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Einbrecher plündern 21 Garagen

Größte Potsdamer Serie seit Jahren Einbrecher plündern 21 Garagen

Es ist die größte Einbruchserie seit Jahren: Unbekannte haben in der Nacht auf Dienstag an der Potsdamer Nutheschnellstraße 21 Garagen geknackt und dabei wertvolle Fahrräder, Werkzeug und Autoteile abtransportiert. Eine gezielte Aktion, wie die Garagenbesitzer vermuten.

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Yvonne Hunziger (3.v.l.) und ihren Garagennachbarn wurden die Holztore aufgehebelt.

Quelle: Michaela Grimm

Potsdam. Aufgehebelte Tore, zerborstene Scharniere, verschwundene Schlösser: Einbrecher haben 21 Garagen an der Nutheschnellstraße Am Stern in der Nacht von Montag auf Dienstag geknackt. Aus den betroffenen Garagen, die sich über drei Komplexe zwischen der Newtonstraße und der Max-Born-Straße verteilen, wurden allerhand Werkzeuge, Autoteile und zwei wertvolle Fahrräder gestohlen.

„Die haben total gewühlt“, sagte Yvonne Hunziger kopfschüttelnd. Auf die Alufelgen und einen kompletten Werkzeugtrolley hatten es die Diebe bei ihr abgesehen. Was sie nicht mitnahmen, verteilten die Täter wüst im Raum. Um halb zehn habe sie der Vermieter angerufen und vom Einbruch berichtet. Vor Ort traf Yvonne Hunziger auf die Polizei, die Spuren sicherte und die aufgebrochenen Holztore mit Absperrband versiegelte. Gegen 14 Uhr wurden die Garagen für die Besitzer wieder freigegeben.

Zu dieser Zeit erschien Yvonne Hunzingers Garagennachbar, sah da zum ersten Mal das rot-weiße Flatterband der Polizei – auch ihm sind die Schlösser geknackt worden. Dann der Schock: seine Fahrräder waren weg, die Plane lag noch daneben. Es sind auffällige Unikate in schwarz mit gelben Flammen. „Die sehen aus wie eine Harley, nur als Fahrrad“, sagte er. Von diesen sogenannten Whopper Choppern gebe es in Berlin und Brandenburg nur drei Exemplare. Gefertigt in Kalifornien, individuell umgebaut. Wert: 5000 Euro.

Einem anderen Anwohner wurden Bohrmaschine und Stichsäge aus der Garage herausgeklaut. An Nachbargaragen sind Spuren des versuchten Aufbruchs erkennbar.

Wie die Polizei gestern mitteilte, waren einem Spaziergänger, der mit seinem Hund in der Newtonstraße im Stern unterwegs war, am Dienstagmorgen drei offenstehende Garagen aufgefallen. Er alarmierte die Polizei gegen sieben Uhr. Die Beamten prüften stundenlang alle drei Garagenkomplexe um den Leibnizring. Dabei fanden sie „einzelne Werkzeuge und andere Gegenstände, die als Diebesgut nicht in Betracht kamen“, wie es heißt.

Die betroffenen Garageninhaber und die drei zuständigen Verwalter prüfen nun, was fehlt. Die Mieter müssen dazu den Einbruch dokumentieren und ihre Verluste aufzulisten. Eine abschließende Schadenshöhe, so Polizeisprecher Ronny Frost, könne noch nicht benannt werden.
Yvonne Hunziger war am Nachmittag ratlos und empört. „Wie kann man nur so bekloppt sein: Die haben das ganze Scharnier zerbrochen“, ärgerte sie sich über die Einbrecher. Sie und ihre Nachbarn mutmaßten: „Das war gezielt.“ Dieser Tage sei ein Riegel am Tor wiederholt verborgen worden. „Das deutet auf einen Testversuch“, sagte ein Anwohner. Er berichtete: „Vor drei Jahren gab es schon mal so eine Serie. 68 Garagen haben sie damals geknackt.“

Von Michaela Grimm

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