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Einfamilienhaus in Flammen

Groß-Glienicker rettet sein Leben, verliert aber sein Zuhause Einfamilienhaus in Flammen

Ihm blieb nicht einmal die Zeit, Schuhe anzuziehen, so aggressiv waren die Flammen. Auf Socken brachte sich am Donnerstag ein Groß Glienicker aus seinem brennenden Haus in Sicherheit ‒ mit nichts als den Sachen auf dem Leib.

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Feuerwehren aus Fahrland, Sacrow, Babelsberg und Groß Glienicke und aus Potsdam löschten das Haus in Groß Glienicke.

Quelle: Julian Stähle

Groß Glienicke. "Wir haben noch versucht, ein paar Dokumente zu retten", berichtet der Bruder des Brandopfers. "Es war aber schon zu heiß. Wir sind nur noch weg, weg, weg." Bei der vergeblichen Rettungsaktion erlitt der 51-jährige Hausbewohner eine leichte Rauchgasvergiftung; er wurde ambulant versorgt. Doch die Tränen und die Verzweiflung konnten ihm auch die Sanitäter nicht nehmen. "Das Haus war sein ein und alles."

Es war etwa 17 Uhr, als der Dachstuhl des Einfamilienhauses in der Tristanstraße am Mittwoch Feuer fing. Schnell breitete sich die Brunst aus und griff auf Nadelbäume auf den Grundstücken nebenan über. Der schwere Brand hielt die gesamte Nachbarschaft in Atem. Viele Menschen waren aus den Häusern gekommen ‒ aus Angst, aber auch aus Schaulust. Einige mussten am Schlafittchen aus dem Weg bugsiert werden.

Die Feuerwehr war mit 13Fahrzeugen angerückt. 49 Männer und Frauen von der Potsdamer Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Truppen aus Groß Glienicke, Fahrland, Neu Fahrland, Sacrow und Satzkorn waren im Einsatz. Kurz nach 18 Uhr konnten sie melden, dass der Brand gelöscht ist. Weil sie aber immer wieder Glutnester entdeckten, ackerten die Retter noch bis 20 Uhr. Während der Löscharbeiten war die Tristanstraße zeitweise vollständig gesperrt.

Das Haus ist durch die Flammen und das Löschwasser so stark beschädigt, dass es derzeit unbewohnbar ist. Der Hausbewohner kam bei Verwandten unter. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache. Spezialisten der Kriminaltechnik untersuchten gestern die verkohlten Reste des Dachstuhls. Noch ist unklar, wie es zu dem Feuer gekommen und wie hoch der Schaden ist.

Von Nadine Fabian

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