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Elias Elias: Ballon-Aktion am Sonntag
Lokales Potsdam Elias Elias: Ballon-Aktion am Sonntag
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07:24 24.07.2015
Im Fall Elias gibt es weiter keine heiße Spur. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Polizei spricht von einem Fall, den es so in den letzten 10 Jahren nicht gegeben hat - seit dem 8. Juli wird der 6-jährige Elias aus Potsdam vermisst. Trotz über 740 Hinweisen gibt es keine heiße Spur zu dem Jungen. Vor rund einer Woche hat die Polizei ihre intensive Suche nach dem Jungen eingestellt. Suchte man bis dahin noch mit rund 160 Polizisten nach dem Jungen, führt nun eine 60-köpfige Soko "Schlaatz" die Suche weiter.

Auch die freiwilligen Helfer haben ihre großangelegte Suchaktion eingestellt. Sie haben in den ersten Tagen nach Elias' Verschwinden die Polizei unterstützt und nach dem Jungen gesucht. Viele Anwohner haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Elias wiederzufinden und rufen für Sonntag zu einer Aktion auf.

Ab 15 Uhr wollen sie vom Sportplatz Falkenhorst Luftballons steigen lassen. An den Ballons werden die Flugblätter mit dem Suchaufruf für Elias befestigt. Die Aktion haben die Organisatoren auf Facebook als ein "Zeichen der Hoffnung und Solidarität" angekündigt. Auch an den Fall der vermissten Inga soll erinnert werden. Das Mädchen ist ebenfalls spurlos vermisst. Die 5-Jährige aus Sachsen-Anhalt ist seit rund 7 Wochen verschwunden. An den Luftballons werden auch Suchaufrufe für Inga hängen. Ebenso sollen Kinderzeichnungen mit den Ballons in die Luft steigen.

Polizei hat auch Tipps aus dem Ausland bekommen

Die Ermittler hätten die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Elias zu finden, sagte der Leiter der Sonderkommission, Michael Scharf. Dass sich der Sechsjährige weiter im Schlaatz aufhält, schließt Scharf aus. „Wenn er noch lebt, dann muss er irgendwo anders sein.“

Es seien auch Tipps aus dem Ausland eingegangen. Jedoch würden aber keine gesicherten Erkenntnisse darüber vorliegen, dass Elias ins Ausland gebracht wurde, sagt Polizeisprecher Heiko Schmidt. Natürlich würden die Beamten auch Hinweisen aus Berlin nachgehen. In der Bundeshauptstadt seien bereits Personen überprüft worden, jedoch ohne auf verwertbare Spuren zu treffen, hieß es.

Soko bespricht Ergebnisse regelmäßig

Die 60-köpfige Soko arbeitet laut Schmidt weiter intensiv an dem Fall. Sie hat sich in den Räumen der Mordkommission auf dem Areal der Polizeiinspektion Potsdam einquartiert; ihr gehören Großteile der Potsdamer Zentralen Kriminalpolizei an. In drei täglichen Runden werden aktuelle Ergebnisse im der 13-köpfigen Führungsstab besprochen. Unter anderem gebe es mehr als 300 Stunden Videomaterial von Überwachungskameras sowie mehr als 1000 Fotos, hieß es. Teile dieser Aufzeichnungen seien erst vor kurzem eingetroffen. Experten sind noch mit der Auswertung befasst.

Generell würden die Ermittlungen in einem Vermisstenfall so lange laufen, bis der Gesuchte gefunden wird, sagte Scharf im MAZ-Interview. Natürlich seien auch Querverbindungen zum Fall der Anfang Mai bei Stendal (Sachsen-Anhalt) verschwundenen fünfjährigen Inga geprüft worden. Beiden Fällen sei das spurlose Verschwinden der Kinder innerhalb kürzester Zeit gemeinsam.

MAZonline

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