sehr gut vom Tabellenrang her, Babelsberg 03 ebenfalls nicht. Haben Sie je erwogen, bei Babelsberg einzusteigen?

Plattner: Überhaupt nicht. Aber ich habe, als die SAP in Potsdam einzog, sie mit Babelsberg zusammengebracht, damit sie für den Verein und „Turbine“ Bandenwerbung machen. Das macht die SAP jetzt.

Würden Sie für Garnisonkirche oder Synagoge spenden?

Plattner: Nein. Mit Kirchen habe ich nicht so viel zu tun. Für die Garnisonkirche müssen sich andere engagieren. Damit möchte ich mich nicht verbinden. Nicht weil Hitler und Hindenburg dort waren – aber es ist eben derart symbolisch. Das müssen andere machen. Das Schloss war sehr neutral.

Wie weit ist das Projekt Ihrer Kunsthalle am Jungfernsee?

Plattner: Wir sind noch nicht so weit. Es gibt keinen Bauantrag. Wenn es einen Bauantrag gibt, wissen Sie, dass gebaut werden wird.

Würden Sie die Halle auch mitten in der Stadt bauen?

Plattner: Meinen Sie Berlin?

Nein, Potsdam.

Plattner: Ich rolle nicht noch einmal die Mercure-Sache auf. Die ist weg für die nächsten 20 Jahre. Wenn man es länger vorbereitet hätte, hätte man den einen oder anderen Kritiker vielleicht abholen können. Man hätte auch sagen können: Wir machen das nicht jetzt, sondern in zehn Jahren. Wir haben uns da selber in eine Eile gebracht. Diese Sache ist zu sensibel, als dass man sie mit einer Marktplatz-Kundgebung einfach lösen könnte. Ich habe für diejenigen durchaus Verständnis, die zwar für eine Kunsthalle waren, aber nicht dafür, dass dies nur mittels eines Abrisses des Mercure geht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg