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Ein großes Hallo für kleine Potsdamer

10 Jahre Familienbegrüßungsdienst Ein großes Hallo für kleine Potsdamer

Der Familienbegrüßungsdienst der Landeshauptstadt Potsdam feiert sein zehnjähriges Bestehen – inzwischen besuchen die Mitarbeiterinnen rund 1500 Neugeborene im Jahr. Für die Eltern haben sie viele Ratschläge und auf die Stadt zugeschnittene Info-Materialien für einen guten Start ins Leben dabei. Die Babys bekommen ein kleines Geschenk.

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Ihr Kinderlein kommet: Oberbürgermeister Jann Jakobs (l.) und Sozialdezernent Mike Schubert auf Kita-Tour.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Willkommen im Leben, willkommen in Potsdam! Seit nunmehr zehn Jahren gibt es den Familienbegrüßungsdienst der Landeshauptstadt. „Er ist der allererste Baustein für eine kinderfreundliche Stadt“, sagt Mike Schubert (SPD), Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung. „Und er ist eine Erfolgsgeschichte: 90 Prozent der von uns angeschrieben Familien nehmen das Angebot an.“

Der Familienbegrüßungsdienst funktioniert denkbar einfach: Alle Potsdamer Familien mit Neugeborenen bekommen zunächst Post aus dem Rathaus und dann Besuch – natürlich nur, wenn sie das auch wünschen. „Keine Angst, wir fallen nicht mit der Tür ins Haus“, sagt Potsdams Amtsärztin Kristina Böhm. „Die Familien können sich natürlich erst einmal in Ruhe finden.“ Die Mitarbeiterinnen des Babybegrüßungsdienstes klopfen meist im dritten Lebensmonat des Kindes an. „Bei dem Besuch geht es um Hilfe und nicht um Überwachung“, betont Kristina Böhm. Eine Studie der Fachhochschule Potsdam urteilt: „Das Angebot des Familienbegrüßungsdienstes trägt aktiv zu einer Verbesserung der Lebensqualität junger Familien in Potsdam bei.“

Zwei bei der Stadt angestellte Sozialarbeiterinnen koordinieren den Dienst und fahren auch selbst zu den Familien. Weil das in Potsdam mit rund 1500 allerdings sehr viele sind, bekommen sie Unterstützung von Mitarbeitern der Potsdamer Betreuungshilfe und einer Familienhebamme. Die Besucherinnen beantworten die Fragen der Eltern und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen – und sie überreichen ihnen einen robusten Leinenbeutel, in dem allerlei Hefte, Broschüren und Faltblätter stecken. Eine Fibel zur Unfallvermeidung ist zum Beispiel dabei, ein Überblick über die wichtigsten Untersuchungen, ein Leitfaden zur Baby-Massage, Info-Material zur Kindertagesbetreuung in Potsdam, zu finanziellen Hilfen und zu Angeboten für Alltag und Freizeit nebst Kinderstadtplan. Ein Merkblatt zum Thema Impfen gehört dazu, eines zum richtigen Zähneputzen, zur Eingewöhnung in der Kita, zum Abschied vom Nuckel... Kurzum: In der Tasche steckt, was junge Eltern interessiert. „Das finden die Familien natürlich auch anderswo, in Büchern, Zeitschriften und im Internet“, sagt Mike Schubert. „Aber wir haben es auf Potsdam, auf die Stadt, in der sie leben, zugeschnitten.“

Charmant: Auch für die Babys haben die Mitarbeiterinnen des Begrüßungsdienstes ein kleines Geschenk dabei – im Moment ist das ein Buggy-Buch. Ganz neu in der Wundertüte ist zudem der Kalender „Unser Baby – das erste Jahr“, in dem Mütter und Väter Monat für Monat nicht nur Tipps zur Entwicklung und Gesundheit finden, sondern auch Spiele, Reime und Lieder.

Etwa eine Stunde dauert der Besuch des Familienbegrüßungsdienstes. Damit muss es aber nicht getan sein. Der Dienst bietet den Eltern auch eine direkte Verbindung zur Stadtverwaltung. So können sie ihre Anliegen und Wünsche weitergeben. Zudem sind sie gebeten einen Fragebogen – anonym – auszufüllen. So erfährt die Stadt im Gegenzug, wie zufrieden die Eltern in der Stadt und in ihrem Stadtteil sind – wo und wie nachzubessern ist.

„Der Familienbegrüßungsdienst ist Ansprechpartner von der Geburt bis zur Einschulung, gegebenenfalls auch bis zum Ende der Grundschulzeit“, so Schubert. Der Dienst sei ein Schlüsselangebot in der Kette aus familienbegleitenden Beratungsangebote der Stadt und ergänze die Aktivitäten des Potsdamer Netzwerks „Gesunde Kinder und Familien“, das per Stadtverordnetenbeschluss im Mai 2008 gegründet wurde. Beim Familientag, zu dem das Netzwerk für den 8. November in den Treffpunkt Freizeit einlädt, wird das Jubiläum des Familienbegrüßungsdienstes gefeiert.

1977 Neugeborene zählte Potsdam 2016 – in diesem Jahr werden es aller Voraussicht nach mehr sein. Der beliebteste Vorname im vergangen Jahr war bei den Jungen Karl, gefolgt von Oskar und Henry. Bei den Mädchen teilten sich Anna und Greta Platz 1, dahinter lagen auf Platz 2 Johanna, Emilia und Hanna, auf Platz 3 schaffte es Charlotte.

Familienfest im Treffpunkt Freizeit

Unter dem Motto „Glückliche Eltern, fröhliche Kinder“ findet am Mittwoch, 8. November, ein buntes Familienfest im Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, statt. Es ist das vierte, zu dem das „Netzwerk Gesunde Kinder und Familien“ einlädt.

Zu erleben sind Mitmachaktionen für Groß und Klein. An Marktständen präsentieren sich die Partner des Potsdamer Netzwerks. und ein Bühnenprogramm. Highlight soll der Auftritt eines Clowns sein.

Am Vormittag von 9 bis 11.30 Uhr ist das Fest für Kitas gedacht, nachmittags von 15 bis 17.30 Uhr auch für Familien.

Ein feierlicher Empfang anlässlich des zehnten Jubiläums des Familienbegrüßungsdienstes der Landeshauptstadt Potsdam ist für die Mittagsstunden geplant. Dazu sind Ehrengäste eingeladen.

Das Fest klingt mit einem Laternenumzug aus. Die Veranstaltung ist kostenfrei. nf

Von Nadine Fabian

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