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Potsdam Starkregen kippt Turnhallen-Start
Lokales Potsdam Starkregen kippt Turnhallen-Start
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01:15 13.07.2018
Arbeiter tragen Holzeimer mit kochendem Asphalt in die künftige Sporthalle der Grundschule „Ludwig Renn“ in Eiche. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Eiche/Babelsberg/Potsdam-West

An der neuen Turnhalle der Ludwig-Renn-Grundschule in Eiche ist der Asphalt momentan mächtig am Dampfen – und es kommen hölzerne Nackentragebalken zum Einsatz, wie man sie von Bildern wasserholender Menschen an afrikanischen Brunnen kennt. Aber in den Holzeimern, die von den Arbeitern an der Turnhallen-Baustelle geschultert werden, befindet sich nicht kostbares Nass, sondern kochendheißer Asphalt. Er ist so etwas wie die Notfalllösung, damit sich der Turnhallen-Start nicht noch weiter verzögert. Eigentlich hätte das schicke Gebäude pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres am 20. August fertig sein sollen – nun wird es erst Mitte September.

Der Grund: Wetterkapriolen haben den Planern des Kommunalen Immobilien Service (Kis) einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Am 1. Juni regnete es nonstop zwei Stunden lang – etwa 4500 Liter Wasser rannen in den Sanitärtrakt der Halle, in dem der Estrich schon fertig war. „Alles war komplett mit Wasser unterlaufen; vier Tage lang musste mit fünf Mann Wasser gesaugt werden“, erzählten Kis-Projektleiter Andreas Ranke und Architekt Lutz Grübe am Dienstag bei der Sportstätten-Baustellen-Tour. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Sportbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) und der Kis-Werkleiter Bernd Richter machten auch einen Stopp in Eiche. Nach dem Regen-Debakel wird nun statt des langsam trocknenden Estrichs der schnell härtende Asphalt im Sanitärtrakt verlegt, um nicht noch weiter in Zeitverzug zu kommen. Das lässt man sich laut Ranke etwas kosten. Mit 40 Euro pro Quadratmeter kostet die Asphalt-Version doppelt soviel wie der Estrich. Mehrkosten: 10 000 Euro.

Sportstätten-Tour mit OB Jann Jakobs (SPD, Mitte) sowie Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS, 2.v.r.) und Andreas Ranke, KIS-Projektleiter (2.v.l.). Hier an der alten Turnhalle Grundschule „Ludwig Renn“ in Eiche. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Hang hinter der Schule – immerhin mit 30-prozentiger Steigung – wurde mit speziellen Matten gesichert; um die Halle verläuft eine Rinne für Starkregenwasser. Das Gesamtbudget für die dreifach teilbare Zweifeld-Turnhalle liegt bei 5,7 Millionen Euro. Sobald der Neubau seine Tore öffnet, sind die Tage der kleinen alten Turnhalle gezählt. Sie soll abgerissen werden, um den mehr als 400 Grundschülern auf dem Pausenhof mehr Platz zu bieten – zumindest vorläufig. „Ob an dieser Stelle noch ein Hort zu errichten ist, wird derzeit von der Verwaltung geprüft“, sagte Werkleiter Richter.

Vor Eiche hatte es zwei andere Tour-Stopps gegeben. In der Haeckelstraße in Potsdam-West entstehen eine Turnhalle und eine Außensportanlage für das Hannah-Arendt-Gymnasium. Für das nächste Schuljahr werden derzeit noch Hallenzeiten in anderen Turnhallen gesucht, sagte Schulleiterin Annika Buchholz. Der Neubau des Kleinspielfelds steht vor dem Abschluss. Gleich nebenan trainieren in einem angemieteten Gebäude die Gewichtheber, die vorher in der Alten Schwimmhalle am Brauhausberg untergebracht waren. Der Kis würde den Flachbau – unter anderem in der Vergangenheit Domizil für den Rückenwind e.V. – gerne kaufen.

Zurück zu den baulichen Wurzeln – so könnte das Motto im alten Trakt der Motorsporthalle am Babelsberger Konsumhof lauten. Bis Jahresende soll die Sanierung abgeschlossen sein. Das alte Werkstor, das lange zugemauert war, ist in neuem Design mit „Motor“-Schriftzug wieder erlebbar. Fassade und Eingangsbereich sollen von einem Stahlrohrgeflecht – Stichwort: Kunst am Bau – geschmückt werden. Innen prägen historische Metallträger als Dachstützen das Ambiente. Sie sind in kräftigem Rot bemalt. „Unsere Vereinsfarbe“, erklärte Daniel Keller, Vorsitzender des SV Motor Babelsberg. Die Sportler – darunter Boxer, Judokas, Billardspieler – werden im komplett runderneuerten Ambiente trainieren können. Die Kegelbahn bekommt zwar eine Brandschutzanlage nach modernen Standards, bleibt aber sonst im nostalgischen Retro-Look erhalten.

Von Ildiko Röd

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