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Potsdam Erneut Schwan in Sanssouci gerissen
Lokales Potsdam Erneut Schwan in Sanssouci gerissen
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02:24 30.04.2018
Seit Jahrzehnten brüten Schwäne auf einer winzigen Insel im Maschinenteich. Mitten in der Brutzeit, die noch bis Juni andauert bleibt, bleibt dieses Tier nun allein. Quelle: B. Gartenschläger
Brandenburger Vorstadt

Im Park Sanssouci ist erneut ein am Maschinenteich lebender Schwan gerissen worden. Bereits am Mittwoch wurde an den Römischen Bädern das leblose Tier gefunden – erst im November hatte man dort einen mit Bisswunden malträtierten, verendeten Schwan gefunden. Vermutlich waren in beiden Fällen freilaufende Hunde Schuld, wobei ein Fuchs nicht ausgeschlossen werden kann.

Parkbesucherin Maryna Sidarenka. Quelle: Anne Knappe

Maryna Sidarenka hat den toten Schwan gefunden. Sie kommt fast täglich in den Park, um die Tiere zu beobachten. Sie fand das Gerippe sowie zwei abgerissene Stücke vom Flügel und informierte die Gärtner. Sidarenka ärgert sich schon länger über die freilaufenden Hunde im Park. Sie selbst habe schon erlebt, dass große Hunde bedrohlich auf sie zugelaufen seien. „Ich frage mich, wie Kinder auf solche Situationen reagieren,“ so die 35-jährige Mutter. Immer wieder appelliert sie an die Vernunft der Besitzer, die Hunde anzuleinen – und stoße auf Ablehnung, erzählt sie. „Die freilaufenden Hunde sind ein Problem – immer wieder hatte der Schwan sie angefaucht nach dem Vorfall im November“, berichtet sie.

Untersuchungen laufen

Die Schlösserstiftung bestätigte auf Anfrage den Fund des leblosen Tieres. „Es ist möglich, dass der Schwan von einem Hund gerissen wurde. Ob es wirklich so ist, muss jetzt geprüft werden,“ sagte Stiftungssprecher Frank Kallensee. Derzeit laufen die Untersuchungen zur Todesursache. Der im November getötete Schwan wies neben Bisswunden auch deutliche Zeichen von Überfütterung auf. „Er hatte Bissspuren unter dem Gefieder, war aber durch Überfütterung angeschlagen,“ so Kallensee. Immer wieder würden es die Parkbesucher gut meinen und die Schwäne füttern. „Das ist extrem schlecht für die Pflanzenfresser – Brot lässt den Magen und Hals aufquellen,“ erklärt Kallensee. Auch freilaufende Hunde sind durch die Parkordnung verboten. „Es ist ein Dauerthema – wie der Müll oder das Wildbaden“, so der Sprecher weiter.

Orte ohne Leinenzwang sind in Potsdam selten

Doch wo Hundebesitzer ihre Tiere guten Gewissens von der Leine lassen können, ist nicht einfach zu beantworten. Wo es legale Auslaufflächen in Potsdam für Hunde geben würde, könne man gar nicht sagen, teilte Stadtsprecherin Christine Homann auf MAZ-Nachfrage mit. „Es ist eher umgedreht: Wir verweisen darauf, wo es nicht erlaubt ist,“ so die Sprecherin. Grundsätzlich gelte es, die Hunde aus Sicherheit „lieber einmal mehr als einmal zu wenig anzuleinen“. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in Einkaufszentren, öffentlichen Park- oder Grünanlagen und in Wäldern dürfen Hunde nicht frei laufen. Die Leinenpflicht wird durch die Stadtordnung in der Innenstadt rund ums Zentrum und im Stadtteil Babelsberg festgelegt. Weiterhin heißt es in dem Regelwerk, dass es „wegen der fehlenden Auslaufgebiete im Potsdamer Stadtgebiet“ den Hunden erlaubt sei, außerhalb dieser genannten Örtlichkeiten auf Freiflächen auch ohne Leine zu laufen – vorausgesetzt, das Herrchen beaufsichtige den Hund. Erlaubt sei es auch, die Hunde an Trainingsplätzen etwa an der Nuthe-Schnellstraße laufen zu lassen – oder im heimischen Garten.

Hunde in Potsdam

Es besteht grundsätzlich eine Leinenmitführpflicht und eine Mitführpflicht von Behältnissen zur Beseitigung von Kot.

Hunde dürfen nicht auf Kinderspielplätze, gekennzeichnete Liegewiesen oder an öffentliche Badestellen.

Hundebesitzer Stevie (29) weiß, dass es verboten ist, Hunde ohne Leine im Park zu führen. Seine zwei Jagdhunde lässt er auf der Insel am Maschinenteich trotzdem freilaufen. Erst als die Ordnungshüter kommen, leint er sie an. „Sobald sie ein Kaninchen sehen, rennen sie hinterher. Hier auf der Insel mit den zwei Brücken ist der einzige Platz, wo ich sie in Potsdam mal frei laufen lassen kann“, erzählt er. Er weiß, dass es viele Hundebesitzer genau so machen würden.

Von Anne Knappe

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