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Erst Versailles, dann Sansibar

Potsdam bereitet neue Städtepartnerschaften vor Erst Versailles, dann Sansibar

Potsdam bereitet neue Städtepartnerschaften vor. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Peter Schüler (Grüne) reisen am 28. August zu einem Arbeits- und Informationsbesuch in den Pariser Vorort Versailles, um eine "Absichtserklärung zur Zusammenarbeit" beider Städte zu unterzeichnen.

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Blick über den Sultanspalast auf den Hafen von Sansibar.

Quelle: dpa

Potsdam. Ziel sei es mittelfristig, "eine Städtepartnerschaft zu etablieren", so Jakobs am Mittwochabend im Hauptausschuss.

Mit Versailles ist auch die tansanische Inselstadt Sansibar wieder ins Gespräch gekommen. Vor gut sechs Jahren hatten die Stadtverordneten den Oberbürgermeister per Beschluss beauftragt, "geeignete Schritte zu unternehmen, um eine Städtepartnerschaft Potsdams mit Sansibar-Stadt in Tansania zu vereinbaren". Allerdings ist daraus bis heute nichts geworden.

Zu den Argumenten gegen eine Partnerschaft mit der ostafrikanischen Kommune gehörte in der damaligen politischen Diskussion neben der Frage: Warum ausgerechnet Sansibar?, auch die finanziell begründete Beschränkung Potsdams auf die sieben bestehenden Städtepartnerschaften. Darauf hob Birgit Müller (Linke) ab, die sich im Hauptausschuss nach dem Bericht Jakobs in Sachen Versailles "verwundert" zeigte, weil es doch "keine neuen Partnerschaften" mehr geben sollte.

Müllers Nachfrage brachte zu Tage, dass es auch in Richtung Sansibar Bewegung gibt. Jakobs schilderte eine enge Zusammenarbeit etwa auf dem Gebiet der Umweltpolitik. Mehrfach gastierte das Sansibar-Filmfestival im Filmmuseum. Er habe "nicht den Eindruck, dass Sansibar stiefmütterlich behandelt" werde, sagte Jakobs. Im Frühjahr werde er auch selbst dorthin fliegen. Vor einer regulären Städtpartnerschaft sollte sich die Zusammenarbeit jedoch auf weiteren Gebieten verfestigen. Jakobs erinnerte daran, dass 2007 bei einer Umfrage der Verwaltung keine Potsdamer Schule Interesse an Partnerschaftsprojekten bekundet habe.

Anders stehen die Dinge bei Versailles. Zu einem ersten Treffen Jakobs mit seinem Versailler Amtskollegen François de Maizières kam es im Januar am Rande der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. Mittlerweile habe sich ein Freundeskreis Potsdam-Versailles gegründet. Die Schlösserstiftung pflege schon lange eine enge Kooperation mit Frankreichs Residenz. Tradition habe die Zusammenarbeit der Feuerwehren. Auch mehrere Schulen seien an Freundschaften interessiert.

Versailles wäre nach Opole (seit 1973), Bobigny (seit 1974), Jyväskylä (seit 1985), Bonn (seit 1988), Perugia (seit 1990), Sioux Falls (seit 1990) und Luzern (seit 2002) die achte Partnerstadt Potsdams. Jakobs bekräftigte, dass die Partnerschaft nicht zu Lasten Bobignys ginge: "Wir werden Bobigny nicht aufkündigen." Versailles hat mit Nara (Japan), Puschkin, ehemals Zarskoje Selo (Russland), Canberra (Australien), Gießen (Deutschland) und Taipeh (China) derzeit fünf Partnerstädte.

Von Volker Oelschläger

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