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Elias-Prozess: Bestatter im Zeugenstand

Prozess in Potsdam Elias-Prozess: Bestatter im Zeugenstand

Nach der Mutter von Elias und ihrem Lebensgefährten müssen im Doppelmordprozess gegen Silvio S. (33) externe Zeugen aussagen: Der Bestattungsunternehmer, der den Jungen beerdigen musste, ist geladen. Die MAZ klärt auf, welche Zeugen an den nächsten Prozesstagen zu erwarten sind.

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Fotograf beim Prozess gegen Silvio S.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Kinder Elias (6) und Mohamed (4) hat das Landgericht Potsdam eine Zeugenliste für die nächsten Prozesstage bekannt gemacht. Nachdem am Montag der Chef des Angeklagten Silvio S. (33), ein Bekannter sowie Leute aus der Gartensparte in Luckenwalde, wo Elias‘ Leiche gefunden wurde, angehört werden, sind am Dienstag gleich acht Zeugen vorgesehen: Der Inhaber sowie ein Mitarbeiter des Beerdigungsinstituts, welches Elias bestattet hat, ferner ein Bekannter des Angeklagten, Zeugen aus dem Umfeld des Kindes sowie eine Polizeibeamtin.

Ende des Monats beginnt dann die Zeugenvernehmung zum Komplex Mordfall Mohamed. Am Montag, 27. Juni, sollen die Mutter und die Schwester des Flüchtkingskindes aussagen, Begleiter der bosnischen Familie und eine Zeugin, die Beobachtungen im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin-Moabit gemacht hat, gehört werden. Von dort hatte Silvio S., wie er im Polizeiverhör gestand, Mohamed mitgenommen.

– Das sind die Richter und Anwälte – eine Übersicht zu den Beteiligten.

Der Inhaber einer Videothek sowie drei Polizeibeamte kommen dem Gericht nach am Dienstag, 28. Juni, zu Wort. Außerdem werden drei Polizeibeamte Aussagen machen. An den drei folgenden Prozesstagen werden vor allem Ermittler schildern, was sie herausgefunden haben. Gutachter werden ebenfalls angehört. Der rechtsmedizinische Sachverständige und der psychiatrische Sachverständige sind jeweils vom 20. Juni bis zum 19. Juli geladen. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, ob der Angeklagte voll zurechnungsfähig ist.

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Am 8.Juli 2015 war der kleine Elias aus dem Potsdamer Stadtteil Schlaatz plötzlich verschwunden. Was folgte, war eine lange und aufwendige Suche der Polizei und freiwilliger Helfer. Doch von dem Jungen fehlte jede Spur. Als im Oktober der Flüchtlingsjunge Mohammed aus Berlin als vermisst gemeldet wurde, geriet Silvio S. als mutmaßlicher Entführer ins Visier der Ermittler. Dann der Schock: Er soll auch Elias entführt haben.

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Von Ulrich Wangemann

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Liveticker zum Nachlesen

Am Montag haben Kollegen und Bekannte des mutmaßlichen Kindermörders Silvio S. vor dem Potsdamer Landgericht ausgesagt. Als ruhiger und "seltsamer Typ" ist er beschrieben worden. Besonders interessant sind die Aussagen eines Kollegen gewesen - sie lassen vermuten, dass S. seine Taten geplant haben könnte. Die Aussagen können Sie im Liveticker nachlesen.

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Chronologie der Ereignisse

Elias verschwand am 8. Juli 2015 spurlos. Die wochenlange Suche nach ihm brachte keinen Erfolg. Im November schließlich die schreckliche Gewissheit, der Junge wurde getötet. In der Chronologie haben wir die Ereignisse seit Elias' Verschwinden Woche für Woche zusammengefasst.

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