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Eintritt fürs Stadtwerkefest: Streit geht weiter

Stadtwerkefest Eintritt fürs Stadtwerkefest: Streit geht weiter

Carlos Santana, Mia und Andreas Bourani begeisterten in den letzten Jahren die Besucher des dreitägigen Festes im Potsdamer Neuen Lustgarten – kostenfrei. 2018 soll sich das nach 18 Jahren nun ändern. Eine Entscheidung soll bei der nächsten Aufsichtsratssitzung fallen, die Meinung gehen aber auseinander.

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Bislang ist der Eintritt beim Stadtwerkefest kostenlos.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Ob das Stadtwerkefest künftig Eintritt kosten wird oder nicht, entscheidet sich bei der nächsten Aufsichtsratssitzung der kommunalen Stadtwerke am 8. Dezember. Das haben Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und der Stadtwerke-Interimsgeschäftsführer Horst Müller-Zinsius im Hauptausschuss am Mittwochabend erklärt. Müller-Zinsius will allerdings an seinen Plänen festhalten, das bislang frei zugängliche Event in seiner 19. Auflage vom 6. bis 8. Juli 2018 erstmals kostenpflichtig zu machen, wie er im Hauptausschuss bekräftigte.

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Die Potsdamer haben sich die gute Laune vom Regen nicht vermiesen lassen. Sie beklatschten am Samstag Newcomer wie John Apart und Namika und sangen bei den Hits von Juli, Silly und Andreas Bourani lautstark mit.

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EWP-Kunden werden bevorzugt

Wie berichtet, soll der Eintritt dann dreigestaffelt sein: Strom- und Gaskunden der EWP und Abonnenten des Verkehrsbetriebs bekämen ihr Eintrittsgeld über Gutschein erstattet und wären unterm Strich weiter unentgeltlich zu Gast. Die übrigen Potsdamer müssten ohne Erstattung einen Eintritt von fünf bis zehn Euro zahlen. Besucher von außerhalb würden mit 20 bis 30 Euro zur Kasse gebeten. Kinder bis zum 16. Lebensjahr kämen weiter umsonst hinein. Als Gründe für die Neuregelung werden unter anderem Sicherheits- und Kostenfragen genannt. „Über das Ticketing – egal, zu welchem Preis – kann man den Zutritt jeder Person kontrollieren“, erläuterte Müller-Zinsius im Ausschuss.

Unterstützung aus einigen Reihen der Politik

Die Fraktionen SPD und CDU/ANW unterstützen den Vorstoß prinzipiell. „Ich fand die Darstellung – sicherer und kleiner – ganz überzeugend“, sagte Babette Reimers (SPD) in der Debatte: „Es muss aber klar gemacht werden, dass es in erster Linie ein Kundenfest ist.“ CDU-Fraktionschef Matthias Finken sagte, „grundsätzlich“ sei gegen einen Eintritt nichts einzuwenden. Aber: „Man könnte über die Häufigkeit des Festes nachdenken.“ Das Event könnte beispielsweise nur alle zwei Jahre stattfinden, erläuterte Finken am Mittwoch, 1. November, auf Nachfrage. Die Grünen wollen die Pläne hingegen nicht unterstützten. Man hätte sich ein neues Konzept in Richtung Stadtfest gewünscht, sagte Fraktionschefin Janny Armbruster.

Erklärte Gegner eines kostenpflichtigen Festes sind die Linken und die Fraktion „Die Andere“. „Wir sind für die Variante ,Weiter so!’“, erklärte Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg. Eine Änderung könnte aus rechtlicher Sicht problematisch sein, weil die Stadtwerke damit zum kommerziellen Veranstalter würden. Dafür müsste man den Gesellschaftervertrag ändern, so Scharfenberg.

OB Jakobs: Begrenzung der Teilnehmerzahl sinnvoll

Oberbürgermeister Jakobs fasste die Diskussion zusammen. Es gebe zwar auch viele Stimmen gegen einen Eintritt – eine Begrenzung der Teilnehmerzahl wäre aber aufgrund der veränderten Sicherheitsanforderungen sinnvoll. Dafür wären Tickets ein gangbarer Weg, was nicht unbedingt einen Eintrittspreis erfordere, so Jakobs. Er bezweifelte wiederum die Praktikabilität des Systems der Verzehrgutscheine. Er verglich es mit den Coupons, die auf den Autobahnraststätten beim Toilettengang ausgegeben werden.

Alles weiteren Infos zum Stadtwerkefest finden Sie hier.

Von Ildiko Röd

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