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Seit einer Woche kein Lebenszeichen von Elias

Die wichtigsten Fragen zur Elias-Suche Seit einer Woche kein Lebenszeichen von Elias

Der kleine Elias aus Potsdam ist genau seit einer Woche verschwunden. Spurlos. Wir blicken nach sieben Tagen zurück, in denen bereits 430 Hinweise eingegangen sind. Wie ist der Stand bei der Polizei? Was passierte vor seinem Verschwinden? Wie wird es künftig weiter gehen? Noch gibt es Hoffnung den 6-Jährigen zu finden.

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Ganz Potsdam, ja sogar ganz Deutschland, sucht nach dem 6-jährigen Elias. Inzwischen hat er seit einer Woche nicht mehr im eigenen Bett geschlafen. 

Quelle: MAZ/Polizei

Potsdam. Was ist am Mittwoch passiert?

Die Bereitschaftspolizei konzentriert ihre Suche nach Elias weiterhin aufs Wasser. Am Mittwoch wurden erneut die Nuthe und das anliegende Waldgebiet durchsucht. Die Kriminalpolizei suchte noch einmal den Sandkasten vor der elterlichen Wohnung ab. Insgesamt kamen am Mittwoch wieder etwa 170 Beamte zum Einsatz.

Die Beamten sind mit mehr als 10 Bussen angerückt, um unweit des Horstweges nach Elias am Mittwoch zu suchen.

Quelle: Julian Stähle

Ebenfalls haben die Polizisten erneut im Wasser des Aradosees nach dem vermissten Jungen gesucht. Außerdem ist Elias erstmals bei Aktenzeichen XY zu sehen. MEHR>

Polizeitaucher haben im Aradosee auch am Mittwoch keine Spur zu dem vermissten Elias entdecken können.

Quelle: Julian Stähle

Was passierte vor Elias Verschwinden?

Elias’ Mutter und deren Lebensgefährte holten den Erstklässler am 8. Juli um 15.45 Uhr vom Hort an seiner Grundschule ab, die Familie ging dann zu dritt nach Hause. Die Erwachsenen ließen Elias etwa eine Stunde in der Wohnung allein, um einzukaufen. Anschließend durfte der Junge gegen 17 Uhr vor der Haustür im Innenhof spielen. Er wurde dort von mehreren Zeugen gesehen. Um kurz vor halb sieben bemerkte die Mutter  das Verschwinden des Jungen. Zunächst suchte die Familie Elias selbst, um 19.12 Uhr wurde die Polizei informiert. MEHR>

Was könnte passiert sein?

Die Polizei verfolgt momentan in ihren Ermittlungen drei Richtungen: Elias könnte von zu Hause weggelaufen sein, aber „die Wahrscheinlichkeit geht gegen null“, so Polizeisprecher Christoph Koppe. Wahrscheinlicher sei ein Unglück, Elias könnte zum Beispiel in einen Schacht gefallen sein, aus dem er sich nicht allein befreien kann. Auch ein Verbrechen schließen die Einsatzkräfte ausdrücklich nicht aus, auch wenn betont wird, dass dafür bisher keine Anhaltspunkte vorliegen.  MEHR>

Wie arbeiten Polizei und freiwillige Helfer zusammen?

Schon am Dienstag erklärte die Polizei in ihrer Pressekonferenz den Einsatz der freiwilligen Helfer für beendet. Diese suchten jedoch nach eigenen Angaben am Mittwoch trotzdem weiter nach Elias – angeblich auf den ausdrücklichen Wunsch der Mutter hin. Diese bestreitet jedoch, überhaupt mit den Helfern gesprochen zu haben. Am Mittwoch fanden sich am Pavillon der „Einsatzleitung“ der freiwilligen Helfer am Bürgerhaus am Schlaatz nur noch vereinzelt Suchwillige ein. Auch in den sozialen Netzwerken hagelt es Kritik für die Entscheidung der Freiwilligen, sich den Anweisungen der Polizei zu widersetzen.  MEHR>

Bei der Pressekonferenz am Dienstag hat die Polizei den Einsatz der freiwilligen Helfer für beendet erklärt.

Quelle: Julian Stähle

Wie viele Hinweise hat die Polizei erhalten?

„Stand Mittwoch Abend sind bei uns 430 Hinweise eingegangen“, sagt Polizeisprecher Christoph Koppe. Dazu gehören Beobachtungen von Kindern, die Elias ähnlich sehen und die Meldung gefundener Kleidungsstücke. Aber auch konkrete Hinweise wie die Bilder von einer Floßbauaktion in der Nähe der Wohnung, bei der ein unbekannter Junge auf den Fotos entdeckt worden war, befanden sich darunter. Die Polizei sichtet auch die Aufnahmen der Überwachungskameras in Bussen und Straßenbahnen im Potsdamer Stadtgebiet, jeden Tag sind das etwa 200 Stunden zusätzlichen Videomaterials.
Allerdings gehen bisher alle Hinweise auf Elias’ Verbleib ins Leere, von dem Erstklässler fehlt weiterhin jede Spur.

Leichenspürhunde sollen mehrfach an der selben Stelle angeschlagen haben, stimmt das?

„Das sind keine Leichenspürhunde, sondern Personensuchhunde“, sagt Christoph Koppe von der Polizeidirektion West. Die Hunde können zwar aufsteigende Fäulnisgase riechen, die entstehen, wenn ein toter Körper im Wasser liegt, aber die Hunde können nicht unterscheiden, ob sie ein totes Tier oder im schlimmsten Fall eine menschliche Leiche riechen. Es sei daher nicht ungewöhnlich, dass die Hunde an einem Flusslauf anschlagen, schließlich seien an der Nuthe viele Ratten, Vögel und andere Kleintiere zu finden.

Personensuchhunde können Fäulnisgase sogar riechen, wenn ein toter Körper im Wasser liegt. Sie werden bei der Suche eingesetzt. Richtige Leichenspürhunde seien sie nach Angaben der Polizei jedoch nicht.

Quelle: Julian Stähle

Zusätzlich zu den Personensuchhunden hat die Polizei auch fünf so genannte Mantrailerhunde im Einsatz. Diese können die Spur eines bestimmten Menschen kilometerweit verfolgen. Im Fall Elias jedoch brachten diese Hunde nicht den erhofften Fahndungserfolg. „Fünf Hunde haben uns fünf verschiedene Spuren gezeigt.“, so Koppe. Das liege daran, dass es sich beim Schlaatz um das Lebensumfeld des Jungen handele und er dort überall Spuren hinterlassen habe. MEHR>

Gibt es einen Verdacht gegen Familie oder Umfeld von Elias?

Seine Mutter und deren Lebensgefährte wurden mehrere Stunden von der Kriminalpolizei vernommen, auch das Umfeld der Familie wurde genauestens beleuchtet.

Mutter Anita S. (m.) hofft, dass ihr Sohn schon bald wieder zu ihr gesund zurückkehren kann. Sie leidet stark unter der Situation.

Quelle: Julian Stähle

Der leibliche Vater, der seit Jahren keinen Kontakt zur Mutter oder zu seinem Sohn hatte, lebt nicht in der Nähe der Familie, wurde aber dennoch von der Polizei überprüft.  „Wir können natürlich nichts mit absoluter Sicherheit ausschließen“, so die Polizei, aber einen Verdacht gegen die Familie scheint es nicht zu geben. MEHR>

Wie geht es jetzt weiter?

Mindestens bis zum Wochenende soll die Suche der professionellen Einsatzkräfte nach Elias weitergehen. Sollte der Junge nicht gefunden werden, könnten die Ermittlungen zum Fall aber noch Jahre weitergehen. Die Hoffnung, Elias noch lebend zu finden, wird mit jedem Tag geringer.

Inzwischen hat die Polizei neben der Telefonnummer (0331) 5508 1108 auch eine spezielle E-Mail-Adresse eingerichtet. Hinweise können nun auch an sokoschlaatz.pdwest@polizei.brandenburg.de gegeben werden.

Von Saskia Popp

Alle Informationen zur Elias-Suche: MAZ-online.de/elias

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430 Hinweise und keine Spur

Elias ist inzwischen eine Woche von seiner Familie getrennt. Weiterhin fehlt jede Spur. Es gibt 430 Hinweise. Am Mittwoch haben Polizisten ein Waldstück und die Nuthewiesen in Suchketten durchkämmt und den Sandkasten vor dem Wohnhaus umgegraben. TV-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" soll nun weitere Hinweise bringen.

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