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Erneut Streik bei Prosegur in Potsdam

Geldtransporteur im Tarifstreit Erneut Streik bei Prosegur in Potsdam

Bei Prosegur in Potsdam ist am Mittwoch erneut gestreikt worden. Die Gewerkschaft Verdi will damit gleiche Standards für alle Geldtransport-Unternehmen in Brandenburg und Berlin erzwingen – und zeigt sich optimistisch, dass es noch vor Weihnachten eine Einigung geben wird.

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Erneut Streik bei Prosegur in Potsdam.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Mittwoch erneut bei den Berlin-brandenburgischen Geld- und Wertdiensten zu Streiks aufgerufen. Bei Prosegur in Potsdam mit Sitz im Verkehrshof 17 haben sich laut Verdi rund 70 der 150 Mitarbeiter beteiligt. Auch bei Ziemann Sicherheit in Berlin haben rund 80 Mitarbeiter gestreikt.

Diesmal geht es Verdi darum, für alle vier Unternehmen gleiche Standards für die rund 650 Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche in Berlin-Brandenburg zu schaffen.

Konkret heißt das: tarifliches Urlaubsgeld, Gefahrenzulage, Rüst- u. Umziehzeiten, Jubiläumszuwendung und Gesundheitszulage.

Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann sagte gegenüber der MAZ, er glaube, dass es noch vor Weihnachten zu einer Einigung kommen werde, „weil auch der Arbeitgeber sehr daran interessiert ist“.

Auf einem Treffen zwischen Verdi und der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) am Montag hatte die BDGW als Arbeitgeberverband all diese Forderungen als „nicht verhandlungsfähig“ abgelehnt.

Darauf habe sich Verdi zu Warnstreiks entschieden, teilte die Gewerkschaft mit. Denn offensichtlich wolle der Arbeitgeber den Tarifkompromiss aus 2013, der gesonderte Manteltarifverhandlungen in Berlin und Brandenburg vorsieht, ins Leere laufen lassen. „Damit würden in dieser Region, anders als etwa in den meisten westlichen Bundesländer, keine eigenen, substantiellen manteltariflichen Regelungen gelten“, so André Pollmann.

Im Frühjahr hatte es bereits einen mehrwöchigen Streik bei Prosegur in Potsdam gegeben. An einigen Geldautomaten in Brandenburg gab es daraufhin zeitweise kein Geld. Damals hatte Verdi einen verbesserten Haustarifvertrag aushandeln können, nach dem die Beschäftigten unter anderem einen Euro mehr Lohn pro Stunde erhalten.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 15. Dezember hat Verdi weitere Warnstreiks angekündigt, am Donnerstag werde aber nicht gestreikt, so André Pollmann.

Von MAZonline

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