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Potsdam Eine Jurte kommt selten allein
Lokales Potsdam Eine Jurte kommt selten allein
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06:32 26.04.2018
Yoga in der Jurte: Die Sonderanfertigung ist 4,70 Meter hoch und hat eine Fläche von 63 Quadratmetern. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Das Nomadenland hat zuwachs bekommen. Zwischen den beiden bekannten Kirgisischen Jurten erhebt sich nun eine neue noch größere Jurte. Die Kuppel erreicht 4,70 Meter, mit einem Durchmesser von 9 Metern und insgesamt 63 Quadratmetern Fläche finden dort bis zu hundert Menschen gemütlich Platz. „Schnuppernomaden“ nennt Matthias Michel seine Besucher, die in den Jurten Ruhe und Entspannung suchen.

Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt es am Samstag die Möglichkeit, zwischen den Jurten behaglich am Lagerfeuer Stockbrot zu backen, sich die Kochkünste Zentralasiens schmecken zu lassen und den Winter zu vertreiben. Nouruz heißt das Frühlingsfest der Kirgisen, mit dem Matthias Michel die neue Jurte und die Saison eröffnet. Beginn ist um 13 Uhr. Der Kirgisische Kulturverein unterstützt Matthias Michel bei seinem Vorhaben. So bereiten einige Mitglieder Schaschlik, Palav und Borsoki (kleine gefüllte Teigtaschen) frisch zu. Sie zeigen typisch kirgisische Tänze und Spiele, unter anderem das Schafknochen-Spiel. „Wir erwarten Gäste aus der Botschaft, vielleicht sogar den Botschafter persönlich“, sagt Matthias Michel. Er will eine Leinwand in die neue Jurte hängen und für Interessierte Bilder und Filme seiner Kirgistan-Reise zeigen.

Im vergangenen August reiste Matthias Michel nach Kirgistan und besichtigte seine neue Jurte, die extra für in angefertigt wurde. Ein unvergessliches Erlebnis. „Ich bin auf einem Pferd durch die Eingangstür in die Jurte hineingeritten“, erzählt Matthias Michel. „Einfach Wahnsinn!“ Für das Reisegepäck war die Jurte zu groß und wurde daher mit einem Lastkraftwagen im Oktober nach Potsdam gebracht. Hier musste sie jedoch den Winter erstmal in einer Scheune verbringen.

Zukunftstag bei der MAZ: Praktikantin Joseline (11) schreibt ihren Bericht über das Nomadenland. Quelle: Nadine Fabian

Matthias Michel konnte es kaum erwarten, die neue Jurte aufzubauen, da er dieses Jahr noch mehr Menschen raus aus der Stadt und rein in die Natur locken möchte. Im Nomadenland sind alle – ob jung oder alt – willkommen. Kinder können sich Märchen anhören oder die Ferien hier verbringen. Erwachsene können die Jurten für Seminare buchen oder beim Yoga und bei Loungekonzerten runterfahren. Dieses Jahr finden auch wieder das beliebte Slacklinefestival und verschiedene Klettermöglichkeiten statt.

Übrigens: Am 1. Mai ist Anklettern! Matthias Michel wird dann eine Glocke in den höchsten Ast der alten Eiche hängen. Jeder, der es schafft, sie zu läuten, darf sich ins Wipfelbuch eintragen und kann sogar Wipfelsieger werden. Das Angebot ist allerdings wetterabhängig. Irgendwie, so scheint es, steckt Matthias Michel in der Zwickmühle: Klettern, Balancieren und Bogenschießen finden eher bei schönem Wetter statt – aber so wirklich gemütlich wird es in der Jurte erst bei schlechtem, wenn das Feuer im Ofen prasselt und Matthias Michel heißen Tee serviert.

Diese Gemütlichkeit kann man ab sofort auch weltweit über Airbnb buchen. „Die ersten Anmeldungen sind schon da“, sagt Matthias Michel, der es selbst genießt, draußen zu sein. Eine Warnung gibt er seinen Gästen aber mit auf den Weg: „Die Nacht im Volkspark kann ganz schön laut sein – wir haben hier eine Dolby-Surround-Nachtigall.“

Der Zukunftstag

Am Zukunftstag können sich Schüler und Schülerinen verschiedene Berufe anschauen. Im Land Brandenburg hat der Zukunftstag zum 15. mal stattgefunden. Knapp 6000 Schüler und Schülerinnen haben das Angebot dieses Jahr genutzt und konnten unter circa 650 Unternehmen,Institutionen,Berufs- und Hochschulen und Behörden wählen.

In Potsdam haben unter andrem mitgemacht: die Filmuniversität Babelsberg,die Fachhochschule,die Universität, die Landesregierung,die Polizei, das HPI, das Brandenburgische Bildungswerk für Medizin und Soziales,die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste, die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg und das Hotel Mercure.

Bei der MAZ hat Joseline Wesolowski sich als Journalistin ausprobiert. Sie ist 11 Jahre alt, kommt aus Wandlitz (Barnim) und geht in die 6. Klasse.

Von Joseline Wesolowski

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