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Einigung im Pfingstbergstreit

Potsdams Politiker bestätigen Kompromiss Einigung im Pfingstbergstreit

Im Streit um die Sanierung des Parks am Pfingstberg ist es zu einer Einigung gekommen. Potsdams Hauptausschuss bestätigte am Mittwoch einen zwischen der Schlösserstiftung, der Privatfirma MDB von Springer-Konzernchef Mathias Döpfner und dem Rathaus ausgehandelte Kompromiss. Kritik kam von den Linken, der Fraktion Die Andere und die Pfingstberg-Initiative.

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Der abgesperrte Pfingstberg-Park. Hinten die mit Planen verhüllte Ruine der Villa Schlieffen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nauener Vorstadt. Der Hauptausschuss hat am Mittwoch den zwischen Schlösserstiftung, der privaten Gesellschaft MDB von Springer-Konzernchef Mathias Döpfner und der Stadtverwaltung ausgehandelten Kompromiss zur Wiederherstellung des Parks am Pfingstberg bestätigt. Die MDB übernimmt demnach die Kosten für die Wiederherstellung und Pflege der Parkanlagen sowie für die Sanierung der maroden Villa Schlieffen.

Im Gegenzug werden der Gesellschaft 13 000 Quadratmeter Fläche im Pufferbereich zwischen dem öffentlich zugänglichen Park und dem bereits privaten Grundstück der Villa Henckel für die private Nutzung zugestanden. 47 000 Quadratmeter Park sollen nach Sanierung analog den Öffnungszeiten des Neuen Gartens für Besucher aufgeschlossen werden.

Gegen den Kompromiss stimmten die Vertreter der Linken und der Anderen. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg kritisiert, dass keine Festlegung getroffen sei, bis wann die seit fast zwei Jahren mit einem Bauzaun abgesperrte Parkanlage wieder geöffnet wird. Eine Sprecherin der Pfingstberg-Initiative kritisierte, die Lösung würde „in eine Bananenrepublik eher passen als nach Potsdam“.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wies das zurück: „Ich verlange von niemandem, dass er in Jubelchöre ausbricht“, so Jakobs, aber über den Bebauungsplan sei „schon viel erreicht“. Der größere Teil des Parks werde öffentlich zugänglich sein und das in besserem Zustand als zuvor. Das aber habe „nichts mit Bananenrepublik zu tun. Hier muss man auch mal Kompromisse eingehen, so schmerzlich sie auch sein mögen“.

Wie berichtet, hatte die Schlösserstiftung als Eigentümerin des verwilderten Parks mit Döpfners MDB einen Nießbrauchvertrag abgeschlossen, weil ihr selbst die Mittel für die Sanierung und Pflege der Anlage fehlten. Protest gibt es, seit der Park mit einem Bauzaun abgesperrt ist. Laut Bebauungsplan muss die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich sein. vo

Von Volker Oelschläger

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