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Potsdam Kirchenratsvorsitzender plündert Klingelbeutel
Lokales Potsdam Kirchenratsvorsitzender plündert Klingelbeutel
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17:49 02.09.2015
Der Ex-Kirchenrat bediente sich am Eintrittsgeld für den Turm der Nikolaikirche. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Der langjährige Kirchenratsvorsitzende der Potsdamer Nikolaigemeinde muss wegen des Verdachts der veruntreuenden Unterschlagung vor Gericht. Der 53-Jährige soll zwischen Juli 2009 und Sommer 2013 mehr als 237.000 Euro an Eintrittsgeldern in die eigene Tasche gesteckt haben. Laut Gemeindepfarrer Matthias Mieke hatte der Mann der Gemeinde die Tat schon im Juli 2013 gestanden: „Wir sind immer noch tief erschüttert, dass er Geld veruntreut hat.“

Der Prozess beginnt am 30. September. Die nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil errichtete Kirche in der historischen Stadtmitte gilt als eine der Hauptattraktionen für Touristen in Potsdam. Mieke zufolge hatte der Mann die Einnahmen aus dem Kartenverkauf für die Besteigung des Kirchturms der Nikolaikirche unterschlagen – der Beschuldigte verfügte über den Schlüssel zu mehreren in der Kirche aufgestellten Ticketautomaten. Dort können sich Besucher für fünf Euro pro Person Eintrittskarten kaufen.

Der Mann sei jahrzehntelang Mitglied der Gemeinde und viele Jahre Vorsitzender des Kirchenrats gewesen, sagte Mieke. Er sei in der Gemeinde allen bekannt und hoch geachtet gewesen. „Mit einem solchen Grad der Vertuschung, über Jahre betrieben, hat keiner von uns zu keinem Zeitpunkt gerechnet“, ergänzte der Pfarrer. Die Gemeinde bemühe sich, zwischen der Person des Ex-Kirchenratsvorsitzenden und seinen unrechtmäßigen Handlungen zu unterscheiden und bete für ihn. Der Mann habe sich bereits am 4. Juli 2013 der Gemeinde offenbart und unmittelbar darauf alle seine kirchlichen Ämter niedergelegt, sagte Mieke. Sowohl der Beschuldigte selbst als auch die Gemeinde hätten Anzeige gegen ihn erstattet. Die Gemeinde habe ein hohes Interesse an einer gerichtlichen Klärung, betonte Mieke. Warum der Vorfall erst jetzt der Öffentlichkeit bekannt wurde, sagte er nicht.

Von EPD

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