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Flugblatt im Fall Elias sorgt für Irritationen

Fake oder nicht? Flugblatt im Fall Elias sorgt für Irritationen

Hunderte freiwillige Helfer haben in den vergangenen Tagen nach dem vermissten Elias gesucht. Diese Hilfe wurde von der Polizei ausdrücklich gelobt und begrüßt. Jetzt ist jedoch ein Flugblatt aufgetaucht, das das Verhältnis zwischen der Polizei und den Helfern sehr strapazieren könnte - wenn es echt ist.

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Der umstrittene Flyer.

Quelle: Privat

Potsdam. Der seit dem 8. Juli 2015 vermisste Elias hat viele Menschen zur aktiven Hilfe bei der Suche veranlasst. Hunderte freiwillige Helfer durchstreifen seit Tagen Potsdam und Umgebung. Die Polizei hat dieses Engagement der Bürger ausdrücklich gelobt. Doch über dieser guten Zusammenarbeit könnten jetzt dunkle Wolken aufziehen.

Fake oder nicht?
Im Internet macht seit Montagabend ein vermeintliches Flugblatt der "Einsatzleitung Team SoKo Elias" die Runde. Auf dem schlichten, aber ansprechend gestalteten Flyer sind drei Namen und dahinter die jeweilige Telefonnummer gedruckt. Soweit so gut, wäre da nicht das Kleingedruckte.

Am unteren Ende des weißen Zettels steht in schwarzer Schrift: "Bitte alle Hinweise ERST an die Einsatzleitung per Telefon durchgeben und NICHT die Polizei anrufen!!"

Ob das Flugblatt echt ist oder nicht bzw. wer es in Umlauf gebracht hat, war am späten Montagabend noch unklar. Die Polizei ist jedenfalls "aus allen Wolken gefallen", wie MAZonline erfahren hat.

Denn eines steht fest, und darauf hat die Polizei schon vor Tagen aufmerksam gemacht: jede Hilfe ist schön und jeder Hinweis bei der Suche nach dem 6-jährigen Elias hilfreich, aber die Initiativen der Anwohner ersetzen keinesfalls die polizeilichen Ermittlungen. Hinweise aus der Bevölkerung bitte unter der extra geschalteten Rufnummer 0331/ 5508-1108 an die Polizei weitergeben.

Ablehnung im Internet
Die Reaktionen bei Facebook sind zumeist eindeutig: den Helfern wird "Geltungsdrang" unterstellt und der Drang 10 Minuten Ruhm zu haben, sollte der Junge wohlbehalten gefunden werden. Diese "komische" Aktion sei "unter aller Sau", heißt es an anderer Stelle und man solle die Ermittlungsarbeit doch lieber der Polizei überlassen und daher besser alle freiwilligen Helfer abziehen und "der Polizei und Spezialisten die Arbeit überlassen".

Von MAZonline

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