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Der Tod des kleinen Elias aus Potsdam

Chronologie der Ereignisse Der Tod des kleinen Elias aus Potsdam

Elias verschwand am 8. Juli 2015 spurlos. Die wochenlange Suche nach ihm brachte keinen Erfolg. Im November schließlich die schreckliche Gewissheit, der Junge wurde getötet. In der Chronologie haben wir die Ereignisse seit Elias' Verschwinden Woche für Woche zusammengefasst.

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Lebenslang und Sicherungsverwahrung für Silvio S. gefordert
Quelle: Ralf Hirschberger

Potsdam. Der sechsjährige Elias wurde am Mittwoch, 8. Juli 2015, im Schlaatz zuletzt gesehen. Seitdem fehlte von ihm jede Spur. Die Suche nach Elias und die Hoffnung, er könnte leben, dauerten 18 Wochen an. Im November dann die schreckliche Gewissheit, Elias ist tot. Umgebracht von dem Brandenburger Silvio S. Wir haben die Wochen nach dem Verschwinden des kleinen Jungens dokumentiert - Woche für Woche.

1. Woche | 2. Woche | 3. Woche | 4. Woche | 5. Woche | 6. Woche | 7. Woche | 8. Woche | 9. Woche | 10. Woche | 11. Woche | 12. Woche | 13. Woche | 14. Woche | 15. Woche | 16. Woche | 17. Woche | 18. Woche | 19. Woche | 20. Woche | 21. Woche | 22. Woche | 23. Woche | 24. Woche | 25. Woche | 26. Woche | 27. Woche | 28. Woche | 29. Woche | 30. Woche | 31. Woche| 32. Woche | 33. Woche | 34. Woche | 35. Woche | 36. Woche | 37. Woche | 38. Woche | 39. Woche | 40. Woche | 41. Woche | 42. Woche | 43. Woche | 44. Woche | 45. Woche | 46. Woche | 47. Woche | 48. Woche | 49. Woche | 50. Woche | 51. Woche | 52. Woche | 53. Woche | 54. Woche | 55. Woche | 56. Woche | 57. Woche | 58. Woche | 59. Woche | 60. Woche |

1. Woche

Mittwoch, 8. Juli
Am Mittwochnachmittag gegen 17:30 Uhr verabschiedet sich Elias in der Potsdamer Neubausiedlung Schlaatz von seiner Mutter. Er geht vor die Tür, um draußen auf einem Spielplatz vor dem Haus zu spielen.

Um 18:43 Uhr will die Mutter den Jungen zum Abendbrot holen, doch Elias ist nicht mehr da.

Gegen 19 Uhr wird Elias vermutlich das letzte Mal gesehen. Die Polizei hat deswegen einen Zeugenaufruf gestartet, sie sucht vier Kinder, die Elias zwischen 18 und 19 Uhr auf dem Spielplatz gesehen haben sollen. Auch eine Frau will Elias gegen 19 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarkts gesehen haben.

Um 19:13 Uhr meldet die Mutter ihren sechsjährigen Sohn bei der Polizei als vermisst.

Sofort läuft die Suche an und dauert die Nacht hindurch an. Beteiligt sind Suchhunde aus Potsdam und Berlin sowie ein Hubschrauber der Brandenburger Polizei. Der Helikopter sucht auch am Donnerstag noch die Neubauwohngebiete Schlaatz, Stern und Waldstadt sowie den Fluss Nuthe bis hin zur Mündung in die Havel ab.

Schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag suchten Dutzende Einsatzkräfte und Freiwillige nach Elias.

Quelle: Julian Stähle

Die Nachricht hatte sich zudem rasend schnell via Facebook verbreitet und zahlreiche Helfer auf den Plan gerufen, die meisten selber Eltern. Schon in der anbrechenden Dunkelheit streifen etwa 20 Bürger mit Taschenlampen und Handylicht durch den Schlaatz, suchten das Ufer der Nuthe, mehrere Wäldchen und eine Bahnstrecke ab.

Donnerstag, 9. Juli
Suchhunde gehen trotz Regenwetters verschiedenen Fährten nach; von Zeit zu Zeit werden die Tiere und ihre Führer ausgetauscht. Ihre Fährte haben sie von persönlichen Dingen des Jungen aus aufgenommen, unter anderem einer Zahnbürste. Außerdem suchen Taucher mehrfach die Nuthe ab.

Am Donnerstag suchen Taucher auch in der Nuthe nach Elias.

Quelle: MAZ

Bereitschaftspolizisten klingeln in allen umliegenden Häusern und fragen die Anwohner nach Beobachtungen. Wer beim ersten Mal nicht zu Hause angetroffen wird, bekommt am späten Donnerstagabend noch einmal Polizeibesuch, da jeder Hinweis für die Suche von Bedeutung ist.

Insgesamt sind rund 160 Einsatzkräften, 50 Feuerwehrleuten, mehrere Suchhunden und viele hundert Bürger - laut inoffiziellen Angaben bis zu 500 - bei der Suche beteiligt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit , die Mantrailerhunde sogar noch weit darüber hinaus, wird das Wohngebiet Schlaatz systematisch nach Elias abgesucht.

Diese Suchbemühungen bleiben erfolglos.

Freitag, 10. Juli
Am Freitagmorgen wird die Suche kurz nach Sonnenaufgang fortgesetzt. Um kurz nach 8 Uhr startet die Polizei im Schlaatz von Elias weitere Nachforschungen und befragt Anwohner und Passanten.

Die Polizei um kurz nach 8 Uhr im Potsdamer Neubaugebiet Schlaatz.

Quelle: Jacqueline Schulz

Wenig später verkündet Jana Birnbaum, Pressesprecherin der Polizeidirektion West, dass das Gelände noch einmal durchgekämmt wird. "Der Junge ist wie vom Erdboden verschluckt", sagt sie. Unter den etwa 50 Hinweisen aus der Bevölkerung sei keine heiße Spur.

Auch Spürhunde sollen wieder zum Einsatz kommen. Die Kripo-Teams werten zudem weiter Bildmaterial aus Straßenbahnen, Bussen und einem Supermarkt aus.

Gegen 11 Uhr veröffentlicht die Polizei einen erneuten Aufruf. Zwar sind bisher 63 Hinweise eingegangen, so die Polizei-Pressesprecherin Jana Birnbaum, aber eine heiße Spur ist nicht dabei.

Am Nachmittag zeigt sich die Mutter von Elias und bricht in Tränen aus. Sie bedankt sich für die Anteilnahme und die Hilfe.

Sonnabend, 11. Juli
Die Suche geht intensiv weiter.

Sonntag, 12 Juli
Bis 7 Uhr sind bei der Polizei 216 Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur gibt es jedoch weiterhin nicht.

Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot weiter nach Elias, weitere Anwohner werden befragt, und Bereiche nordöstlich des Schlaatz' werden abgesucht.

Es sind auch weiter freiwillige Helfer unterwegs, seit dem Wochenende beteiligen sich Reiter an der Suche, einige kommen sogar aus Polen.

Bis zum Abend gehen bei der Polizei 236 telefonische Hinweise ein, doch eine heiße Spur gibt es weiterhin nicht. Auch die Auswertung von Videomaterial aus Überwachungskameras bringt nichts.

Montag, 13. Juli
Am 6. Tag des Verschwindens des kleinen Elias sucht die Polizei wieder verstärkt im Wasser. Dabei wird nicht mehr nur in der Nuthe gesucht. Die Polizei scheint auch das Schlimmste nicht mehr auszuschließen: im Wohngebiet Schlaatz, in dem Elias verschwunden ist, sind Leichenspürhunde im Einsatz.

Doch die Helfer geben nicht auf. Jetzt haben sie sogar einen sehr prominenten Unterstützer: Schauspiel-Star Matthias Schweighöfer hilft bei Elias-Suche.

Am Abend veröffentlicht die Polizei einen dringenden Zeugenaufruf, später folgt ein Hinweis eines vermeintlichen Augenzeugen: Elias soll am Tag vor seinem Verschwinden an der Nuthe gewesen sein. Hat es ihn am Tag seines Verschwindens wiederholt dorthin gezogen? Die Polizei hüllt sich in Schweigen.

Wenig später dann noch ein Aufreger: ein Flugblatt kursiert im Internet. Dort sind drei Namen und drei Telefonnummern angegeben - und der Hinweis: "Bitte alle Hinweise ERST an die Einsatzleitung per Telefon durchgeben und NICHT die Polizei anrufen!!".

Dienstag, 14 Juli
Obwohl sich alle Hinweise auf den Verbleib des 6-jährigen Elias bisher zerschlagen haben, ermittelt die Polizei auch heute fieberhaft weiter. Am Morgen sind wieder Taucher sind im Einsatz. Am Nachmittag zieht die Polizei auf einer einberufenen Pressekonferenz eine Bilanz der bisherigen Suche. Dabei gehen die Ermittler auch auf den umstrittenen Flyer ein: ein Missverständnis, heißt es. Das Engagement der Helfer wird an sich aber ausdrücklich gelobt.

Die Polizei macht aber auch klar, dass die Suche der freiwilligen Helfer jetzt eingestellt werden könne. Eine heiße Spur hat sich trotz 324 Hinwiesen aber bisher noch immer nicht ergeben. Die Hoffnung schwindet, aber die Suche geht weiter, stellt die Polizei klar.

2. Woche

Mittwoch, 15. Juli
Bei der Polizei liegen inzwischen über 300 Hinweise vor, eine heiße Spur ist nicht darunter. Unterdessen hat die Polizei die Suche in der Nuthe weiter intensiviert.

Am Abend strahlt das ZDF in seiner Sendung "Aktenzeichen XY" einen Suchaufruf aus. Nach der Sendung bekommt die Polizei doppelt soviele Hinweise wie sonst in einer Nacht. Aber auch der Mittwoch vergeht ohne eine konkrete Spur.

Donnerstag, 16. Juli
Weil die Spürhunde immer wieder an der Nuthe anschlagen konzentriert sich die Polizei verstärkt auf das Gebiet rund um das Flüsschen. Wie in den Vortagen sind rund 150 Polizisten im Einsatz.

Um den Jungen zu finden lässt die Polizei nichts unversucht, ein Teil der Nuthe wird ausgebaggert.

Freitag, 17. Juli
Die Polizei konzentriert ihre Suche weiter auf die Nuthe, der Fluss wird um 20 Zentimeter abgesenkt. Eine Spur, wo Elias sein könnte, gibt es allerdings noch nicht.

Weiterhin sind es drei Theorien, die verfolgt werden:

1. Elias ist ausgerissen: Das hält die Polizei für unwahrscheinlich

2. Elias ist verunglückt: Der Junge ist beim Spielen abgerutscht, hat sich eingeklemmt. Weil die Personenspürhunde immer wieder an der Nuthe anschlagen, hält es die Polizei für wahrscheinlich, dass Elias beim Spielen in die Nuthe gerutscht sein könnte.

3. Elias ist Opfer eines Verbrechens geworden: Dafür gibt es auch 14 Tage nach dem Verschwinden des Jungen keine Anhaltspunkte.

Ein Polizeisprecher nennt die Suche nach Elias ein Novum.

Bei der Polizei liegen um die 600 Hinweise vor, die meisten Spuren haben sich nicht bestätigt. Die Suche nach Elias ist längst ein bundesweites Thema - das zeigt die Zahl der Hinweise, die bei der Polizei eingehen. Auch der eines Sehers ist darunter.

Sonnabend, 18. Juli
Die Bundeswehr hilft bei der Suche nach Elias. Die Nuthe wird weiter ausgebaggert.

Eine Spur gibt es nicht. Die freiwilligen Helfer geben ihren Rückzug bekannt. Ihre intensive Suche nach dem Jungen wird deutlich zurückgefahren. In ihrer Mitteilung bedanken sie sich für die Unterstützung. Ihren Rückzug führen sie aber auch auf den Druck der Polizei zurück, die am Dienstag die Suche der Helfer für beendet erklärt hatte.

Sonntag, 19. Juli
Das Wochenende dürfte eine Zäsur bei der Suche nach Elias sein. Erst kündigen die freiwilligen Helfer ihren Rückzug an. Einen Tag später zieht die Polizei nach.

"Wir haben alle Hinweise zu Suchmaßnahmen geprüft und sind ihnen nachgegangen. Damit beenden wir die intensive Suche mit der Bereitschaftspolizei und werden nun innerhalb der SOKO die Ermittlungen weiterführen ," sagte Michael Scharf, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion West am Sonntagabend.

Montag, 20 Juli
Die Polizei durchsucht noch einmal mehrere Fernwärmeschächte. Damit ist die großangelegte Suche nach dem Jungen nun vorbei.

Dessen ungeachtet, gehen bei der Polizei weiter Hinweise ein. Die mobile Wache im Schlaatz steht auch noch da.

Dienstag, 21. Juli
Über 650 Hinweise zu dem kleinen Elias sind bisher eingegangen. Jedoch hat sich bisher keine heiße Spur ergeben.

Vielleich helfen übersinnliche Kräfte? Hellseher melden sich bei der Polizei. Unter anderem Michael Schneider - die MAZ hat mit ihm gesprochen.

3. Woche

Mittwoch, 22. Juli
Die MAZ hat mit Soko-Chef Michael Scharf darüber gesprochen, wie die Polizisten die Ermittlungen leiten, mit wem man zusammenarbeitet und wielange die Suche nach Elias fortgeführt wird. Er macht klar: " Wir haben nach wie vor keinen Verdacht und keine These zum Verschwinden des Jungen".

Donnerstag, 23. Juli
Seit mehr als zwei Wochen ist der kleine Elias aus Potsdam verschwunden - und für die Polizei wird der Fall immer rätselhafter. So ein spurloses Verschwinden habe es in den vergangenen zehn Jahren nicht gegeben, sagt Polizeisprecher Heiko Schmidt. Obwohl aktuell 742 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen seien, habe sich nach Auswertung von mehr als 600 Tipps keine heiße Spur ergeben - auch nicht die Hinweise eines Hellsehers.

Freitag, 24. Juli
Wir haben uns in "seinem" Viertel umgesehen: " Schlaatz - ein verkannter Kiez in Potsdam". Von Elias selbst fehlt aber auch zwei Wochen nach seinem spurlosen Verschwinden jede Spur. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Für den Sonntag haben die freiwilligen Helfer eine ganz besondee Aktion angekündigt.

Sonntag, 26. Juli
Mehr als 100 bunte Luftballons mit der Botschaft vom vermissten Elias wurden am Sonntagnachmittag im Wohngebiet am Schlaatz auf die Reise geschickt. Bisher war die Suche der Polizei und Helfer nach dem sechsjährigen Jungen.

Montag, 27. Juli
Der Polizei liegen bis jetzt 802 Hinweise vor. Der Großteil wurde bereits überprüft - ohne Ergebnis. Die Polizei erklärt, dass die rund 60-köpfige SoKo 'Schlaatz' ihre Maßnahmen intensiv weiterführt. "Das schließt natürlich auch weitere Suchmaßnahmen nicht aus", so der Leitende Polizeidirektor Michael Scharf, Stabsleiter der Polizeidirektion West.

Die mobile Polizeiwache nahe des Bürgerhauses am Schilfhof wird abgebaut. Zwei Polizisten waren dort bis zum 27. Juli rund um die Uhr als Ansprechpartner in dem vom THW gemieteten Führungsraum-Anhänger tätig, doch in den letzten Tagen kamen immer weniger Hinweise. Am vergangenen Wochenende wurde nur noch ein einziger ein Hinweis gegeben..

Hinweise können weiterhin über die Telefonnummer 0331-5508-1108 sowie per E-Mail an sokoschlaatz.pdwest@polizei.brandenburg.de an die Polizei weitergegeben werden.

Dienstag, 28. Juli
Die mobile Internetwache im Schlaatz ist geschlossen.

Mittwoch, 29. Juli
Die Polizei sucht mit Hunden in der Potsdamer Innenstadt nach Elias. Wie die Polizei gegenüber der MAZ bestätigt, sind am Mittwochmittag sogenannte Mantrailer-Hunde auf dem Platz der Einheit im Einsatz.

4. Woche

Freitag, 31. Juli
Die Mutter von Elias und ihr Lebensgefährte erklären sich für eine polizeiliche Rekonstruktion des 8. Julis bereit. Zusammen mit den Beamten wird der Tagesablauf der kleinen Familie am Tag des Verschwindens nachgestellt - an originalen Aufenthaltsorten an jenem Tag.

Samstag, 1. August
Die Polizei hat bisher etwa 880 Tipps bekommen. Mehr als 800 seien ausgewertet, sagte Polizeisprecher Heiko Schmidt. Eine heiße Spur gibt es auch heute nicht.

Sonntag, 2. August
Bis Sonntagmorgen gingen rund 890 Tipps ein, mehr als 860 davon seien ausgewertet, teilt Polizeisprecher Heiko Schmidt mit.

Montag, 3. August
Die "Soko Schlaatz" wird um 15 Ermittler verkleinert. Damit sind noch 45 Ermittler in der Sonderkommission zusammengefasst.

Dienstag, 4. August
Die Hinweise werden weniger, die Sonderkommission ist verkleinert worden, aber die Anteilnahme nimmt nicht ab.

Ein Rapper aus Lutherstadt Wittenberg veröffentlicht einen Song für Elias.

Mittwoch, 5. August
Heute vor genau vier Wochen ist der sechsjährige Elias verschwunden. Von ihm fehlt weiterhin jede Spur.  Der Chef der Soko "Schlaatz", Michael Scharf, hat in seiner polizeilichen Laufbahn einem solchen Fall noch nie erlebt.

5. Woche

Donnerstag, 6. August
Riesenschreck am Donnerstagnachmittag in Potsdam: Wieder wird ein Kind vermisst. Doch diesmal ist die Suche der Polizei nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt. Der 9-jährige Leon hatte einfach nur keine Lust, nach dem Hort nach Hause zu gehen - ohne seiner Großmutter Bescheid zu sagen. Zum Glück ist Leon wieder da. Doch von Elias fehlt weiter jede Spur.

Montag, 10. August
Ein Administrator der Facebook-Seite "Suche Elias" gibt bekannt, dass die Gruppe "auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter von Elias" zum 01.09.2015 heruntergefahren und geschlossen wird. Die Gruppe, so heißt es, "erfüllt seit geraumer Zeit nicht mehr ihren Sinn. Die permanenten Provokationen einzelner Mitglieder sind nicht mehr tragbar. Die Debatten haben größten Teils nichts mehr mit der eigentlichen Thematik zu tun."

Auf der Internetseite www.Suche-Elias.de wird derweil eine Mitteilung veröffentlicht. Darin bedanken sich die Administratoren für die nicht müde werdenden Unterstützer. Stolz wird verkündet, dass es ab sofort den Flyer mit dem Elias-Suchaufruf auch auf Dänisch gibt.

Damit macht der Zettel nun in sechs verschiedenen Sprachen seine Reise um die Welt: deutsch, englisch, polnisch, spanisch, italienisch, französisch und dänisch.

Eine Unterseite von www.allmystery.de, eines der größten Diskussionsforen im Internet, hatte sich ebenfalls vom ersten Tag an mit dem Fall Elias beschäftigt. Am Dienstag war dort - vorerst - Schluss. Die Begründung lautete: "Da es keine Neuigkeiten gibt, stattdessen alles infrage gestellt wird und man immer wieder und wieder erwähnen muss, dass häusliche Unfälle und häusliche Gewalt (natürlich nur gut gemeint und natürlich nicht als Verdacht...) am häufigsten sind, ist hier vorerst mal Feierabend."

6. Woche

Mittwoch, 12. August
Am Vormittag wird auf Facebook eine Veranstaltung von der ' Bürgerinitiative Elias ' erstellt. Darin heißt es, dass es "weiterhin sehr viele Anfragen" gibt, warum die [freiwillige] Suche nach dem Sechsjährigen nicht weitergeht. Die Bürgerinitiative will aus diesem Anlass am Donnerstag, 13. August 2015, um 16:45 Uhr "noch einmal eine Suchaktion im Schlaatz durchführen". Diese Aktion, so heißt es weiter, sei mit den Behörden abgesprochen und soll sich lediglich auf das Wohngebiet beschränken, um die Anwohner vor Ort nochmals für das Thema zu sensibilisieren. In ersten Kommentaren - auch bei www.facebook.com/MAZonline - heißt es jedoch, dass das "alles sehr komisch" klingt. Angeblich, so ein Medienbericht, soll auch der TV-Sender RTL zu der Aktion kommen. Doch das schien eine Fehlmeldung. Nach eigenen Angaben habe man kein Fernsehteam dazu gebeten. Ohnehin gehe man nicht davon aus, dass Medien vor Ort sein werden.

Donnerstag, 13. August
Die Hoffnung, Elias lebendig zu finden, ist bei der Polizei geschwunden . In der sechsten Woche nach dem Verschwinden des kleinen Jungen sagt Chef-Ermittler Michael Scharf: "Wir rechnen nicht mehr damit, dass Elias noch lebt." Er gehe mitsamt der Sonderkommission von einem Verbrechen aus. Insgesamt 950 Hinweise wurden inzwischen nahezu alle abgearbeitet. Allerdings nehme man sich einige, die bisher nicht relevant schienen, erneut vor. Man habe etwa Spielzeug gefunden, das nicht Elias gehörte. Möglicherweise habe man den lebensfrohen Jungen beim Spielen damit weggelockt.

Freitag, 14. August
Die Potsdamer Polizei hat ihre Sonderkommission weiter verkleinert. Zuletzt waren noch 45 Ermittler im Einsatz. Jetzt seien es "deutlich weniger", erklärte ein Polizeisprecher. Eine genaue Zahl wollte er nicht nennen.

Samstag, 15. August

In der Postwurfsendung "Einkaufaktuell" erscheint der Suchaufruf zu Elias. Damit kommt der Flyer in rund 20 Millionen Haushalte bundesweit.

Quelle: MAZonline

Allmystery.de schaltet die Diskussion wieder frei. Der Moderator macht aber klar, dass "Verwandte und Bekannte nicht mehr in die Verdächtigenrolle hinein diskutiert" werden dürfen. Jeder Diskussionsteilnehmer habe sich an die bekannten Fakten zu halten und "nicht über Szenarien zu denen es überhaupt keine Anzeichen gibt" zu spekulieren. Sollte diess nicht der FAll sein, so die Ansage, "ist das Thema durch und der Thread geht ins Archiv".

7. Woche

Mittwoch, 19. August
Ein anonymer Spender setzt 50.000 Euro Belohnung für den entscheidenen Tipp aus: 10.000€ für sachdienliche Hinweise, der zum Auffinden von Elias führen bzw. weitere 40.000€ - sollte Elias Opfer einer Stratat geworden sein - für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters und zur Aufklärung der Tat beitragen, wenn der Täter rechtskräftig verurteilt wird. Die Polizei teilt am gleichen Tag mit, dass sie bisher 1005 Hinweise auf den Aufenthaltsort des Jungen bekommen habe. Eine konkrete Spur sei nicht dabei, sagte ein Sprecher.

RTL zeit eine Reportage über vermisste Kinder. Scwerpunkt des Films ist die Suche nach Elias.

Quelle: Screenshot/ RTL

Donnerstag, 20. August 2015

Der Elias-Flyer kommt in der 3. Liga des Deutschen Fußballs an. Der FC Energie Cottbus veröffentlicht am Vormittag den Suchaufruf auf seiner Facebook-Seite.

Quelle: Screenshot/ Facebook Energie Cotbus

8. Woche

Sonntag, 30. August
Die Facebook-Seiten "Bürgerinitiative Elias" sowie "Suche Elias" sind (temporär?) offline. Der "Newticker Elias" wird dagegen noch weitergeführt. Regelmäßig wird dort über den Stand der Dinge und die Berichterstattung an sich berichtet.

9. Woche

Mittwoch, 2. September
Die neunte Woche bricht an und noch immer wissen die Ermittler nicht, was Elias zugestoßen sein könnte. "Wir haben nach wie vor keine heiße Spur", erklärt Polizeisprecher Christoph Koppe. Nach wie vor sucht eine Hand voll von Spezialisten nach dem Grundschüler. Sollten sich neue Hinweise ergeben, könnte die Sonderkommission "Schlaatz" sofort wieder personell hochgefahren werden, betonte Koppe.

Freitag, 4. September
Die Polizei veröffentlicht einen Zeugenaufruf. Die "Soko Schlaatz", so heißt es in der Mitteilung, sucht nach dunklem Kombi. Mehrere Zeugen hätten demenstsprechend übereinstimmende Aussagen gemacht.

Dienstag, 8. September
Acht Wochen nach dem Verschwinden von Elias haben wir uns in "seinem" Stadtteil umgesehen. Viele Eltern machen sich immer noch Gedanken über das Verschwinden des Jungen. Einige lassen ihre Kinder nicht mehr alleine zur Schule gehen.

10. Woche

Donnerstag, 10 September
In einer öffentlichen Sitzuung des Ausschusses für Inneres und Kommunales im Landtag Brandenburgs wird über den aktuellen Sachstand zu den Ermittlungen im Fall des vermissten Elias berichtet.

Montag, 14. September
Mehr als 1200 Hinweise sind bisher eingegangen, teilt ein Polizeisprecher mit. Diese hätten die Ermittler aber kaum einen Schritt nach vorne gebracht.

11. Woche

Es gibt keine neuen Erkenntnisse, Hinweise oder Spuren.

12. Woche

Donnerstag, 24. September
Der "Fall Elias" ist so gut wie nicht mehr in den Medien präsent: Es gibt keine neuen Erkenntnisse, keine Spuren, nichts. Einige Menschen machen sich deswegen Sorgen, dass Elias in Vergessenheit gerät. Über Facebook wird daher dazu aufgerufen, Bilder von Elias und der ebenso immer noch vermissten Inga zu teilen. Zudem wird für einen Spendenaufruf geworben. Mit dem Geld, so heißt es, soll bei zukünftigen Vermisstenfällen "schneller und besser" geholfen werden - und auch Fall Inga und Elias wollen die Initiatoren "weiterhin Plakate drucken lassen". Aber auch hier ist Zurückhaltung zu spüren. Das angedachte Projekt ist mit 1375 Euro veranschlagt - bisher (Stand: 25.09.2015) gespendet hat eine Person. 

Dienstag, 29. September
Die Polizei in Stendal geht noch immer davon aus, dass die verschwundene Inga lebend gefunden wird. Die Polizei in Potsdam hat ja dagegen bekanntlich die Hoffnung aufgegeben, dass Elias noch lebt. Die Suche gestaltet sich auch zunehmend schwieriger. Die Hinweise gehen zudem nur noch spärlich ein, teilt die Polizei mit.

13. Woche

1. Oktober
Der vierjährige Mohammed wird in Berlin vermisst. Der kleine Flüchtlingsjunge aus Bosnien-Herzegowina wurde zuletzt heute auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin-Moabit gesehen. Dort soll seine Mutter ihn aus den Augen verloren haben. Seitdem sei der Junge spurlos verschwunden. Nach einer Anzeige ermittle nun die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes. Zudem wird mit Plakaten nach dem Jungen gesucht.

14. Woche

Donnerstag, 8. OKtober
Im Fall Mohammend veröffentlicht die Polizei Bilder einer Überwachungskamera. Wenig später gehen die ersten Hinweise ein.

Samstag, 10. Oktober
Mehr als drei Monate nach dem Verschwinden des kleinen Elias überprüft die Polizei in Potsdam Halter eines bestimmten Autotyps. Zum Ermittlungsstand sagte Chef-Ermittler Michael Scharf in einem Interview der "Potsdamer Neuesten Nachrichten": "Die Halter werden noch überprüft. Da werden einige Befragungen folgen." Vor einiger Zeit hatten die Ermittler einen Aufruf zu einem dunklen Kombi gestartet. Damals hieß es, dass mehrere Zeugen den Wagen mit abdunkelten Scheiben gesehen hätten. Scharf sagte der Zeitung: "Wir gehen davon aus, dass der Fahrer möglicherweise etwas gesehen hat."

15. Woche

Freitag, 16. Oktober
Seit genau 100 Tagen ist der kleine Elias verschwunden und noch immer gibt es keine konkrete Spur. Wir haben uns rund um sein Zuhause umgehört: Ist er schon vergessen? Bitter, aber selbst eine Pfarrerin räumt ein, dass Elias in den Hintergrund gerät.

16. Woche

Es gibt keine neuen Erkenntnisse, Hinweise oder Spuren.

17. Woche

Montag, 26. Oktober
Die polnische Polizei fasst den Entführer eines Dreijährigen aus Nuthetal. Drei Wochen hatte die Mutter um das Leben des Kleinen gezittert. In Berlin geht derweil die Suche nach dem vierjährigen Flüchtlingsjunge Mohamed weiter. Jetzt wurden neue Videos vom mutmaßlichen Entführer veröffentlicht und eine hohe Belohnung für Hinweise ausgegeben.

18. Woche

Freitag, 30. Oktober
Der Entführer des kleinen Mohamed wird geschnappt. Er gibt den Mord an dem 4-Jährigen zu - und gesteht, dass er auch Elias getötet hat. In einer Gartenanlage bei Luckenwalde wird eine Kinderleiche gefunden.

Samstag, 31. Oktober
Die Kinderleiche aus der Gartenanlage wird obduziert. In Potsdam treffen sich die Menschen zu spontanen Trauerfeiern. Sie zünden Lichter an, legen Blumen und Stofftiere ab.

Sonntag, 1. November
Die schreckliche Gewissheit: Bei der Kinderleiche aus Luckenwalde handelt es sich um Elias. Die Ermittlungsbehörden geben auf einer Pressekonferenz Details zu den Kindermorden bekannt.

Montag, 2. November
Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin geben den Fall des getöteten Flüchtlingsjungen Mohamed (4) an die Kollegen in Brandenburg ab. "Die Soko Mohamed ist aufgelöst", sagt der Berliner Polizeisprecher Stefan Redlich.

Trauer auch bei den Mitschülern von Elias. Heute hätte Elias seinen ersten Tag in der Zweiten Klasse gehabt.

Dienstag, 3. November
Die Stadt Potsdam nimmt Abschied von Elias. Im Schlaatz kommen an diesem Dienstagabend hunderte Menschen zu einer Gedenkveranstaltung zusammen. Die Menschen trauerten still, einige weinten.

Zu der Veranstaltung hatten Stadt und Kirchen eingeladen. Ein Kerzenmeer erinnert an das Schicksal des 6-Jährigen.

Mittwoch, 4. November

Es wird bekannt, dass der mutmaßliche Mörder von Elias und Mohamed bald in die Justizanstalt in Brandenburg an der Havel überstellt werden soll.

19. Woche

Donnerstag, 5. November

Der vierjährige Mohamed wird in Berlin beigesetzt. Es werden neue Details in diesem Fall bekannt.

Freitag, 6. November

Neue, grausige Details werden bekannt. Ermittler haben auf dem Smartphone des mutmaßlichen Mörders Silvio S. (32) aus Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) Fotos von Jungen und Mädchen gefunden - darunter auch Mohamed und Elias.

20. Woche

Donnerstag, 12. November

Das Obduktionsergebnis steht fest: Elias soll missbraucht und stranguliert worden sein.

Montag, 16. November

Elias wurde im engsten Kreis seiner Angehörigen beigesetzt. Die Familie des Jungen bittet darum, die Privatsphäre zu respektieren. Wo der Junge, der Anfang Juli im Schlaatz entführt worden war, beerdigt wurde, ist nicht bekannt.

21. Woche

Donnerstag, 19. November

Der Kleingarten in Luckenwalde (Teltow-Fläming), in dem die Leiche des 6-jährigen Elias aus Potsdam gefunden wurde, ist nun eine Gedenkstätte.

22. Woche

Keine neuen Nachrichten

23. Woche

Dienstag, 8. Dezember

Es wird bekannt, dass Psychologen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam den mutmaßlichen Mörder von Elias unteruchen. Es soll festgestellt werden, ob er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war.

24. Woche

Einen großen Anteil an der Festnahme des 32-Jährigen hat seine Mutter. Sie hat jetzt in einem Interview erzählt, wann ihr klar wurde, dass ihr Sohn der Täter sein könnte. Es war ein Bericht in der MAZ.

25. Woche

Keine neuen Nachrichten

26. Woche

Keine neuen Nachrichten

27. Woche

Keine neuen Nachrichten

28. Woche

Donnerstag, 7. Januar

Silvio S., mutmaßlicher Mörder von Elias und Mohamed, soll im Frühjahr angeklagt werden, heißt es. Zudem wird bekannt, dass Polizei und Staatsanwaltschaft kurz vor Weihnachten in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) nach weiteren Opfern gesucht und dazu zwei Kleingärten umgegraben haben.

29. Woche

Keine neuen Nachrichten

30. Woche

Keine neuen Nachrichten

31. Woche

Mittwoch, 3. Februar

In Potsdam "spazieren" anhänger der Pegida-Bewegung durch den Schlaatz, der Heimat von Elias. Während der Demonstration spielen die Veranstalter ein Lied gegen Kinderschänder ab.

32. Woche

Donnerstag, 4. Februar

Die Familie des getöteten Elias wehrt sich gegen die Vereinnahmung ihres Kindes. Sie wollen mit den Islamfeinden nichts zu tun haben und denken an den ebenfalls ermordeten Mohammed.

33. Woche

Samstag, 13. Februar

Ein Zeitungsbericht besagt, dass der mutmaßliche Mörder des kleinen Elias aus Potsdam kurz nach der Tat der verzweifelten Mutter eine Trauerkarte geschickt hat. Als Absender hatte er die Adresse eines Bestattungsinstituts in Brandenburg an der Havel angegeben. Die Beileidskarte mit ein paar nüchternen Worten kam jedoch nie bei der Mutter des Jungen an.

34. Woche

Keine neuen Nachrichten

35. Woche

Keine neuen Nachrichten

36. Woche

Keine neuen Nachrichten

37. Woche

Montag, 14. März

Mordanklage gegen mutmaßlichen Mörder von Elias & Mohamed erhoben.

38. Woche

Keine neuen Nachrichten

39. Woche

Keine neuen Nachrichten

40. Woche

Ende März

Die Akten der Staatsanwaltschaft offenbaren das ganze Grauen der Taten des mutmaßlichen Mörders von Elias und Mohamed.

41. Woche

Keine neuen Nachrichten

42. Woche

Keine neuen Nachrichten

43. Woche

Montag, 11. April

Die Staatsanwaltschaft gibt bekannt, dass noch im April über die Zulassung der Anklage entschieden wird.

44. Woche

Donnerstag, 21. April

Das Landgericht Potsdam lässt die Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder der Kinder Elias und Mohamed zu.

45. Woche

Keine neuen Nachrichten

46. Woche

Keine neuen Nachrichten

47. Woche

Keine neuen Nachrichten

48. Woche

Dienstag, 17. Mai

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Kinder Elias (6) und Mohamed (4) startet am 14. Juni. Das teilt eine Sprecherin des Landgerichts Potsdam mit.

49. Woche

Keine neuen Nachrichten

50. Woche

Montag, 30. Mai
Die genauen Termine für den Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Kinder Elias (6) und Mohamed (4) wurden bekannt gegeben. Ein Dutzend Termine wurden festgelegt. Erster Prozesstag ist am Dienstag, 14. Juni 2016 - genau 342 Tage nach dem Tod des kleinen Elias.

51. Woche

Keine neuen Nachrichten

52. Woche

Keine neuen Nachrichten

53. Woche

Dienstag, 14. Juni

Prozessauftakt am Landgericht Potsdam. Die Öffentlichtkeit wird trotz der Anträge der Verteidiger von Silvio S. nicht vom Prozess ausgeschlossen. Die Verhandlung beginnt unter hohen Sicherheitsauflage.

Hier der Liveticker zum Nachlesen.

54. Woche

Montag, 20. Juni
Zweiter Verhandlungstag im Prozess gegen Silvio S. Bekannte und Kollegen des Angeklagten werden befragt. Alle zeichnen ein ähnliches Bild des mutmaßlichen Mörders - zurückhaltend und ruhig.

Dienstag, 21. Juni
Der dritte Verhandlungstag endet mit einer Überraschung:  Der Richter verliest einen Brief des Angeklagten Silvio S.

55. Woche

Montag, 27. Juni
Der vierte Verhandlungstag steht ganz im Zeichen der Entführung und Tötung Mohameds. Gleich zu Beginn gibt es zwei emotionale Aussagen.

Dienstag, 28. Juni
Im Zeugenstand stehen am heutigen fünften Verhandlungstag Polizeibeamte, die von ihren bizarren Funden bei der Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten berichten.

56. Woche

Montag, 4. Juli
Im Zeugenstand sagen die Polizisten aus, die Silvio S. nach dem Hinweis seiner Mutter Zuhause abgeholt und festgenommen haben.

Dienstag, 5. Juli
Im Prozess gegen Silvio S. sagen die Polizisten aus, denen gegenüber der Angeklagte die Morde an Mohamed und Elias detailliert gestanden hat

Freitag, 8. Juli
Heute vor genau einem Jahr verschwand der kleine Elias.

57. Woche

Montag, 11. Juli
Am achten Verhandlungstag im Prozess gegen Silvio S. werden u.a. die Daten des Handys des Angeklagten ausgewertet.

Dienstag, 12. Juli
Der neunte Tag im Prozess ist sehr emotional und voller grausamer Details zu den Umständen des Todes der beiden Kinder sowie zum Missbrauch.

58. Woche

Montag, 18. Juli
Am zehnten Verhandlungstag spielte das psychiatrische Gutachten zu Silvio S. eine große Rolle. Zudem hielt Staatsanwalt Peter Petersen sein Plädoyer. Darin forderte er die Höchsstrafe für den Angeklagten.

Dienstag, 19. Juli
Der elfte Verhandlungstag begann mit den Plädoyers der Nebenklage sowie der Verteidigung. Das letzte Wort hatte der Angeklagte - und Silvio S. äußerte sich wirklich vor Gericht.

59. Woche

Dienstag, 26. Juli
Urteilsverkündung: Silvio S. wird wegen Mordes in zwei Fällen zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellt die besondere Schwere der Schuld fest. Er hat zudem ein Schmerzensgeld an Mohameds Mutter zu zahlen.

60. Woche

Freitag, 29. Juli
Staatsanwaltschaft und Verteidigung legen vorsorglich Revision ein.

Von MAZonline

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