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Potsdam Ein neues Viertel mitten in Potsdam
Lokales Potsdam Ein neues Viertel mitten in Potsdam
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16:47 15.06.2015
So idyllisch soll sich einmal das neue Wohnviertel zwischen Heinrich-Mann-Allee und Kolonie Daheim präsentieren. Quelle: Pro Potsdam
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Innenstadt

Die Potsdamer Stadtverordneten diskutieren gerade über ein Leitbild für die Stadt und haben die Einwohner aufgerufen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Eine zentrale Rolle spielt dabei bezahlbares Wohnen, sagte SPD-Stadtverordneter Marcel Piest am Samstagnachmittag auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots neben der Sporthalle in der Heinrich-Mann-Allee.

Noch Leid-Bild statt Leitbild

Auf dem Areal bietet sich derzeit noch eher ein Leid-Bild, doch schon bald soll dort ein Wohnviertel entstehen, das das Stadtbild entscheidend verändern wird, kündigte Piest an. Die SPD und die Potsdamer Wohnungsbaugesellschaft „Pro Potsdam“ hatten die umliegenden Anwohner zu einer Vorstellung des Projektes eingeladen.

700 neue Wohnungen bis 2019

Seit die Nachfolgegesellschaft der Gewoba im Jahr 2000 das verlassene Grundstück übernommen hatte, habe es schon mehrere Anläufe gegeben, das Gelände zu entwickeln, begann „Pro Potsdam“-Geschäftsführer Horst Müller-Zinsius in der alten Fahrzeughalle. Nun sollen zwischen der Heinrich-Mann-Allee und der Kolonie Daheim bis zum Jahr 2019 rund 700 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 60 Quadratmetern gebaut werden.

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300 Wohnungen durch Investoren

„Wir werden aber vielleicht nur 400 Wohnungen selbst errichten können. Einen Teil des Geländes wollen wir an Investoren verkaufen“, sagte Müller-Zinsius. Die Wohnungen sollen barrierefrei und vielseitig für Familien oder Singles gleichermaßen nutzbar sein. Beim öffentlich geförderten Wohnraum soll die Kaltmiete etwa 5,50 Euro bis 6,50 Euro je Quadratmeter betragen. Bei den frei finanzierten Wohnungen geht der „Pro-Potsdam“-Chef von einem Mietpreis von 10 Euro je Quadratmeter aus.

Gewerbe und bei Bedarf eine Kita

Wo jetzt noch die alten Büros des Landesbetriebes Straßenwesen stehen, soll ein fünfgeschossiger Riegel hinkommen, der vorwiegend für kleinteiliges Gewerbe vorgesehen ist und den Lärm auf der Heinrich-Mann-Allee vor den viergeschossigen Wohnhäusern im Kern des neuen Viertels abfangen soll. Ein weißer Fleck auf dem Plan markiert den Standort einer Kita, sofern später ein Bedarf dafür besteht.

Zu wenige Park- und Stellplätze

Sorgen bereitet den Anwohnern der zu erwartende Verkehr im neuen Wohngebiet. 500 geplante Stellplätze halten sie für zu wenig, auch wenn ein Teil davon unter der Erde versteckt werden soll, wie Architekt Thomas Nolte, technischer Prokurist der „Pro Potsdam“ erklärte. Einen Durchgang zur Kolonie Daheim werde es nicht geben, versicherte er. Die Verkehrsplaner würden bereits an einer Lösung arbeiten, ergänzte Noltes Kollege Helfried Quint, der in der „Pro Potsdam“ den Bereich Neubau/Planung unter sich hat.

Baubeginn womöglich Anfang 2017

Wenn der vorliegende Vorentwurf zum Projekt im Sommer 2016 seine Planreife erreicht hat, könnten Anfang 2017 die Bauarbeiten beginnen, so Müller-Zinsius. Wird das Viertel planmäßig Ende 2018 fertig, könnten Anfang 2019 die ersten Mieter kommen.

100.000 Quadratmeter für bis zu 100 Millionen Euro

Das gesamte Areal mit ehemaligem Straßenbahndepot und benachbarten früheren Bürogebäuden des Landesbetriebes Straßenwesen umfasst etwa 100.000 Quadratmeter.

Die Gesamtinvestition des Vorhabens schätzt Horst Müller-Zinsius auf annähernd 50 Millionen bis 100 Millionen Euro.

Die Baukosten für eine Wohnung belaufen sich nach Angaben des „Pro Potsdam“-Chefs auf durchschnittlich 100.000 bis 150.000 Euro.

Zur Leitbilddiskussion findet am Dienstag, dem 16. Juni, von 18 bis 21 Uhr auf der Freundschaftsinsel (weißes Zelt) eine Informationsveranstaltung statt.

Von Heinz Helwig

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