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Polizei stochert im Fall Elias weiter im Dunkeln

Keine Spur vom 6-Jährigen Polizei stochert im Fall Elias weiter im Dunkeln

Seit dem 8. Juli wird nach dem 6-jährigen Elias aus Potsdam gesucht. Die Soko „Schlaatz“ hat bisher noch keine heiße Spur, die zu dem Jungen führen könnte. Über 740 Hinweise liegen der Polizei vor. Darunter viele, denen die Polizei mehrmals nachgegangen ist. Manchmal mit Hunden, manchmal ohne.

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Die Polizei sucht seit dem 8. Juli nach Elias. Bisher erfolglos.

Quelle: dpa-Zentralbild

Schlaatz. Es vergeht immer mehr Zeit seit dem Verschwinden des 6-jährigen Elias am 8. Juli, doch die Zahl der Hinweise zu seinem Verbleib und zur mutmaßlichen Entführung nehmen immer weiter zu. Am Donnerstagmorgen war der Stapel schon auf 740 Hinweise angewachsen. Vereinzelt kommen auch Aufenthaltstipps wie die des Siegburger Sehers Michael Schneider. Dessen jüngstem Hinweis auf ein bestimmtes Haus sei die Polizei „bereits mehrfach nachgegangen“, hieß es am Donnerstag, bislang ergebnislos. Ob auch Hunde an der Kontrolle beteiligt waren, sagt die Polizei nicht.

Schneider bot an, selbst nach Potsdam zu kommen, um seine Eingebungen zu verfeinern. Er glaubt immer noch, dass Elias lebt.

>>> Der Fall Elias - eine Chronik

Hunde werden nur in bestimmten Fällen eingesetzt

Die Polizei sortiert nach eigener Auskunft unter den vielen Hinweisen nicht die heraus, die Adressen beinhalten. Sämtliche Hinweise würden jedoch bewertet und abgearbeitet, sagte ein Sprecher. Dazu würden Kräfte in zivil oder uniformiert in den Einsatzraum geschickt. Ein Spürhund werde nur eingesetzt, wenn erfolgversprechende Spurenlagen anzunehmen sind. Der Flur eines großen Mehrfamilienhauses sei jedoch häufig „kein gutes Umfeld zur zuverlässigen Verfolgung von Geruchsspuren“, so der Sprecher.

Im Fall Inga sind auch Hunde eingesetzt worden

Mantrailer-Hunde, wie sie im Schlaatz und an der Nuthe eingesetzt waren, sollte man auch zur Überprüfung von Adressen nutzen, schlägt Schneider vor. „Wenn ein solcher Hund auf dem Bürgersteig anschlägt, bekommt die Polizei hundertprozentig einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für das ganze Haus, erst recht, wenn er was an der Wohnungstür riecht.“ Im Fall der in Sachsen-Anhalt vor zwei Monaten verschwundenen Inga hat die Polizei sieben Cartrailer-Hunde auf eine über 220 Kilometer lange Reise über fünf Autobahnen geschickt und ließ sie an verschiedenen Punkten aussteigen, auch das bislang erfolglos.

Von Rainer Schüler

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