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Ein Kitaplatz für Fiete

Kitaplatzmangel in Potsdam Ein Kitaplatz für Fiete

Nach langer Odyssee und einem MAZ-Artikel hat Familie Palloks aus Bornstedt nun einen Kitaplatz in Golm angeboten bekommen. Andere Potsdamer Eltern suchen weiter nach einer Betreuungsmöglichkeit.

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Gute Nachrichten für Anna Palloks und ihren Sohn Fiete.

Quelle: Kaufmann

Bornstedt. Der erlösende Anruf kam am Freitag. Anna Palloks hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet und dann das: Sohn Fiete hat einen Kitaplatz! Und zwar einen, wie er besser kaum sein könnte. Ab 1. August kann der Einjährige die Fröbel-Kita „Springfrosch“ in Golm besuchen. „Das sind nur rund zehn Minuten Fahrweg für uns mit dem Auto“, sagt Mutter Anna Palloks erleichtert.

Wie berichtet, hatte die Familie aus Bornstedt große Probleme, einen Kitaplatz für ihr Kind zu finden – obwohl beide Elternteile voll berufstätig sind und die Familie einen Rechtsanspruch auf einen Platz hat. 15 Tagesstätten hatte Anna Palloks angeschrieben, aber nur Absagen kassiert. Die Altenpflegerin hat sämtlichen Resturlaub zusammengekratzt, um Fiete, der eigentlich nach Wunsch der Eltern schon Anfang April in eine Kita kommen sollte, weiter zu Hause zu betreuen. Mittlerweile hat die Elternzeit von Fietes Vater begonnen. Dass beide ab September wieder arbeiten können, ist ein Segen für die Familie, die sonst in große finanzielle Schwierigkeiten geraten wäre. „Der Kita-Tipp hat uns zwischenzeitlich Plätze bei Tagesmüttern angeboten“, erzählt Anna Palloks. Allerdings haben diese Öffnungszeiten von 7 beziehungsweise 8 bis 16 Uhr – nicht kompatibel mit den Arbeitszeiten der 24-Jährigen.

Anna Palloks Schilderungen in der MAZ Anfang Mai haben hohe Wellen geschlagen. „Mich haben viele Eltern angeschrieben und angesprochen“, erzählt die junge Mutter. „Das Thema ist bei vielen noch nicht erledigt und die Stadt muss dringend handeln“, fordert die Bornstedterin. „Uns ist eine große Last von den Schultern gefallen, aber ich weiß wie existenziell die Sorgen vieler Eltern noch sind.“ Denn die Palloks sind bei Weitem kein Einzelfall in der Landeshauptstadt. Stand Anfang Mai fehlen in Potsdam 200 Kitaplätze. Die ohnehin schon vorhandene Platznot in der wachsenden Stadt wurde durch zwei Brände in der Awo-Kita Sternschnuppe am Stern verschärft. Die Kita ist vorübergehend unbenutzbar, 200 Kindern mussten in anderen Einrichtungen untergebracht werden.

Onlineportal soll Suche erleichtern

Die Stadt verspricht sich durch ein neues Onlineportal eine transparentere Platzvergabe. Anfragen für Kitaplätze sollen dann zentral erfasst werden, um einen besseren Überblick über den tatsächlichen Bedarf zu bekommen. Bislang melden sich viele Eltern direkt an mehreren Einrichtungen an, so dass ein verzerrtes Bild entsteht. Die neue Software soll ab 2018 zum Einsatz kommen.

Von Marion Kaufmann

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