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Elias Mediziner schildert Details zur Elias-Obduktion
Lokales Potsdam Elias Mediziner schildert Details zur Elias-Obduktion
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10:13 16.03.2017
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Potsdam

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Silvio S. wird am Dienstag, dem 9. Verhandlungstag, Michael Tsokos aussagen. Er hat den Körper von Elias obduziert, seine Untersuchungen dokumentiert und wird im Prozess sein Gutachten vortragen. Der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Berliner Charité gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet, ist als Krimi-Autor auch weit darüber hinaus bekannt und tritt regelmäßig im Fernsehen auf.

Tsokos trat schon im Maike-Thiel-Prozess in Erscheinung

Schon im Maike-Thiel-Prozess – dem „Prozess ohne Leiche“ – erlang Tsokos für ein Live-Experiment im Gerichtssaal hohe Aufmerksamkeit. Damals im September 2013 hatte der Gerichtsmediziner versucht, am Arm des Tatverdächtigen mittels einer UV-Lampe eine Narbe sichtbar zu machen, die ihm Maike im Todeskampf durch einen Biss zugefügt haben könnte.

Der MAZ gewährte er einen Blick in seinen Tatort-Koffer

Für die MAZ öffnete der 49-jährige Forensiker vor Kurzem seinen Tatortkoffer und erklärte, wie er mit Augentropfen, Thermometern und einem Reizstromgerät arbeitet. Im Interview sagte er, dass er schon 200 000 Leichen gesehen habe und wie sehr ihn jeder Todesfall von Kindern bewegt.

Viel Wirbel hatte Tsokos ausgelöst, als er im Mai 2009 einen mumifizierten weiblichen Torso, der seit Jahrzehnten schon im Keller der Charité lagerte, als mögliche Rosa Luxemburg präsentierte. Das Institut für Rechtsmedizin der Charité leitet Michael Tsokos seit Anfang 2007.

2004/05 war er im Auftrag des Bundeskriminalamtes zur Identifikation der deutschen Tsunami-Opfer in Thailand tätig, davor im Auftrag des Bundeskriminalamts in Bosnien und im Kosovo an der Exhumierung und Identifizierung von Leichen aus Massengräbern beteiligt.

Von MAZonline/Michaela Grimm

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