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Eine entspannte Potsdamer Schlössernacht

17. Potsdamer Schlössernacht Eine entspannte Potsdamer Schlössernacht

Das Unwetter blieb aus, der Besucherschwund nicht: 25.000 Menschen haben am Sonnabend die 17. Potsdamer Schlössernacht besucht – etwa 5000 weniger als im Vorjahr. Mit weniger Pomp, dafür mehr Pop sollen künftig verstärkt junge Leute in den Park Sanssouci gelockt werden.

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Auf der Potsdamer Schlössernacht.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Etwa 25.000 Besucher aus ganz Deutschland pilgerten am Sonnabend zur 17. Potsdamer Schlössernacht durch den erleuchteten Park Sanssouci. Das sind etwa 5000 weniger als noch im Vorjahr. „Wir vermuten, dass es an den Gewitterwarnungen für den Samstagabend lag“, sagte ein Sprecher der Veranstaltung am Sonntag.

Wegen der eher negativen Wetteraussichten war der Vorverkauf in den Tagen vor der Veranstaltung eingebrochen. Am Sonnabend selbst sind aber noch einmal rund 1000 Karten verkauft worden. Eigentlich hat die Schlössernacht Platz für 33.000 Besucher.

Wetter spielt mit

Doch gerade bei den schwülen Temperaturen tat das ausbleibende Gedränge auf der Hauptallee, an den Toilettenhäuschen und den Ständen der Gastronomen der Schlössernacht sehr gut. Die zum größten Teil zugereisten Besucher genossen eine sehr entspannte Atmosphäre und hatten schließlich großes Glück mit dem Wetter – es fiel kein Tropfen Regen. Auch Noteinsätze von Ärzten oder der Polizei wurden nicht bekannt.

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Kostümierte Menschen, beleuchtete Schlösser, Konzerte und mehr: 25.000 Besucher flanieren zur 17. Potsdamer Schlössernacht am 15. August durch den Park Sanssouci.

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Sänger, Stelzenläufer und viel Licht

In dem Welterbepark waren Skulpturen, Fontänen, Pavillons und Schlossbauten wie Sanssouci, Charlottenhof, die Orangerie und das Neue Palais mit Licht in Szene gesetzt.

Kleine Bühnen am Wegesrand, kurzweilige Führungen zu den Schlössern, Gartenpartien und dem Restaurationsprojekt „Neptungrotte“ boten überall Unterhaltung. Viele Besucher kamen in pompösen Barockkostümen – die Damen im Rüschenkleid mit Reifrock und großzügigem Dekolleté, die Herren in farbigen Uniformrock. Auf dem Maschinenteich sang ein Tenor von einem kleinen Boot aus, auf der Hauptallee zogen Stelzenläufer die Besucher an.

Als in der Dämmerung die Wirkung der Lichtinszenierung sichtbar wurde, packten unzählige Besucher Stative aus und hielten die Illuminationen mit Kameras fest. In der Nacht dampften Nebelschwaden aus den Wiesen hervor und steigerten den Effekt der Lichtinstallationen noch einmal.

OB Jakobs bezahlt selbst

Auch Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hatte sich mit Familie und Bekannten am frühen Abend auf den Weg in den Park Sanssouci gemacht – „mit selbstbezahlten Karten“, wie er betonte. „Man bemerkt, dass weniger Menschen hier sind, als im Jahr zuvor. Ich hoffe, dass die Gastronomen trotzdem auf ihre Kosten kommen. Die Stadt profitiert auf jeden Fall, denn die meisten Gäste kommen ja nicht wie die Potsdamer selbst erst um halb neun hierher, sondern machen daraus ein Tagesprogramm oder ein verlängertes Wochenende. Die Schlössernacht ist ein unschätzbarer wirtschaftlicher Vorteil für die Stadt“, sagte Jakobs.

Mit der geplanten Ideensammlung für die Zukunft des Konzepts ab 2017 seien die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) und die Veranstalter-Arbeitsgemeinschaft gut beraten, sagte der Oberbürgermeister. „Man muss nach so vielen Jahren neue Ideen aufgreifen, denn dann findet die Schlössernacht auch wieder ihren Reiz für Leute, die schon fünf Mal hier waren“, sagte Jakobs. Er könne sich auch vorstellen den großen technischen Aufwand nicht nur für das Vorabendkonzert und die Schlössernacht, sondern auch einen dritten Abend zu nutzen.

Immer interessanter für junges Publikum

Schon in diesem Jahr haben die Veranstalter ein deutlich jüngeres Publikum mit dem musikalischen Programm angesprochen. Auf den vier Hauptbühnen und zwei Dutzend kleineren Spielorten spielten vermehrt Pop- und Jazzmusiker.

Feuerwerk im Nebel

Zum Abschluss der Schlössernacht pilgerten die Besucher aus allen Ecken des Parks zum Neuen Palais. Die große Bühne an der Mopke hatte schon den ganzen Abend über das meiste Publikum angezogen. Um halb eins in der Nacht sollte dort die Schlössernacht traditionell mit einem großen Feuerwerk zu Ende gehen. Doch obwohl es sich um ein Höhenfeuerwerk handelte, konnten die Besucher nicht all zuviel davon sehen. Dichter Nebel verschleierte kurz nach Beginn des Schlössernacht-Finales die Sicht. Nicht einmal die Kuppel des Neuen Palais konnte noch ausgemacht werden.

Die Wunschliste für die 18. Schlössernacht am 20. August 2016 wird länger: Etwas mehr Besucher, weder Hitze noch Regen und Nebel nur bis Mitternacht.

Weitere Infos zur Schlössernacht am Montag in der MAZ-Lokalausgabe „Potsdamer Tageszeitung“.

Von Peter Degener

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