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Potsdam Ein Traumland für Babelsberg
Lokales Potsdam Ein Traumland für Babelsberg
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08:30 21.10.2017
Die Kinder und Kita-Leiterin Sophie Gaebel (2.v.r.) empfingen zur Eröffnung (v.l.) den Kinderwelt-Geschäftsführer Gerald Siegert, die Bundestagsabgeordnete Manja Schüle, den Jugendhilfeausschuss-Chef David Kolesnyk und den Sozialbeigeordneten Mike Schubert (alle drei SPD). Quelle: Christel Köster
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Babelsberg

Mats, Maksim und Greta sind Glückskinder: Sie haben einen Platz in der neuen Kita „Ole Lukøie“ am Campus Filmpark Babelsberg bekommen. Keine Selbstverständlichkeit in Potsdam: In der Landeshauptstadt, die erst am Donnerstag das Unicef-Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten hat, warten derzeit 300 Kinder auf einen Betreuungsplatz. Den meisten könnte schnell geholfen sein, denn 262 Kita-Plätze können zurzeit nicht besetzt werden, weil schlichtweg die Erzieher fehlen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der CDU/ANW-Fraktion an die Stadtverwaltung hervor.

Demnach sind besonders der Sozialraum 5 mit den Stadtteilen Stern, Drewitz und dem Kirchsteigfeld sowie der Sozialraum 6 mit dem Schlaatz, der Waldstadt I und II und Potsdam-Süd betroffen. So sind in Sozialraum 5 aktuell 148 Plätze wegen fehlenden Personals unbelegt, in Sozialraum 6 sind es 95. Im laufenden Kalenderjahr seien laut Rathaus bisher fünf Anträge auf Verdienstausfall eingegangen.

„Das Unicef-Siegel ist nicht nur eine Auszeichnung, es ist auch der Auftrag, an der Kinderfreundlichkeit der Stadt weiterzuarbeiten“, sagt der Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Mike Schubert (SPD). „Wir haben viel erreicht, wir haben aber noch eine Menge zu tun.“ Zwar seien in den nächsten fünf Jahren zahlreiche neue Kitas vorgesehen – insgesamt sollen bis 2022 im Krippen- 946, im Kindergarten- 1261 und im Hortbereich 1515 Plätze geschaffen werden. „Wir müssen aber auch dafür werben, dass der Beruf des Erziehers ein attraktiver Beruf ist.“

Die Kita liegt an der Stahnsdorfer Straße – direkt gegenüber dem Lindenpark Quelle: Christel Köster

Wie schön es ist, kleine Potsdamer wie Mats, Maksim und Greta bei ihrem Start ins Leben zu begleiten, weiß Sophie Gaebel. Die 28-Jährige leitet die neue, nach dem dänischen Sandmann benannte Kita am Filmpark. Nachdem dort die ersten Mädchen und Jungen bereits Mitte September eingezogen sind und sich eingewöhnt haben, war am Freitag Zeit für die Eröffnungsfeier. „Wir arbeiten hier mit beziehungsorientierter Pädagogik“, sagt Sophie Gaebel. Diese Art der Erziehung setzt auf vor allem auf Nähe, Aufmerksamkeit und Zutrauen. „Wir als Erzieher geben zum Beispiel nicht vor, womit sich die Kinder zu beschäftigen haben – es gibt keine vorgefertigten Angebote, an denen sich alle Beteiligen müssen.“ Beschäftigungsrunden à la „Wir basteln ein Osterkörbchen“ oder „Wir kleben Herbstblätter auf“ gibt es nicht. Stift und Schere richtig halten, Buchstaben malen, die Zahlen von Eins bis Zehn aufsagen: Wer nicht möchte, braucht nicht mitzumachen und kann sich stattdessen mit etwas beschäftigen, das ihn mehr interessiert. „Jedes Kind hat ein Thema, das es besonders bewegt“, sagt Sophie Gaebel: „Ich kenne zum Beispiel ein Kind, das fünf Jahre lang glückerfüllt mit Bausteinen gespielt und sich dennoch alle für den Schulanfang erforderlichen Kompetenzen angeeignet hat.“ Klare Regel und eine Tagesstruktur gebe es trotzdem. „Aber erst, wenn die Schule übernimmt, sind es Schulkinder. Hier sind es Kindergartenkinder – hier haben wir viel Zeit zum Spielen, Kuscheln und Zuhören.“

Spielen, kuscheln und zuhören, basteln, toben und erzählen können die „Ole Lukøie“-Kinder in einem wahren Traumland, in großen, lichten Räumen: etwa im Kinderatelier mit Farbtuben und Pinseln, im Bewegungsraum mit Klettergerüst und Boxsack oder im Rückzugsraum mit Büchern, Puppenhaus und fluffigen Bodenkissen.

52 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Kita, die im neuen Apartmentkiez an der Ecke Stahnsdorfer Straße/An der Sandscholle entstanden ist, bald sollen es 130 sein. Wie der Rest des Campus am Filmpark hat die Berliner KW-Development GmbH das Gebäude gebaut – in der Rekordzeit von zehn Monaten. Das Objekt wurde sogar drei Monate früher fertig als geplant. Träger der Einrichtung ist die Kinderwelt gGmbH.

2019 eröffnet die nächste Kinderwelt-Kita

Die Kinderwelt gGmbH ist ein anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und hat sich im Jahr 2004 gegründet. Sie versteht sich als ein moderner und bedarfsorientierter Partner für Familien, Kommunen und Pädagogen, genauso wie für Unternehmen und Hochschulen und betreibt frühkindliche Bildungseinrichtungen in Berlin und im Land Brandenburg.

Mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie kooperierende Kindertagespflegepersonen betreuen für die Kinderwelt rund 1000 Kinder. In Potsdam will der Träger 2019 eine weitere Kita am Hauptbahnhof eröffnen. nf

Von Nadine Fabian

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