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Potsdam Einbruchsserie in Potsdam
Lokales Potsdam Einbruchsserie in Potsdam
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13:11 22.10.2017
Quelle: dpa
Potsdam

Zu einer Serie von Einbrüchen ist es laut Polizei am Wochenende in Potsdam gekommen.

So gelangte ein bisher Unbekannter in Babelsberg-Nord am Freitagabend nach Sonnenuntergang über eine offen stehende Terrassentür in ein Einfamilienhaus an der Hermann-Maaß-Straße. Der 58-jährige Eigentümer und seine 57-jährige Ehefrau hörten Geräusche im ersten Obergeschoss. Als sie nach dem Rechten schauten, sahen sie, wie der Tatverdächtige aus dem Fenster auf ein Vordach sprang und flüchtete. Der Mann, der einige Wertsachen erbeutet hatte, konnte nicht gestellt werden. Er trug dunkle Kleidung und soll ein Fahrrad mit Packtaschen dabei gehabt haben.

Einbruch im Schlafzimmer

In der Nähe dieses Tatortes wurde ein weiterer Einbruch gemeldet. Ein 86-Jähriger hatte das Schlafzimmerfenster zum Lüften angeklappt und befand sich in einem Nachbarraum. Er stellte später fest, dass das Schlafzimmer durchwühlt war – das Fenster stand nun komplett offen. Es wurde Schmuck gestohlen.

Einbrecher am Fliegengitter

Auch am Samstagabend trieben Einbrecher ihr Unwesen. So meldete sich eine 61-Jährige aus der Straße Zum Kahleberg in der Waldstadt II. Sie hatte mitbekommen, wie ein Mann in ihre Parterrewohnung einsteigen wollte – die Frau hatte ein Fenster zum Lüften geöffnet. Der war gerade dabei, das Fliegengitter zu entfernen, als die Frau ihn erblickte. Der Täter machte sich daraufhin in unbekannte Richtung davon.

Einbrecher flieht

Kurze Zeit später wurde aus der Teltower Vorstadt ein Einbruch gemeldet. Hier hatte ein 61-Jähriger den Täter, der die Terrassentür aufgehebelt und so in die Wohnung gelangt war, überrascht. Der Einbrecher hatte die Räume bereits durchsucht – als der Geschädigte seine Wohnung betrat, konnte er nur noch sehen, wie der Täter das Weite ergriff.

Bewohner im Nebenraum

Ein weiterer Geschädigter meldete sich vom Schlaatz. Auch bei ihm war eine unbekannte Person über ein geöffnetes Fenster in die Wohnung gelangt – der 55-jährige Geschädigte und seine Frau befanden sich zum diesem Zeitpunkt im Nachbarraum.

Die Polizei fragt: Haben Sie Beobachtungen zu den genannten Sachverhalten oder dem Tatverdächtigen gemacht? Für Hinweise wenden Sie sich bitte an die Polizeiinspektion Potsdam unter: Tel.: 0331-5508-1224 oder die Internetwache.

Wirksamer Schutz vor Einbrechern

Bewohner können ihr Zuhause für Hunderte von Euro mit Sicherheitstüren und Alarmanlagen vor Einbrechern schützen. Wer auf Nummer sicher gehen will, ist damit gut beraten. Aber es gibt auch ein paar Tipps, die sich schon ohne großen finanziellen und baulichen Aufwand umsetzen lassen:

- Licht machen: Einbrecher werden abgeschreckt, wenn man ihnen den Schutz der Dunkelheit nimmt. Bewegungsmelder an Leuchten am Hauseingang, Gartenweg und Kellerabgang enttarnen die Kriminellen. Aber man muss mit allen Tricks rechnen. Die Brancheninitiative Elektro+ rät daher, darauf zu achten, ob Bewegungsmelder im Außenbereich womöglich manipuliert wurden.

- Lärm machen: Nichts ist abschreckender als eine Alarmanlage, die den Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Aber fast noch besser sind die vermeintlichen Geräusche anwesender Bewohner. Warum? Einbrecher sind gerne alleine im Haus. Daher rät die Initiative «Nicht bei mir!», die unter anderem von der Polizeilichen Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes getragen wird, mit Zeitschaltuhren immer wieder Räume zu beleuchten oder das Radio anzumachen. Wer in den Urlaub fährt, sollte den Briefkasten regelmäßig leeren und die Rollläden hoch- und runterziehen lassen. Das Garagentor schließt man am besten, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.

- Keine Hinweise geben: Wer in den Urlaub fährt, sollte das nicht allzu sehr publik zu machen. Dazu gehört laut dem IT-Verband Bitkom, keine Infos über soziale Netzwerke zu verbreiten. Checken sollte man vor der Abreise bereits, dass die automatische Standortübermittlung bei einem Posting deaktiviert ist. Sie kann Kriminellen ebenfalls einen Hinweis liefern, wo eine Wohnung leer steht und ein Einbruch daher gefahrlos möglich ist. Es ist ratsam, die Zeitung abzubestellen, den Anrufbeantworter nicht zu besprechen und blicksichere Kofferschilder zu verwenden. Einbrecher könnten am Flughafen die Adresse ablesen.

- Fenster schließen: Natürlich hilft die tollste Technik nichts, wenn die Bewohner einfachste Regeln nicht beachten: Wer die Wohnung oder das Haus verlässt, sollte alle Fenster schließen und die Türen nicht nur ins Schloss fallen lassen, sondern absperren. Laut den Experten kann sonst auch der Versicherungsschutz erlöschen. Auch sollten keine Schlüssel im Freien deponiert werden - Einbrecher suchen danach.

- Warnanlage installieren: Hier gibt es zwei Varianten, die Einbruchmeldeanlage und die Gefahrenwarnanlage. Erstere soll den Einbrecher mit einem lauten Alarm abschrecken und einen Notruf absetzen. Möglich ist auch das Auslösen eines stillen Notrufs, was der Polizei die Möglichkeit gibt, den nichtsahnenden Täter noch vor Ort zu schnappen. Die Gefahrenwarnanlage schützt vor Einbrecher, aber löst auch Alarm bei etwa Bränden oder Wasserschäden aus.

Sicherheitstechnik kaufen

Es kostet natürlich Geld, sein Haus mit einbruchshemmenden Türen und Fenstern auszustatten. Aber: Den wirkungsvollsten Schutz biete nun mal die richtige Sicherheitstechnik. Fast 40 Prozent aller Einbruchsversuche scheiterten daran.

Wie widerstandsfähig Türen und Fenster sind, zeigen Klassen an: RC 2 empfiehlt die Polizei, RC 6 ist das Maximum. Auch Rollläden haben diese Angaben. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Schlösser haben etwa geschützte Profilzylinder, zusätzliche Zylinderabdeckungen, verlängerte Schließbleche, Einsteckschlösser und Hintergreifhaken. Die polizeilichen Beratungsstellen geben hierzu Auskunft. Aber nicht nur die Haupttüren und Fenster im Erdgeschoss müssen gesichert sein, auch Nebeneingänge und Zugänge zum Keller, Lichtschächte und sämtliche Fenster - auch die in höheren Etagen. Leitern, Mülltonnen und sogar Gartenstühle könnten eine Kletterhilfe sein.

Nach dem Einbruch

Kommt es doch zu einem Einbruch, sollten Hausbesitzer wissen, was gestohlen wurde. Darauf sollte jeder vorbereitet sein: Am besten wird eine Inventarliste erstellt. Die Liste sollte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden. Die Initiative „Nicht bei mir!“ rät, Bezeichnung, Hersteller und Marke, Registernummer, individuelle Merkmale, Neuwert sowie das Kaufdatum zu notieren und die Gegenstände zu fotografieren. Diese Inventarliste wird am besten bei Verwandten, Freunden oder in einem Bankschließfach aufbewahrt.

Betroffene müssen nach einem Einbruch die Polizei rufen. Um Einbruchschäden ersetzt zu bekommen, verlangen Versicherungen die Meldung bei der Polizei, erklärt Karle. Er rät außerdem, beim Abschluss einer Hausratversicherung auf Details wie den Unterversicherungsverzicht und auf eine dem Hausrat entsprechend hohe Versicherungssumme zu achten.

Von Nadine Fabian

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