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Nuthe-Suche erfolglos - freiwillige Helfer ziehen sich zurück

Suche nach Elias Nuthe-Suche erfolglos - freiwillige Helfer ziehen sich zurück

Seit Donnerstag hat die Polizei bei der Suche nach dem sechsjährigen Elias verstärkt die Nuthe durchsucht. Der Fluss ist ausgebaggert, der Pegel abgesenkt worden - ohne Erfolg. Die Suche ist späten Mittag beendet worden. Unterdessen haben die freiwilligen Helfer ihren Rückzug angekündigt.

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Elias: Intensive Suche ist beendet

Am Sonnabend hat die Polizei mit Unterstützung der Bundeswehr die Nuthe durchsucht.

Quelle: dpa

Potsdam. Drei Tage hat die Polizei verstärkt in der Nuthe nach Elias gesucht. Am Samstagmittag ist die intensive Suche im Fluss beendet worden. Ohne Erfolg. Das hat die Polizei am Sonnabend mitgeteilt. In den vergangenen Tagen hatten die Polizisten die Nuthe ausgebaggert, den Pegel absenken lassen. Am Sonnabend half sogar die Bundeswehr mit einem Spezialbagger aus. Von Elias gibt es weiter keine Spur.

Die Polizei hatte die Suche in der Nuthe intensiviert, weil Spürhunde zuletzt immer wieder Elias' Fährte gewittert hatten. Der Junge ist seit dem 8. Juli spurlos verschwunden. Er wurde zuletzt auf einem Spielplatz im Schlaatz gesehen, ganz in der Nähe der Nuthe.

Rückzug der freiwilligen Helfer - Reaktion auf Kritik

An der Suche nach dem Jungen haben sich in den vergangenen Tagen zahlreiche freiwillige Helfer beteiligt und die Polizei unterstützt. Nun ziehen sich die Helfer zurück. Das haben sie am Sonnabend auf ihrer Internetseite mit geteilt. Man habe über 60.000 Flyer gedruckt und verteilt und 80 Prozent des Potsdamer Stadtgebiets und angrenzender Gebiete abgesucht. Jetzt wolle man sich zurückziehen und die Maßnahmen reduzieren. Dem Organisationsteam sei vor einigen Tagn nahegelegt worden,  "das Lager am Bürgerhaus aufzulösen und die Suchen einzustellen. Wir sind gezwungen, dem Druck der Verantwortlichen von Polizei und Stadt nachzugeben und daher reduzieren wir unsere Maßnahmen", heißt es in der Mitteilung.

Die Mitteilung im Wortlaut.

Das Organisationsteam nimmt auch Stellung zu der Kritik, die es in den vergangenen Tagen an der freiwilligen Suche gegeben hätte. Unter anderem kursierte ein Flyer, in dem das Koordinationsteam ausdrücklich darauf hinwies, Hinweise zuerst an die selbsternannte "Soko Elias" zu geben, dann erst an die Polizei. Es sei Wunsch der Polizei gewesen, die Hinweise zu sammeln und gebündelt weiterzuleiten. Zum Schluss bedanken sich die Helfer bei allen Unterstützern. "Wir sind immer in Gedanken bei Elias und seiner Familie", schließen sie ihre Mitteilung.

Unklar, wie es in den nächsten Tagen weiter geht

"Wir haben immer noch Hoffnung", sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend. Das würde sich auch nicht dadurch ändern, dass die Suche in der Nuthe ergebnislos blieb. Dazu, wie es in den nächsten Tagen weitergeht, wollte sich die Polizei nicht konkret äußern. Man habe am Sonnabend  wieder eine Spur ausschließen können. Am Sonntag werde nun das weitere Vorgehen beraten. Die mobile Einsatzwache der Polizei im Schlaatz werde bis Montag besetzt bleiben. Am Sonntag will man sich besprechen, welchen Spuren man nachgeht und in welchem Umfang das passiere.

Den Rückzug der freiwilligen Helfer und die Kritik, man habe mit dem Rückzug auf den Druck der Polizei reagiert, wollte der Polizeisprecher nicht kommentieren.

>>> Alle Berichte über die Elias-Suche finden Sie auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/elias

580 Hinweise bei der Polizei

Neben der Suche in der Nuthe ist die Polizei am Sonnabend auch im Wohngebiet Schlaatz Hinweisen nachgegangenn und hat das Waldstück um die Bahnlinie herum abgesucht. Auch Hauseingänge im Schlaatz wurden erneut unter die Lupe genommen. Bis Sonnabend lagen der Polizei rund 600 Hinweise auf Elias vor. Rund 150 Polizisten waren am Sonnabend mit der Suche nach Elias beschäftigt.

Im Schlaatz hat die Polizei eine mobile Wache eingerichtet, diese ist rund um die Uhr bis Montagfrüh besetzt, hier können Hinweise abgegeben werden.

MAZonline

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