Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Enteignungsfahrplan zu Krampnitz vertagt

Kampf um neues Wohngebiet für Potsdam Enteignungsfahrplan zu Krampnitz vertagt

Potsdams Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) will erst nach der Sommerpause mitteilen, wie die Stadt im Streit um Grundstücke im Entwicklungsgebiet Krampnitz weiter vorgehen will. Die von Klipp zunächst für Juli angekündigte Verwaltungsvorlage zu „notwendigen Enteignungsmaßnahmen in Krampnitz“ ist bis dahin vertagt.

krampnitz 52.457264639033 13.049354553223
Google Map of 52.457264639033,13.049354553223
krampnitz Mehr Infos
Nächster Artikel
Nachbarschaftsstreit mit Knüppel beendet

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bei einem Rundgang im Krampnitzer Kasernengelände. Hinter ihm Baudezernent Matthias Klipp (Grüne).

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die von Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) für Anfang Juli angekündigte Verwaltungsvorlage zu „notwendigen Enteignungsmaßnahmen in Krampnitz“ soll erst nach der Sommerpause kommen. Das gab Rathaussprecher Jan Brunzlow am Donnerstag auf MAZ-Anfrage bekannt. Die Terminverschiebung stehe nicht im Zusammenhang mit der auf November vertagten Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) im Rechtsstreit des Landes mit der Tylandergruppe um ein Wiederkaufsrecht ehemals landeseigener Grundstücke in Krampnitz.

Klipp hatte die Vorlage in der jüngsten Stadtverordnetensitzung Anfang Juni im Zusammenhang mit der Diskussion eines Grünen-Antrages angekündigt, nach dem die Stadt für das Entwicklungsgebiet Krampnitz ein „integriertes Energie- und Entwicklungskonzept“ erstellen lassen soll. Gegen den Antrag argumentierten Stadtverordnete von SPD und Linken mit dem Verweis auf die bislang ungeklärten Eigentumsverhältnisse. Die Stadt und ihr Entwicklungsträger liefen Gefahr, auf den Kosten für das Konzept sitzen zu bleiben, warnte SPD-Fraktionsvize Piet Heuer. Michel Berlin (Linke) sprach von einem „schlechten Zeitpunkt“.

Wie berichtet, wird die Entwicklung des Krampnitzer Kasernengeländes zum Wohngebiet für 3800 Menschen durch ungeklärte Eigentumsverhältnisse blockiert. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Land und der TG-Unternehmensgruppe. Die Stadt will vom Land Grundstücke mit einer Gesamtfläche von fast 113 Hektar Grund erwerben. Zuletzt hatte das Rathaus Anfang Januar in einer Mitteilung angekündigt: „Je nach Fortgang in diesem Verfahren mag es erforderlich sein, den Grunderwerb auf dem Weg einer Enteignung voranzutreiben, um die gesetzlich geforderte zügige Umsetzung der Entwicklungsmaßnahme zu sichern.” Damals ging die Stadt noch von einer Entscheidung des Oberlandesgerichts imm Frühjahr aus.

Die Entscheidung, die Verwaltungsinformation zum weiteren Vorgehen erst nach der Sommerpause vorzulegen, scheint kurzfristig erfolgt zu sein. Im elektronischen Terminkalender des Rathauses fand sich am Mittwoch die tagesaktuelle Notiz: „12.30 Uhr Pressetermin: Durchsetzung Grunderwerb in Krampnitz. Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Matthias Klipp, informiert gemeinsam mit Bert Nicke, Geschäftsführer Entwicklungsträger Potsdam GmbH, über die geplante Durchsetzung des Grunderwerbes von Landesflächen im Entwicklungsgebiet Krampnitz.“

Im Baudezernat war dieser Termin unbekannt. Rathaussprecher Brunzlow erklärte, es habe sich lediglich um einen „Platzhalter“ gehandelt. Dass er im Terminkalender auftauchte, sei „unerklärlich“.

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg