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Elias vermisst: Der Schlaatz ist solidarisch

Kommentar von Ulrich Wangemann Elias vermisst: Der Schlaatz ist solidarisch

Jede Minute zählt bei der Suche nach dem vermissten Elias aus Potsdam. Seit Mittwoch gibt es keine Spur von dem sechs Jahre alten Jungen. Die Anteilnahme Hunderter zeigt: Der Schlaatz rückt zusammen in schweren Momenten. Das gibt Hoffnung in einem Viertel, das oft in der Kritik stand.

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Ulrich Wangemann zur Solidarität im Schlaatz.

Quelle: MAZ Archiv

Schlaatz. Der Trost ist gar nicht zu überschätzen, den die vielen Helfer der Familie des vermissten Elias spenden. Die zupackende Anteilnahme Hunderter hilft nicht nur den Angehörigen, die Anspannung zu ertragen – sie gibt einem ganzen Stadtviertel, ja der ganzen Stadt Hoffnung, auch wenn immer mehr wertvolle Zeit verrinnt. Es ist ja viel geredet worden über den Schlaatz in den vergangenen Jahren – diesen am meisten gebeutelten aller Potsdamer Stadtteile mit seiner hohen Arbeitslosigkeit, der Tristesse an vielen Ecken, seinen vielfältigen sozialen Problemen.

Bei der Suche nach dem kleinen Elias sind alle anderen Probleme nebensächlich: Der Schlaatz rückt zusammen.

Quelle: dpa

Das verblasst aber angesichts der Solidarität seiner Bewohner in diesem schwierigen Moment. Da ziehen sich die Menschen die Warnwesten über und streifen durchs Unterholz. Sie hätten sich auch vor den Fernseher setzen und über die Schlechtigkeit der Welt und die Grausamkeit des Schicksals klagen können. Haben sie aber nicht. Dafür gehört allen Mitwirkenden in den Freiwilligentrupps unser größter Respekt. Vielleicht hilft Wünschen ja doch etwas – wenn es mit so viel Herz geschieht.

HIER lesen, warum die Menschen bei der Suche helfen >>

Von Ulrich Wangemann

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Von Elias aus Potsdam fehlt bislang noch jede Spur. Hunderte Potsdamer Anwohner beteiligen sich an der Suche nach dem Jungen. Inzwischen sind auch Helfer aus anderen Städten angereist. Wir stellen einige Helfer vor – stellvertretend für alle, die Elias suchen. Darunter sind Rentner und Azubis.

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