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Eine neue Burg auf dem Brauhausberg

Bauen in Potsdam Eine neue Burg auf dem Brauhausberg

Die Juroren sind begeistert: Das Büro Bruno Fioretti Marquez aus Berlin hat den Sieger-Entwurf für die Neubauten rund um den alten Potsdamer Landtag auf dem Brauhausberg geliefert. Einziger Haken: Die Stadtverordneten hatten völlig andere Vorgaben gemacht. Wird das Projekt noch gekippt?

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Der alte Landtag bekommt bauliche Nachbarn.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam, Templiner Vorstadt.  Hinter dem Alten Landtag am Brauhausberg sollen neue Häuser gebaut werden. Favorit ist nun ein Entwurf des Büros Bruno Fioretti Marquez aus Berlin. Stadtplanungschef Andreas Goetzmann stellte die Pläne am Dienstag im Bauausschuss vor: Über den Fundamenten des zerstörten Belvederes auf dem Brauhausberg würde sich als Landmarke am grünen Berghang ein Spitzgiebel erheben, während sich der übrige Baukörper – parallel zum alten Landtag – ins Innere des Grundstücks erstrecken würde. Zwischen den Neubauten und dem früheren „Kreml“ würde ein länglicher Hof entstehen. Saskia Hüneke (Grüne) hatte als Vertreterin des Bauausschusses am Werkstattverfahren teilgenommen. Sie sprach sich ausdrücklich für den Entwurf aus, obwohl es in teilweisem Widerspruch zu den ursprünglichen Vorgaben der Stadtverordneten steht: „Hier unterstütze ich das Ergebnis mit einer größeren als der vorgegebenen Baumasse, weil die hervorragende städtebauliche Lösung das zulässt“, sagte sie.

Potsdam, 20.11.2013 - Im "Kreml" geht das Licht aus: Der alte Brandenburger Landtag auf dem Brauhausberg in Potsdam hat ausgedient, die Abgeordneten ziehen ins Stadtschloss. Ein letzter Rundgang durch die alten Gemäuer.

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Alle sind begeistert von der „Burgstruktur“.

Auch Stadtplanungschef Andreas Goetzmann schwärmte von der „Burgstruktur“, die sich durch die Neubauten an der Flanke des ehemaligen Landtags ergeben würde. Gleichzeitig räumte er ein: „Die Architekten haben gewagt, sich komplett von den Eckpunkten zu verabschieden, was Beschluss der Stadtverordneten war.“

Beschluss der Stadtverordneten ignoriert

Laut Votum der Stadtverordneten hätte der alte Aussichtspunkt Belvedere – einst eine so genannte „Landmarke“ – durch einen neuen Baukörper wieder erlebbar gemacht werden sollen. Im favorisierten Entwurf des Büros Bruno Fioretti Marquez soll der Grundriss des alten Belvederes hingegen nicht überbaut werden, sondern freigestellt bleiben. Auch die Baumasse des Neubauprojekts sollte geringer ausfallen, als im favorisierten Entwurf vorgesehen. Ein städtebaulicher Vertrag sei bereits geschlossen worden , erklärte Goetzmann, allerdings vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Die Vorlage mit dem Entwurf soll in der September-Sitzung eingebracht werden.

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 10.06.2015: Das sind die Pläne für Potsdams „Kreml“

24.11.2013: Mehr ertragen als geliebt: Im „Kreml“ gehen die Lichter aus

Von Ildiko Röd

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