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Potsdam „Ein Fest des Lebens“
Lokales Potsdam „Ein Fest des Lebens“
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22:02 17.04.2018
Bärbel Dalichow, bis 2013 Direktorin des Filmmuseums, ist Jurorin der 13. Ökofilmtour. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Die 13. Ökofilmtour kehrt nach Potsdam zurück. Mehr als drei Monate war das bundesweit größte Festival des Natur- und Umweltfilms im Land unterwegs. Nach dem Auftakt am 10. Januar im Filmmuseum und Stationen in fast 70 Orten im ganzen Land Brandenburg ist am Mittwoch in der Reithalle des Hans-Otto-Theaters das Finale mit der Auszeichnung der Siegerfilme und einem Konzert mit der Jazz-Legende Günther Fischer.

153 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich, den USA, Luxemburg, Frankreich, Belgien, der Ukraine und der Schweiz sind für die 13. Ökofilmtour bei den Veranstaltern eingegangen. Für den Wettbewerb nominiert wurden 40 Fernseh- und Kinofilme sowie 15 Kurzfilme.

Die Mitglieder der Jury sind in Potsdam teils sehr gut bekannt. Neben Monika Griefahn als langjähriger Sprecherin, dem Filmproduzenten Ulli Pfau und der Lehrerin Danka Losansky sind Detlef Knuth, bis 2016 Direktor des Potsdamer Naturkundemuseums, und Bärbel Dalichow dabei, die von 1996 bis 2013 das Potsdamer Filmmuseum leitete.

Bärbel Dalichow war dem Festival nicht zuletzt als Gastgeberin der Eröffnungsveranstaltung schon seit langem verbunden: „Daher kenne ich den Festival-Leiter Ernst-Alfred Müller und er mich“, sagt sie. Nach ihrem Abschied vom Filmmuseum lud er sie in die Jury ein.

Nun ist sie bereits zum dritten Mal jeweils nach einem Jahr Pause beteiligt. Den Hauptteil ihrer Arbeit leisten die Juroren jeder für sich allein: „Wir sehen uns alle nominierten Filme an. Über zwei Monate zu Hause.“ Ein Verdienst der Ökofilmtour sei es, dass sie die Filme „auch in ganz kleine Orte bringt“, sagt Bärbel Dalichow. Die Juroren seien bei diesen Gastspielen allerdings nicht dabei.

Mehr als 10 000 Zuschauer, darunter mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche, kamen in diesem Jahr zu den Veranstaltungen des Festivals. Ermöglicht wurde das aufwendige Programm der Ökofilmtour durch die Hilfe von mehr als 200 Ehrenamtlichen.

Dass die Dokumentarfilme oft Themen abbilden, die im Vorjahr auf der Agenda standen, liegt in der Natur des Mediums. Insektensterben war eines der Themen, die im vergangenen Jahr durch die Medien gingen.

Welcher Film blieb der Jurorin aus den Programmen der vergangenen Jahren besonders in Erinnerung? Sie überlegt. Sagt dann: „Das schwierige an der Ökofilmtour ist, dass viele Beiträge denjenigen, die es sehen, das Elend dieser Welt vor die Füße kippen.“ Doch dann erzählt sie von einem Kurzfilm aus dem Programm von 2016 über den „Triumph der Tomate“: „Der war ausgesprochen vital, lebensbejahend, sinnlich, farbenfroh, ein Fest des Lebens, wie man es selten findet.“

Seit ihrem Ausscheiden aus dem Filmmuseum schreibt Bärbel Dalichow jedes Jahr ein Buch: „Einen Endlos-Essay, ein Gespräch mit Michel de Montaigne, dem Erfinder des Essays.“ Die fünfte Folge erscheint gerade im Online-Verlag epubli, „an der sechsten arbeite ich.“ Am Mittwoch aber kommt sie als Jurorin in die Reithalle. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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