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Elias Elias-Suche: Soko „Schlaatz“ schrumpft
Lokales Potsdam Elias Elias-Suche: Soko „Schlaatz“ schrumpft
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16:12 14.08.2015
Der lebensfrohe Elias ist seit mehr als fünf Wochen spurlos verschwunden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Es war fast zu erwarten: Die Hoffnung, Elias lebend zu finden, ist bei der Polizei geschwunden. Polizeisprecher Christoph Koppe sagte im MAZ-Gespräch: „Das ist ein kriminalistischer Erfahrungswert. Je länger jemand vermisst wird, umso unwahrscheinlicher ist es, dass er noch lebend gefunden wird.“ Nun wurde die Sonderkommission „Schlaatz“ erneut verkleinert. Zuletzt waren noch 45 Ermittler im Einsatz. Jetzt seien es „deutlich weniger“, erklärte ein Polizeisprecher am Freitag. Eine genaue Zahl wollte er aber nicht nennen.

Je nach Zahl der Hinweise werde die Soko entweder hoch- oder runtergefahren. Weil es aber aktuell fast keine neuen Hinweise gibt, werden auch nicht mehr so viele Ermittler benötigt.

Die Suche nach Elias: Eine Chronologie >>

Der Erstklässler ist seit dem frühen Abend des 8. Juli verschwunden. Er wollte zu einem Spielplatz in der Nähe der mütterlichen Wohnung im Stadtteil Schlaatz. Die Polizei hat inzwischen mehr als 1000 Anwohner und Zeugen befragt und mehr als 300 Stunden Videomaterial sowie 1000 Fotos ausgewertet. Insgesamt beteiligten sich 1900 Beamte an Suchaktionen.

Anteilnahme am Verschwinden von Elias ist groß

Die Menschen nehmen weiterhin großen Anteil an der Suchaktion. Nachdem Chef Ermittler Michael Scharf ganz offen formuliert hatte, dass kaum eine Hoffnung bestehe, möchte Dana Kasimirs noch nicht aufgeben: „Bevor man die Hoffnung ganz und gar aufgibt..wurde denn auch mal in den umliegenden leerstehenden Lagerhallen oder Industriegebieten nach ihm gesucht sowie Baustellen? In anderen Umgebungen die paar Kilometer entfernt sind“, schreibt sie auf der MAZ-Facebookseite.

Viele MAZ-Leser wünschen der Familie viel Kraft und andere können sich kaum erklären, wieso der Junge so ganz ohne Spur verschwunden ist. „Keine einzige Spur? Kann ich alles nicht begreifen. Wie vom Erdboden verschluckt“, schreibt Tanja Lindner. Manch einer hat eine Erklärung oder stellt zumindest offen in den Raum, ob Elias nicht vielleicht ins Ausland verschleppt worden sein könnte.

Die Tendenz ist eindeutig: Viele Menschen glauben, Elias könnte Opfer eines Verbrechens geworden sein – und das nicht erst, seit die Polizei klare Worte gefunden hat. Christoph Koppe von der Polizei betont allerdings weiterhin, dass kein Anfangsverdacht für ein Verbrechen vorgelegen habe. Deshalb würde man auch weiterhin Straftat und Unfall gleichwertig behandeln.

Von MAZonline

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