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Potsdam Einblicke in die Welt der Gartenpracht
Lokales Potsdam Einblicke in die Welt der Gartenpracht
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18:46 24.05.2018
Vereinschef des Urania, Dieter Rauchfuß, Rentnerin Gundel Kaiser und Karin Flegel bei der Auftaktveranstaltung zu den „Offenen Gärten“. Quelle: Foto: Iffert
Potsdam/Umland

Gartenidylle ist etwas Privates hinter Zaunfeldern und Hecken. Am Wochenende ist das anders, denn dann öffnen in Berlin, Potsdam und dem Umland 70 Gartenbesitzer ihre Tore für neugierige Gartenfreunde und Ausflügler, die das Wetter umgeben von leuchtenden Azaleen-, Rhododendren oder Akeleien-Blüten genießen wollen. Allein 20 Gärten können in Potsdam-Mittelmark, sieben weitere in Potsdam während der Aktion „Offene Gärten“ besucht werden.

Sonja und Volker Bringmann pflegen in Wilhelmshorst ihren 900 Quadratmeter großen Waldgarten. Von 10 bis 18 Uhr führen sie Besucher am Wochenende durch das Grundstück im Fliederhang. Der ist zu einem großen Teil vor allem eines: naturbelassen mit Geraniumrabatten, Waldmeister, Maiglöckchen und Funkien. Besuchern geben sie Tipps oder lassen ihnen den Freiraum, an einem Schattenplatz zu verweilen.

Gartenschönheiten gibt es im Urania-Hof in Potsdam noch bis Sonntag zu sehen. Quelle: Christin Iffert

„Unterwegs in den Gärten sind oft Menschen, die selbst dem Gärtnern nahe stehen oder jene, die neugierig sind, wie es hinter den verschlossenen Türen aussieht“, sagt Karin Flegel, Geschäftsführerin des Vereins Urania „Wilhelm Foerster“, der die „Offenen Gärten“ betreut. Der Spaß, sagt sie, beginne mit dem gemeinsamen Austausch. Manch einer würde verschiedene Pflanzen als Unkraut sehen, andere ernten sie und machen Salate draus. „Das Schöllkraut ist ein gutes Beispiel.“

Einige Tipps halten auch Doris und Günter Schulz bereit, die erstmals ihren Hausgarten ausschließlich am Samstag in der Caputher Weinbergstraße 50 öffnen. Sie setzen auf eine besondere Beregnungstechnik, um ihren rosa blühenden Judasbaum, Obstbäume und Clematis-Pflanzen zu pflegen.

Wildblumen sind dieses Jahr gefragt. Quelle: Christin Iffert

Gundel Kaiser aus Ludwigsfelde ist Donnerstag zur Auftaktveranstaltung „Gartenschönheit im Hof“ nach Potsdam ins Holländische Viertel gekommen. Sie liebt die Pflanzenwelt, auch wenn die 83-Jährige ihren Kleingarten aufgegeben hat. Am Wochenende sucht sie sich Gärten aus, die sie noch nicht gesehen hat. „Jeder ist anders und man nimmt immer etwas mit, das man selbst machen kann – auch, wenn es nur noch auf dem Balkon ist“, sagt sie. Zudem gebe es vor Ort meistens ein liebevolles Rahmenprogramm und Pflanzenableger zum Freundschaftspreis.

Romantisch ist es am Ufer des Schwielowsees im großen Efeugarten von Erika Bauer. Einst gehörte das Anwesen dem Landschaftsmaler Hans-Otto Gehrcke. Die Gartenwege wurden aus verschiedenen Ziegeln der Region gepflastert, Efeu klettert entlang der Stämme alter Obstbäume und es gibt Wasserläufe und Teiche.

Wer die Gärten besucht, kann eine Besucherplakette für drei Euro erwerben. Programm: http://bit.ly/Garten18

Von Christin Iffert

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