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Potsdam „Eine reine Finanzierungsfrage“
Lokales Potsdam „Eine reine Finanzierungsfrage“
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11:05 25.07.2016
PMSG-Geschäftsführer Raimund Jennert (r.). Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Die erfolgreiche Filiale der Tourismus-Information am Hauptbahnhof kann nur gehalten werden, wenn die Stadt ihren Zuschuss für die Betreibergesellschaft Potsdam Marketing und Service GmbH (PMSG) erhöht. „Der Betrieb einer Tourist-Information ist ein Zuschussgeschäft, der einer dritten Tourist-Information also eine reine Finanzierungsfrage“, erklärt Geschäftsführer Raimund Jennert.

Nach dem Umzug der bisherigen Innenstadt-Filiale vom Brandenburger Tor zum Luisenplatz kurz vor dem Jahreswechsel und der Neueröffnung einer weitere Innenstadt-Adresse am Alten Markt unterhält die Tourist-Information drei Filialen. Wie berichtet, hatte Jennert in der vergangenen Woche vor dem Potsdamer Wirtschaftsrat bekannt gegeben, dass die bislang erfolgreichste Filiale am Hauptbahnhof nun zur Disposition steht.

„Wir können uns drei Tourist-Informationen gar nicht leisten“, sagte Jennert vor dem Gremium. Gegenüber MAZ bestätigte er noch einmal, „dass die Finanzierung einer dritten Tourist-Information im aktuell von der Landeshauptstadt bewilligten Wirtschaftsplan 2016 ab dem vierten Quartal nicht mehr vorgesehen“ sei. Was „fachlich, aber vor allem politisch gewollt ist, soll im Rahmen der Erstellung der Tourismuskonzeption für die Landeshauptstadt geklärt werden“. Aktuell ist der Zuschuss der Stadt für die mit dem Tourismus-Marketing beauftragte PMSG auf 950 000 Euro pro Jahr beschränkt.

Bekannt gegeben wurde die Ausweitung auf drei Filialen einer breiteren Öffentlichkeit im Sommer 2015 mit dem Touristischen Marketingplan der PMSG für 2016. Von einer Filialschließung wie im Wirtschaftsplan ist in dem Papier keine Rede.

Rathaussprecher Jan Brunzlow hatte letzte Woche auf MAZ-Anfrage bestätigt, dass nach ersten Erfahrungen „mit den nun drei Tourist-Informationen ein Abstimmungsprozess zwischen der Stadtverwaltung und der PMSG zum möglichen Weiterbetrieb der Touristen-Information am Hauptbahnhof“ laufe. Eine Entscheidung sei „abschließend erst nach Fertigstellung der Tourismuskonzeption Ende September möglich“. Sollte am Ende entschieden werden, dass es nur zwei Tourist-Informationen geben soll, dann“, so Brunzlow, „bestehen für die Mitarbeiter ausreichend Aufgaben in anderen Bereichen der PMSG, beispielsweise in den Bereichen Kommunikation und Marketing“.

Jennert wies die von der MAZ in einer Zusammenfassung gewählte Formulierung zurück, dass die PMSG nach aktuellem Stand mit dem Betrieb von drei Filialen überfordert sei. Wenn die Anforderungen an die PMSG „zu hoch wären, könnten wir die drei Tourist-Informationen aktuell nicht betreiben“, so der Geschäftsführer. Dies sei aber „problemlos der Fall“.

Von Volker Oelschläger

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