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Elias Elias-Suche: Die Spur der Mantrailer-Hunde
Lokales Potsdam Elias Elias-Suche: Die Spur der Mantrailer-Hunde
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19:25 29.07.2015
Am Mittwoch kamen erneut Mantrailer-Hunde zum Einsatz – dieses Mal in der Innenstadt, hier in der Friedrich-Ebert-Straße. Elias wird seit drei Wochen gesucht. Quelle: Peter Degener
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Innenstadt

Mit Hunden suchte die Polizei am Mittwoch in der Potsdamer Innenstadt nach dem seit dem 8. Juli vermissten Elias (6).

Wie die Polizei gegenüber der MAZ bestätigte, war zur Mittagszeit sogenannte Mantrailer-Hunde auf dem Platz der Einheit im Einsatz. Dorthin hatte sie bereits in der vergangenen Woche eine Spur direkt aus dem Schlaatz geführt, wo Elias wohnt und vor drei Wochen zum letzten Mal gesehen worden ist.

Die Route der Mantrailer-Hunde

Weil sich die Hunde vergangene Woche aber nach dem Marsch aus dem Plattenbaugebiet in die City am Platz der Einheit ermüdet abgelegt hatten, habe man eine Pause gemacht und die Spur nun wieder aufgenommen, sagte Polizeisprecher Heiko Schmidt der MAZ.

Der nun eingesetzte Hund lief laut Schmidt vom Platz der Einheit über den Bassinplatz, durch die Friedrich-Ebert-Straße und die Pappelallee, vorbei Volkspark bis nach Bornstedt. Dort endete der Einsatz vorerst. Ob und wann der Hund erneut zum Einsatz kommt – und ob möglicherweise der Weg bis zur Autobahn weiterverfolgt wird –, wollte Schmidt nicht sagen.

Mantrailer-Hunde sind in der Lage, die Spur eines Menschen zu verfolgen, auch wenn dieser sich vor längerer Zeit an einem Ort aufgehalten hat. Weil die Brandenburger Polizei aber selbst keinen so speziell ausgebildeten Hunde besitzt, müssen sie aus anderen Bundesländern oder von Privatpersonen angefordert werden.

Weit über 800 Hinweise

Inzwischen sind 830 Hinweise bei der Polizei eingegangen. „800 haben wir abgearbeitet“, so der Polizeisprecher. Bei vielversprechenden Spuren würden auch immer wieder Spezialhunde zum Einsatz kommen. Zudem sei man weiter damit beschäftigt, die nähere Nachbarschaft rund um den Inselhof zu überprüfen – das betrifft rund 1200 Anwohner. „Wir befragen noch immer die Leute im Schlaatz, nehmen Kontakt zu denen auf, mit denen wir bislang nicht sprechen konnten, verschicken Vorladungen“, so Schmidt. „Das machen wir bis zum letzten Mann. Wir erwarten noch einiges an Beobachtungen.“ Zwar würden nach drei Wochen immer weniger Hinweise zum Fall Elias eingehen. „Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Bevölkerung sind aber noch immer relativ groß. Gerade erst heute haben wir davon erfahren, dass die Such-Plakate sogar an der Ostsee hängen.“

Keine Spur von Elias – bis jetzt

Was mit dem Jungen passiert ist, ist völlig unklar. Mit zunehmender Zeit hält die Polizei ein Verbrechen für immer wahrscheinlicher. Einen konkreten Hinweis darauf gibt es aber nicht.

Elias ist am Mittwoch, 8. Juli, am Nachmittag zuletzt auf einem Spielplatz gesehen worden. Danach verlor sich jede Spur von dem Jungen. Noch am Abend seine Verschwindens startete die Polizei eine Suche, wie es sie in Brandenburg zuvor nicht gegeben hat. Rund zwei Wochen waren täglich mehr als 150 Polizisten im Einsatz, die das Wohngebiet durchstreiften, Bewohner und Passanten befragten, das Gelände rund um die Nuthe durchkämmten. Das Flüsschen wurde sogar ausgebaggert. An der Suche beteiligten sich auch hunderte freiwillige Helfer, vor allem Anwohner aus dem Schlaatz. Doch bisher gibt es keinen Hinweis, aus dem sich eine konkrete Spur ergeben hätte.

INFO: Eine Chronologie der Ereignisse

Von Nadine Fabian

Der sechs Jahre alte Elias aus dem Schlaatz in Potsdam ist seit 3 Wochen verschwunden. Am Mittwoch ist die Polizei einer Spur in der Potsdamer Innenstadt nachgegangen. Dort haben Hunde den Platz der Einheit abgesucht. Bislang liegen über 800 Hinweise zu Elias’ Verschwinden vor.

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