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Demo für die geschasste Schlaatz-Pfarrerin

Potsdam: Fall Elias Demo für die geschasste Schlaatz-Pfarrerin

Ute Pfeiffer, die im Sommer die ehrenamtlichen Helfer bei der Suche nach Elias (6) seelsorgerlich begleitet hatte, ist am Schlaatz sehr beliebt. Dennoch wurde sie nun von der Kirchenleitung freigestellt. Am Sonnabend um 10 Uhr wollen Pfeiffers Unterstützer vor der Versöhnungskirche dagegen demonstrieren.

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Die Unterstützer der geschassten Pfarrerin Ute Pfeiffer bereiteten am Freitagnachmittag die Plakate für die Demo am Sonnabend vor.

Quelle: Christel Köster

Schlaatz. Der Eklat rund um die Freistellung von Schlaatz-Pfarrerin Ute Pfeiffer durch Superintendent Joachim Zehner weitet sich immer mehr aus. Immer mehr Kritiker der Entscheidung gehen auf die Barrikaden. Neuer Höhepunkt: Eine Demo am Sonnabend um 10 Uhr vor der Versöhnungskirche im Kirchsteigfeld, wo die Kreissynode tagt. Dort wollen die Demonstranten den Vertretern des Kirchenkreises Potsdam eine Petition übergeben mit der Bitte, die Freistellung der Pfarrerin rückgängig zu machen.

Wie berichtet, hat sich Pfeiffer insbesondere wegen ihrer einfühlsamen Betreuung des ehrenamtlichen Helfer, die an der Suche nach dem verschwundenen Jungen Elias (6) beteiligt hatten, einen Namen gemacht. Für Empörung sorgt nun auch, dass die freigestellte Theologin am Sonntag um 10 Uhr nicht beim Gottesdienst in der Sternkirche dabei sein wird, bei dem für die beiden ermordeten Jungen Elias und Mohamed gebetet wird. „Auch wenn die meisten von uns Atheisten sind, so ist Ute Pfeiffer doch die Pfarrerin unseres Vertrauens“, sagte Gaby Franz, Sprecherin des Helfer-Teams, am Freitag. Zu den Unterzeichnern der Petition zählen auch Kirchenmitglieder und Institutionen: das Stadtteilmanagement Stadtkontor, „Wildwuchs“-Streetworker, das Bürgerhaus am Schlaatz, das Friedrich-Reinsch-Haus, der Kinderklub „Unser Haus“.

Mittlerweile geht die Kirchenleitung in die Offensive. Heike Krohn, Sprecherin der Landeskirche, sagte am Freitag der MAZ, dass es seit über einem Jahr „intensive Gespräche“ zwischen Pfeiffer, dem Kirchenkreis und der Kirchengemeinde gegeben habe. „Nach einer Mediation und dem Wunsch von Kirchenkreis und Kirchengemeinde, Lösungen zu finden, wurde deutlich, dass Pfeiffer dafür nicht zur Verfügung stehen kann und will.“ Deshalb sei mit ihr schon im Sommer „einvernehmlich vereinbart“ worden, dass Pfeiffer sich um eine andere Pfarrstelle bemüht.

Laut Krohn ist die offizielle Sicht folgende: „Der Kirchenkreis ist in der Gesamtverantwortung, dass Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren Begabungen am bestmöglichen Ort im Kirchenkreis arbeiten und ihre Aufgaben wahrnehmen können und dass ein gedeihliches Miteinander möglich ist.“ Aber: „Das war in der Sterngemeinde offenbar nicht gegeben.“ Im Trauerfall Elias gilt: „Für die Menschen am Schlaatz und in der Nachbarschaft ist natürlich weiterhin Pfarrer Andreas Markert von der Sternkirchengemeinde da und begleitet sie seelsorgerlich“, so Krohn.

Von Ildiko Röd

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