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Ein Depot für 1700 wertvolle Gemälde

Richtfest in Potsdam Ein Depot für 1700 wertvolle Gemälde

1700 Gemälde und weitere Objekte soll das künftige Zentraldepot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) aufnehmen. Am Donnerstag wurde für den Neubau Richtfest gefeiert. Das Depot befindet sich in Potsdam auf dem Gelände des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerkes (RAW) an der Friedrich-Engels-Straße.

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Im Obergeschoss des Depots.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Die Schlösserstiftung hat am Donnerstag das Richtfest für den Neubau ihres Zentrales Kunstgutdepots (ZED) auf dem Gelände des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerkes (RAW) an der Friedrich-Engels-Straße gefeiert. Die Fertigstellung des Baus ist zum Jahresende geplant. „So uns alle guten Mächte gewogen bleiben, kann das Depot im nächsten Jahr bezogen werden“, sagte Stiftungsgeneraldirektor Hartmut Dorgerloh. Der Grundstein für das Gebäude war im Juli 2016 gelegt worden.

Baukosten: 12 Millionen Euro

Das ZED ist das letzte Projekt im Rahmen des mit 165 Millionen Euro ausgestatteten Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan), das der Bund sowie die Länder Brandenburg und Berlin für die Jahre 2008 bis 2017 zur Rettung bedeutender Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft aufgelegt haben. Die für das ZED veranschlagten Bruttogesamtbaukosten belaufen sich laut Stiftung auf rund zwölf Millionen Euro.

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Potsdam, 9. März 2017 – Für das neue Zentraldepot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten auf dem RAW-Gelände in der Nähe des Hauptbahnhofs wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Im kommenden Jahr soll der 12 Millionen Euro teure Neubau bezugsfertig sein und dann 1700 Gemälde und andere Kostbarkeiten beherbergen.

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In der Zimmerstraße wird künftig restauriert

Ursprünglich sollte das Zentraldepot in der Zimmerstraße auf dem Grundstück des früheren Hans-Otto-Theaters errichtet werden. Wegen ungünstiger Bodenbedingungen konzentrierte man sich dort beim ersten Neubau der Schlösserstiftung dann aber auf die Errichtung eines Wissenschafts- und Restaurierungszentrums, das nach Angaben von Stiftungssprecher Frank Kallensee am 8. Juni übergeben werden soll. Die öffentliche Kantine des Wissenschaftszentrums soll voraussichtlich im April öffnen, Betreiberin ist Lena Mauer, die als Inhaberin des à la maison das Café Midi im Treffpunkt Freizeit und das Bistro im St. Josefs Krankenhaus beliefert.

„Optimale konservatorische Bedingungen“

Im ZED sollen ab 2018 Kunstgüter zusammengeführt werden, die bislang noch auf sieben Depotstandorte verteilt sind. Die Rede war zwischenzeitlich unter anderem von 1700 Gemälden, mehreren hundert wertvollen Rahmen und Möbeln. Der Neubau wird nach Angaben der Schlösserstiftung „optimale konservatorische Bedingungen für das Kunstgut bieten“ sowie den „hohen Sicherheits- und Brandschutzanforderungen entsprechen“. Räume für Konservierungs- und Forschungsarbeiten sowie Bereiche mit Spezialfunktionen würden die adäquate wissenschaftliche und restauratorische Betreuung der Bestände ermöglichen, hieß es.

Fast so groß wie ein Fußballfeld

Errichtet wurde ein strenger zweigeschossiger Baukörper ohne Unterkellerung, der Höhe und Tiefe der historischen Bestandsbebauung aufnimmt und zur Straße mit den Nachbargebäuden bündig abschließt. Das Depot steht zwischen der mittlerweile geschlossenen Produktionsstätte des Automobilzulieferers Magna Steyer und der ebenfalls ungenutzten denkmalgeschützten Neuen Halle des einstigen RAW. Mit einer Grundfläche von 85 mal 35 Meter bedeckt die elf Meter hohe Halle fast die Fläche eines Fußballfeldes.

Günter Wienands, Stellvertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, gab zum Richtfest bekannt, dass der Bund und die Länder Berlin und Brandeburg für den Zeitraum bis 2030 ein zweites Sonderinvestitionsprogramm mit insgesamt 400 Millionen auflegen würden. Aus diesen Mitteln soll auch ein neues Skulpturendepot finanziert werden, das voraussichtlich im nächsten Jahrzehnt zwischen dem Zentraldepot und den Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG errichtet wird.

Von Volker Oelschläger

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