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Potsdam Elektroinstallationen Wolfram Piechotka wird 35
Lokales Potsdam Elektroinstallationen Wolfram Piechotka wird 35
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00:28 02.04.2018
Elektromeister Wolfram Piechotka aus Neu-Fahrland. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Neu-Fahrland

„Ein Stromschlag ist das zweitschönste Gefühl eines Elektrikers“, witzelt Wolfram Piechotka. In seinem über 45-jährigen Berufsleben habe er schon oft eine gewischt bekommen. Eigentlich sollte ja im spannungsfreien Zustand gearbeitet werden. Manchmal komme man aber eben ran. „Da sind wir gefeit gegen,“ sagt er sicher. „Einen richtig großen Betriebsunfall hatte ich aber noch nie – ich lebe ja noch,“ beruhigt der 64-Jährige.

Genau am 1.April vor 35 Jahren gründete der Potsdamer seine Firma „Wolfram Piechotka Elektroinstallationen“. Von 1970 bis 72 lernte Piechotka in der Gebäudetechnik TGA in Ludwigsfelde Elektriker. Später, 1976, arbeitete er dann im bekannten Lichthaus Ammon Potsdam, wo er auch seinen Meister machte. Er wollte „sein eigener Herr sein“. Aber sich in der DDR selbstständig zu machen, sei gar nicht so einfach gewesen, erzählt er. „Man konnte nur einen Betrieb übernehmen – also musste ich warten, bis etwas frei wird.“ Erst 1983 konnte Piechotka dann die Nachfolge des verstorbenen Reimund Paersch in der Straße der Jugend, heute Kurfürstenstraße, antreten. Einen Monat später konnte er mit einem angestellten Monteur den ersten Auftrag in der Potsdamer Markthallenbäckerei erledigen. „Arbeit gab es genug – nur das Material war manchmal knapp – man brauchte immer gute Kontakte“, erzählt er.

1996 gab es einen großen Rückschlag

Auch nach der Wende lief es die ersten vier, fünf Jahre wunderbar. Dann kam der große Rückschlag. 1996 hatte er einen Auftrag für ein Altenheim in der Potsdamer Weinbergstraße angenommen. Nach Abschluss der Arbeiten blieb er auf der Rechnung sitzen. Der Geschäftsführer hatte sich abgesetzt. 70 000 DM Schaden. „Eine windige Zeit, einige Leute meinten es da nicht so gut,“ erinnert sich der Elektromeister. Material-Rechnungen wurden gestreckt, Rücklagen eingesetzt und der Gewinn für die nächsten zwei bis drei Jahre war weg. Dennoch konnte er seine acht Mitarbeiter halten. „Ans Aufgeben habe ich niemals gedacht,“ meint er. „Da muss man durch.“

Seit 2000 ist die Firma in Neu Fahrland ansässig

Seit 2000 ist er nun mit seiner Firma in Neu-Fahrland am Kirchberg ansässig. Neben ihm arbeiten auch heute noch zwei Monteure, ein Lehrling und seine Frau (61) mit.

Besonders gut gefallen haben ihm die Projekte von Bauherr Günther Jauch, der 2004 beispielsweise dem Eckhaus an der Brandenburger Straße /Friedrich-Ebert-Straße 98 ein neues Outfit verpasste. „Jauch hat kaum aufs Geld geachtet und man konnte die Sachen super umsetzen,“ erinnert er sich. „Das hat Spaß gemacht.“ Trotzdem habe es immer auch Hochs und Tiefs gegeben.

Seit drei Jahren sind die Auftragsbücher wieder voll

Seit etwa drei Jahren ist das Auftragsbuch aber wieder gut gefüllt. Mit zwei bis drei Monaten Wartezeit müsse man sogar für größere Aufträge rechnen. Den Boom erklärt sich Piechotka vor allem durch die günstige Zinspolitik. „Viele Leute investieren in den Bau.“ Gleichzeitig seien immer mehr Betriebe in den letzten Jahren aus Altersgründen ausgeschieden. Seine drei Söhne konnte er nicht überreden, einzusteigen. „Schade, aber ich habe mich damit abgefunden,“ sagt er lachend. Die 40 Jahre möchte er auf jeden Fall noch voll machen. „Und dann darf Schluss sein.“

Von Anne Knappe

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