Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Eine Jugendberufsagentur für Potsdam
Lokales Potsdam Eine Jugendberufsagentur für Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:15 07.09.2017
Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Fragen loswerden, Ideen finden, auf kurzem Weg Hilfe bekommen: All jene, die auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz sind, aber nicht so richtig vorankommen, können aufatmen, denn in Potsdam ist eine neue Anlaufstelle rund um die Berufswahl in Sicht. Noch dieses Jahr bekommt die Landeshauptstadt eine Jugendberufsagentur (JBA), die jungen Menschen die Suche nach einer Arbeitsstelle, einem Ausbildungs- oder Studienplatz erleichtert.

Stadtverordnete sollen in der kommenden Woche den Start besiegeln

Ein entsprechender Antrag macht gerade die Runde durch die Fachausschüsse des Stadtparlaments – eine Formsache, denn das Vorhaben wird von einer breiten Mehrheit getragen. Der Sozialausschuss hat bereits am Dienstag einstimmig zugestimmt. Heute ist der Jugendhilfeausschuss an der Reihe, am kommenden Mittwoch soll die Stadtverordnetenversammlung den Start besiegeln.

„Die Jugendberufsagentur ist für mich und für die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam, Ramona Schröder, eine Herrzensangelegenheit“, sagt der Sozialbeigeordnete Mike Schubert (SPD). „Wir haben in Potsdam zwar eine recht positive Situation, was die Arbeitslosenzahlen betrifft. Das Beste ist aber, man schafft gute Strukturen, wenn man keine Probleme hat – dann hat man später keine Probleme, wenn sich die Situation doch mal anders entwickelt.“

Kurze Wege, gebündelte Beratung

Jugendberufsagenturen gibt es bereits in ganz Deutschland und im Land Brandenburg unter anderem in der Prignitz, in Frankfurt (Oder) und in Cottbus sowie in den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Oberspree-Lausitz und Elbe-Elster. Das Credo: kurze Wege und gebündelte Beratung.

Schon im Dezember sollen die ersten jungen Menschen auch in Potsdam über die JBA einen leichten und übersichtlichen Zugang zu den vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten erhalten. Dafür gehen das Jobcenter, das Jugendamt, das Staatliche Schulamt und die Arbeitsagentur eine Kooperation ein. Sie wollen sich besser abstimmen und idealerweise auch unter einem Dach arbeiten.

Im Oktober sollen die Räume am Horstweg flott gemacht werden

Demnach soll die Jugendberufsagentur in ein Gebäude am Horstweg gegenüber der Arbeitsagentur ziehen. Laut Kooperationsvereinbarung soll der Standort „gut erreichbar und barreirefrei“ sein und die nach außen sichtbare Bezeichnung „Jugendberufsagentur Potsdam“ nebst eigenem Logo tragen. Geht alles glatt, werden die Räume im Oktober/November hergerichtet.

Die Jugendberufsagentur richtet sich an junge Leute zwischen 14 und 25 Jahren, die in Potsdam wohnen oder zur Schule gehen und sich gerade im Überang von der Schule zur Ausbildung oder von der Schule zum Studium befinden – sie richtet sich aber auch an all jene, die noch gar keinen Plan haben, was sie in Zukunft machen wollen. Wer Informationen, Tipps und Ratschläge benötigt oder einfach mal über seine Sorgen reden möchte, ist bei der JBA richtig. Dort soll jeder Jugendliche die individuelle Unterstützung erhalten, die er benötigt. Ziel ist es, die Anzahl junger Arbeitsloser und derer ohne Berufsabschluss zu verringern und mehr junge Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen.

Ein Vertrag mit automatischer Verlängerung

Die Vereinbarung von Landeshauptstadt, Arbeitsagentur, Jobcenter und Schulamt zur Jugendberufsagentur tritt nach Unterzeichnung zum 1. Dezember 2017 in Kraft und endet regulär nach Ablauf von fünf Jahren. Kündigt keiner, verlängert sich die Vereinbarung automatisch um jeweils zwei weitere Jahre.

Jeder Kooperationspartner bringt sich mit eigenem Personal ein. Für die Landeshauptstadt Potsdam hat das Auswirkungen auf den Stellenplan, denn die Vollzeitstelle für die Jugendberufsagentur ist derzeit nicht im Fachbereich Kinder/Jugend/Familie geplant und wird aus einem anderen Fachbereich zur Verfügung gestellt. nf

Von Nadine Fabian

Seit einem Boxkampf im Herbst 2016 ist Eduard Gutknecht ein Pflegefall. Freunde, Bekannte und ein prominenter Schirmherr laden daher heute zu einer Benefizveranstaltung. Aber heute ist auch ein guter Tag für alle, die Drachentöter oder Pubertiere sehen wollen und für Potsdamer, die ihre Chemikalien loswerden müssen. Ach ja: Es werden noch Ruderer gesucht.

07.09.2017

Potsdams Prachtboulevard, die Brandenburger Straße, ist ein unsicheres Pflaster – viele Steine auf der Bummelmeile sind inzwischen zur gefährlichen Stolperfalle geworden. Wenn nicht bald etwas passiert, ist die Fußgängerzone nicht mehr verkehrssicher.

07.09.2017
Potsdam Rathaus lockert Richtlinie - Facebook-Account für das Potsdam-Museum

Das Potsdamer Rathaus lockert die Richtlinien für die Nutzung sozialer Netzwerke. Zum Jahreswechsel sollen das Potsdam-Museum, die Stadt- und Landesbibliothek und eine Abteilung der Volkshochschule eigene Facebook-Auftritte bekommen. Bislang bekommen sie nur über den zentralen Auftritt der Landeshauptstadt Zugang zum sozialen Netzwerk.

06.09.2017
Anzeige