Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Ein Neubeginn nach Pleiten, Pech und Pannen

Spitzenposten war 15 Monate unbesetzt Ein Neubeginn nach Pleiten, Pech und Pannen

Der Posten des Baubeigeordneten ist einer der wichtigsten in der Landeshauptstadt Potsdam – dennoch war er 15 Monate lang vakant. Insgesamt drei Anläufe waren nötig, um die Spitze des Schlüsselressorts neu zu besetzen. Mal machte ein Kandidat einen Rückzieher, mal schossen die Stadtverordneten quer.

Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 79-81 52.4055195 13.0576035
Google Map of 52.4055195,13.0576035
Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 79-81 Mehr Infos
Nächster Artikel
Gunnar Porikys in den Römischen Bädern

Potsdams neuer Baudezernent Bernd Rubelt (l.) dankt Andreas Goetzmann. Der Stadtplanungschef hatte das Bauressort interimistisch geleitet.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Mit der Amtseinführung von Bernd Rubelt (parteilos) endet in Potsdam eine 15-monatige Phase, in der der Baubereich der Landeshauptstadt Potsdam ohne Beigeordneten war. „Wir alle wissen, dass wir die Sache viel schneller bewerkstelligen wollten“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gestern bei der Vereidigung. „Es waren politische Begleitumstände, die das alles verkompliziert haben.“

Diese Begleitumstände gleichen einer Serien von Pleiten, Pech und Pannen.

Der Spitzenposten war mit der der Abwahl von Matthias Klipp (Grüne), den eine Affäre rund um seinen privaten Hausbau zu Fall brachte, im November 2015 vakant. Die erste Wahl war für den Juni 2016 angesetzt, wurde aber gar nicht erst durchgeführt, weil Favorit Jürgen Rausch, SPD-Stadtbaurat in Marburg (Hessen), kurzfristig absagte. Eine neue Stellenausschreibung folgte. Nach einem langwierigen Bewerbungsverfahren blieben zwei Finalisten übrig: Christof Nolda, grüner Stadtbaurat von Kassel (Hessen), und Bernd Rubelt, parteiloser Bauamtsleiter in Eutin (Schleswig-Holstein). Nachdem die Rathauskooperation aus SPD, CDU und Grünen ihre Zustimmung signalisiert hatte, schlug der Oberbürgermeister Nolda als Kandidaten für den Posten vor. Bei der Wahl im Dezember 2016 scheiterte Nolda jedoch spektakulär in drei Wahlgängen. Daraufhin erklärten die Grünen noch am Wahlabend ihren Austritt aus der Kooperation.

Bernd Rubelt, den die Fraktionen Die Linke und Die Andere favorisiert hatten, rückte als Kandidat nach. Am 9. Januar 2017 wurde er im ersten Wahlgang mit 39 Ja-, bei 14 Nein-Stimmen gewählt. „Alle in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien haben erklärt, dass Sie mit Ihnen eng zusammenarbeiten wollen“, betonte der Oberbürgermeister nun bei Rubelts Amtseinführung. „Das ist eine gute Basis, ein guter Ansatzpunkt.“

Der Fachbereich Bauen hat in der wachsenden Stadt Potsdam, die es derzeit auf 172 000 Einwohner bringt, eine zentrale Bedeutung. Unter Rubelts Leitung arbeiten 440 Mitarbeiter. Zudem zeichnet er für Aufwendungen und Investitionen von jährlich etwa 160 Millionen Euro im städtischen Haushalt verantwortlich.

Interimistisch hatte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann das Ressort geleitet. Ihm dankte der Oberbürgermeister für seine „gute und intensive Arbeit“

Von Nadine Fabian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
7b1a3dba-c221-11e7-939a-14d1b535d3f1
Potsdamer Lichtspektakel 2017

Es werde Licht! Drei Nächte lang wird Potsdam mit einem Lichtspektakel von Freitag bis Sonntag illuminiert.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg