Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Elias: Intensive Suche ist beendet

Künftig 60 statt 150 Polizisten im Einsatz Elias: Intensive Suche ist beendet

Die intensive Suche der Polizei nach dem vermissten Elias (6) aus Potsdam ist beendet. Künftig wird sich eine Soko "Schlaatz" der Polizei um den Fall kümmern. Ihr gehören etwa 60 Polizisten an. Bislang hatten sich täglich mehr als 150 Polizisten an der Suche nach dem Jungen beteiligt.

Voriger Artikel
Nuthe-Suche erfolglos - freiwillige Helfer ziehen sich zurück
Nächster Artikel
Immer mehr Hinweise, aber keine heiße Spur

Elias wird seit dem 8. Juli vermisst

Quelle: dpa

Potsdam. Seit 11 Tagen haben hunderte Polizisten und Freiwillige nach dem vermissten Elias (6) aus Potsdam gesucht. Nun folgt die Zäsur, der wohl wichtigste Einschnitt bei der Suche nach dem Jungen.  Wir haben alle Hinweise zu Suchmaßnahmen geprüft und sind ihnen nachgegangen. Damit beenden wir die intensive Suche mit der Bereitschaftspolizei und werden nun innerhalb der SOKO die Ermittlungen weiterführen ,“ sagte Michael Scharf, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion West am Sonntagabend. 

>>> Eine Chronik der Elias-Suche finden Sie auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/elias

Am Sonntag haben noch über 110 Polizisten nach Elias gesucht. Dazu sind rund um den Schlaatz, dort wurde Elias am 8. Juli zuletzt gesehen, Wälder und Wiesen abgesucht worden. Außerdem durchsuchte die Polizei unterirdische Kanalschächte. Wegen des starken Regens musste die Suche am Sonntag für einige Stunen unterbrochen werden.

Bereits am Sonnabend hatten die freiwilligen Helfer in einer im Internet veröffentlichten Erklärung ihre intensive Suche für beendet erklärt.

Ermittlungen

Diese drei Theorien verfolgt die Polizei:

1. Elias ist ausgerissen: Das hält die Polizei für unwahrscheinlich

2. Elias ist verunglückt: Der Junge ist beim Spielen abgerutscht, hat sich eingeklemmt. Weil die Personenspürhunde immer wieder an der Nuthe anschlagen, hält es die Polizei für wahrscheinlich, dass Elias beim Spielen in die Nuthe gerutscht sein könnte.

3. Elias ist Opfer eines Verbrechens geworden: Dafür gibt es auch weiterhin keine Anhaltspunkte.

60-köpfige Soko übernimmt nun die Suche

Von Elias fehlt seit dem 8. Juli jede Spur. Seitdem waren mehr als 1750 Polizisten im Einsatz um nach dem Jungen zu suchen. Täglich waren etwa 150 bis 160 Beamte im Einsatz. Auch Helfer der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerk waren dabei. Man habe das nähere Wohnumfeld des Jungen komplett absuchen können, bis auf wenige Ausnahmen, sagte Scharf am Sonntag. Nun werde eine 60-köpfige Soko die Suche nach Elias weiterführen. In den kommenden Tagen werde man dazu Zeugenbefragungen durchführen. Außerem sollen alle Hinweise abgearbeitet werden. Bis Sonntag lagen der Polizei rund 650 vor.

Die mobile Wache im Schlaatz wird bis auf Weiteres rund um die Uhr besetzt bleiben, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Bislang war nur geplant, die Wache bis Montag besetzt zu lassen. "In der Wache können sich Bürger persönlich an die Polizei wenden“, sagt Scharf, „die Verlängerung der Standzeit haben wir beschlossen, um dem Informations-/Hinweisbedürfnis der Bürger gerecht zu werden.“ 

In Berlin wird ab Montag wieder auf Infotafeln um Hinweise zum Fall Elias gebeten. Auf 17 Tafel wird der Suchaufruf veröffentlicht. Die Aktion wird zunächst bis Freitag laufen und wird von der Initiative "Vermisste Kinder" initiiert. Die Aktion war zu Beginn dieser Woche gestartet und zunächst bis diesen Freitag gelaufen, nun wird sie verlängert.

Polizei dankt den freiwilligen Helfern

Die Polizei hat Sonntag auch den freiwilligen Helfern für ihre Unterstützung gedankt. Der Soko-Chef Sven Mutschischk und Michael Scharf sagten in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie von der Hilfsbereitschaft der Anwohner überwältigt und beeindruckt waren. „Neben dem Dank an alle Einsatzkräfte, möchte ich nochmals allen freiwilligen Helfern und Unterstützern für Ihre Mühe und investierte Zeit danken“, sagte Michael Scharf am Sonntagabend.

Trotz großer Suchaktion keine Spur von Elias

Elias wird seit 11 Tagen vermisst. Am 8. Juli war er am späten Nachmittag zuletzt auf einem Spielplatz im Schlaatz gesehen worden. Danach verlor sich jede Spur von ihm. Seit seinem Verschwinden läuft eine beispiellose Suchaktion nach dem 6-Jährigen. Ein Polizeisprecher nannte sie gegenüber der MAZ "ein Novum". Hundert Polizisten durchkämmten den Schlaatz, befragten Anwohner, ließen die Nuthe ausbaggern und absenken. Auch viele Freiwillige unterstützten die Polizei. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte ein Polizeisprecher dazu. Allein - eine Spur von oder zu Elias gibt es nicht.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Suche nach Elias

Seit Donnerstag hat die Polizei bei der Suche nach dem sechsjährigen Elias verstärkt die Nuthe durchsucht. Der Fluss ist ausgebaggert, der Pegel abgesenkt worden - ohne Erfolg. Die Suche ist späten Mittag beendet worden. Unterdessen haben die freiwilligen Helfer ihren Rückzug angekündigt.

mehr
Mehr aus Elias
Chronolgie
Chronologie der Ereignisse

Elias verschwand am 8. Juli 2015 spurlos. Die wochenlange Suche nach ihm brachte keinen Erfolg. Im November schließlich die schreckliche Gewissheit, der Junge wurde getötet. In der Chronologie haben wir die Ereignisse seit Elias' Verschwinden Woche für Woche zusammengefasst.

mehr