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Potsdam US-Stiftung gibt Geld für den Einsteinturm
Lokales Potsdam US-Stiftung gibt Geld für den Einsteinturm
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18:55 25.06.2015
Weltweit berühmt: der Einsteinturm. Quelle: Foto: Christel Köster:
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Telegrafenberg

Der Einsteinturm auf dem Potsdamer Telegrafenberg gilt als eines der wichtigsten wissenschaftlichen Denkmäler weltweit. Für seinen weiteren Erhalt engagiert sich jetzt auch die in den USA angesiedelte Getty Foundation. Die Stiftung, die sich den Erhalt und die bessere Vermittlung der bildenden Kunst auf die Fahnen geschrieben hat, vergibt für das Sonnenobservatorium eines von insgesamt 14 Förderpaketen – sogenannte Grants – zum Erhalt ausgewählter Gebäude des 20. Jahrhunderts.

Das Leibnitz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) als Träger des weltberühmten Bauwerks des deutschen Expressionismus war von der Stiftung aufgefordert worden, ein Förderprojekt zu formulieren. Insgesamt werden von der Organisation, die als eine der weltweit reichsten Stiftungen gilt, für die 14 Objekte 1,75 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Das AIP erhält für das Sonnenobservatorium das zum Nachweis von Einsteins Relativitätstheorie erbaut wurde, 43000 Euro. Weitere Förderobjekte sind etwa der „Unity Temple“, eine Kirche des Architekten Frank Lloyd Wright’s im US-Bundesstaat Illinois und das Gropius-House von Walter Gropius in Lincoln (Massachusetts).

Nachweis der Relativitätstheorie

Der 1921 fertiggestellte Einsteinturm war das erste Turmteleskop für Sonnenbeobachtungen in Europa.

Gebaut wurde er mit dem Ziel, Albert Einsteins Relativitätstheorie zu überprüfen.

Der Bau des zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam gehörenden Sonnenobservatoriums war eine Reaktion auf eine Sonnenfinsternis 1919.

Während einer Expedition zur besseren Beobachtung der Eklipse war erstmals das Phänomen beobachtet worden, dass selbst Lichtstrahlen von Gravitationszentren wie Sternen abgelenkt werden.

Mit dem Sonnenteleskop sollten Naturerscheinungen, die diese Teile der Relativitätstheorie Einsteins belegen, genauer erkundet werden.

Mit der Unterstützung soll der 1921 fertiggestellte Turm des Architekten Erich Mendelsohn zunächst vollständig digitalisiert werden, schildert der Leiter Carsten Denker. Die Daten sollen festhalten, welche Materialien wie in dem Turm verarbeitet wurden. Entgegen der ursprünglichen Planung wurden beim Bau nicht nur Beton sondern zusätzlich auch Ziegelsteine verwandt. Das führte dazu, dass das Gebäude anfällig für Durchfeuchtungen ist und das eindringende Wasser die Bausubstanz, aber auch wissenschaftliche Geräte gefährdet. Laut Denker lassen sich die nötigen Sanierungen im Rahmen der turnusmäßigen Renovierungen des Instituts durchführen.

Von Gerald Dietz

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