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Erfolgsgeschichte: „Ick koof bei Lehmann“

Potsdam-Drewitz Erfolgsgeschichte: „Ick koof bei Lehmann“

Seit 20 Jahren befindet sich Getränke Lehmann in Drewitz: 2016 erwartet das Unternehmen 85 Millionen Euro Umsatz. Händeringend gesucht werden Mitarbeiter und Auszubildende.

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Herr nicht nur über Leergut: Samir Rezgui ist geschäftsführender Gesellschafter der Horst Lehmann Getränke GmbH.

Quelle: bernd gartenschläger

Drewitz. Einst lagerten hier heiß begehrte Waren, die DDR-Bürger oder ausländische Besucher nur in den Intershops gegen Westgeld erstehen konnten. Mit Wende und Mauerfall wurden die Intershops überflüssig. Westprodukte gab es nun überall. Das Zentrallager der Intershop-Einzelhandelskette wurde zunächst nicht mehr gebraucht.

1996 entdeckte der altehrwürdige (West-)Berliner Unternehmer Horst Lehmann das Mega-Areal an der Trebbiner Straße 36 für seinen Getränkegroßhandel – längst der größte in Brandenburg und Berlin. Nicht nur das Lager, auch der Firmensitz zogen auf das imposante 45 000-Quadratmeter-Industriegelände, obwohl es hier vor 20 Jahren noch keine Autobahnzufahrt gab. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, resümiert Samir Rezgui, geschäftsführender Gesellschafter der Horst Lehmann Getränke GmbH, lächelnd. Das Unternehmen floriert – jedes Jahr ein bisschen mehr. Für 2016 werden etwa 85 Millionen Euro Umsatz erwartet – ein Plus „von sieben, acht Prozent“ gegenüber dem Vorjahr, so Rezgui. In der Region locken 16 Abholmärkte („Ick koof bei Lehmann“) die Durstigen. Das große Geschäft macht der Händler jedoch dank der Berliner Gastronomie. Beliefert werden 3000 Stammkunden: Hotels, Restaurants, Bars, Clubs, auch so manche Currywurst-Bude. Der Getränkegroßhandel profitiere davon, dass die Hauptstadtregion immer mehr Touristen anzieht, angesichts der Übernachtungszahlen inzwischen Paris überholt hat. Und Berlin sei im Vergleich mit New York und London nach wie vor ein Ort, an dem man günstig ausgehen könne, so Rezgui. Zum überbordenden Sortiment von rund 5500 verschiedenen Getränken mit und ohne Umdrehungen gehören zudem gut 1200 Weine. Die vom Potsdamer TV-Star Günther Jauch gekelterte Rebe ist zwar nicht gelistet, dafür aber das Promi-Tröpfchen Miraval Rosé, vom südfranzösischen Weingut des Ex-Traumpaars Angelina Jolie und Brad Pitt stammend.

Auf dem Außengelände – Leergut, so weit das Auge reicht. Im Lager stehen die vollen Flaschen im Millionen-Euro-Wert. Diebstahl sei ein Problem aus früherer Zeit. Inzwischen sei das Gelände „rundum bestens gesichert“, sagt der Geschäftsführer. 2017 feiert der Getränkefachhandel 60-jähriges Firmenjubiläum – ganz groß, im Berliner Estrel-Hotel. Unternehmensgründer Horst Lehmann ist inzwischen 77 Jahre und immer noch dabei. Fast täglich schaue der Boss am Firmensitz vorbei, erzählt Rezgui.

Übrigens: Händeringend werden Mitarbeiter gesucht: Kraftfahrer und Beifahrer, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Auszubildende als Kaufleute im Groß- und Außenhandel.

Von Ricarda Nowak

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