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Potsdam Ein großes Geschenk für die Stadt Potsdam
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21:26 19.01.2017
Kunstmäzen Hasso Plattner im Potsdamer Museum Barberini vor einem großformatigen Seerosen-Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet. Quelle: dpa
Potsdam

Nach dreijähriger Bauzeit wird Freitagabend in Gegenwart von Stifter Hasso Plattner, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und zahlreichen prominenten Ehrengästen wie TV-Star Günther Jauch das neue Kunstmuseum Barberini am Alten Markt feierlich eingeweiht. Bereits am Samstag können sich die Potsdamer während des Stadtfestes „Unterwegs im Licht“ von 15 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt ein erstes Bild vom neuen Kunsttempel und seinen Schätzen machen. Am 23. Januar öffnet das Barberini regulär seine Tore für den Besucherverkehr.

Für seine beiden Eröffnungsschauen „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ und „Klassiker der Moderne“ hat das Barberini auf mehreren Etagen hochkarätige Kunst aus der ganzen Welt zusammengetragen – darunter 41 Arbeiten von Claude Monet sowie Spitzenwerke von Camille Pissarro, Max Liebermann, Emil Nolde oder Edvard Munch. Museen aus Paris, St. Petersburg, Jerusalem und Washington sowie Privatsammler, zu denen auch Microsoft-Gründer Bill Gates gehören soll, stellten außergewöhnliche Werke zur Verfügung. „Das macht mich stolz, dass uns das als Beginner gelungen ist. Das ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte Museumsstifter Hasso Plattner bei der Vorstellung der Ausstellungen gestern vor über 200 Journalisten aus aller Welt.

Der 1771/72 auf Geheiß Friedrich II. als bürgerliches Wohnhaus in direkter Nähe zum Stadtschloss erbaute Palast Barberini galt bereits im 19. Jahrhundert als Mittelpunkt des kulturellen Lebens in Potsdam. Im Zweiten Weltkrieg war er wie große Teile der Innenstadt zerstört worden. Hinter der historischen barocken Fassade verbirgt sich nun ein hochmoderner Museumsbau mit 17 Ausstellungssälen. Plattners Stiftung trägt das Museum. „Das Haus ist mit viel Liebe gebaut“, sagte Plattner, der 1972 das Softwareunternehmen SAP in Walldorf (Baden-Württemberg) mitbegründet hatte und heute zu den reichsten Männern der Welt gehört. Seit Anfang der 1970er-Jahre sammelt der gebürtige Berliner Kunst, vorzugsweise Impressionisten, aber auch DDR-Maler wie Wolfgang Mattheuer , Arno Rink oder Werner Tübke. Ihnen soll eine Ausstellung ab Ende Oktober gewidmet werden.

Für Plattner, der einst in Berlin-Grunewald aufwuchs, war Potsdam stets „ein Sehnsuchtsort“, wie er am Donnerstag bestätigte. 1988 besuchte der heute 72-Jährige erstmals die damalige Bezirksstadt. Nach der Wende gründete er 1998 das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, das einzigartig in der deutschen Universitätslandschaft ist. Als Millionenspender ermöglichte er dem wiederaufgebauten Stadtschloss eine historische Fassade und ein Kupferdach.

Aufgrund seiner zahlreichen Verdienste für die Stadt wird Plattner am Freitagnachmittag im Nikolaisaal vor 600 Gästen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die Ehrenbürgerwürde Potsdams verliehen. Laudatoren sind Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Günther Jauch. Beide hatten ihn einst zum Kauf des Palais Barberini als Stätte des Museums ermuntert, wie Plattner erzählte.

Nach einer kurzen Pause steht dem Kunstmäzen ein langer Abend bevor. Zur Einweihung des Barberini spielen vor ausgewählten Gästen Star-Pianist Igor Levit und Pop-Legende John Fogerty (Creedence Clearwater Revival) – zugleich feiert Plattner in seinen 73. Geburtstag am Samstag hinein.

Von Jens Trommer

Unternehmer Hasso Plattner will mit seinem Museum den Ostdeutschen etwas zurückgeben. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) luden Plattner und Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag zur Auftaktpressekonferenz. Dabei wurde auch deutlich, was den Kunstsammler antreibt.

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