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Potsdam Erstaufnahme: Sanierung kostet 560.000 Euro
Lokales Potsdam Erstaufnahme: Sanierung kostet 560.000 Euro
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20:35 23.03.2017
Flüchtlinge bei der Ankunft in der Erstaufnahme Potsdam 2015. Quelle: Foto:Julian Stähle
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Potsdam

Die Flüchtlinge sind ausgezogen, nun sollen auf dem Potsdamer Regierungsgelände in der Heinrich-Mann-Allee wieder Behörden und Landeseinrichtungen untergebracht werden. Doch vorher müssen die früheren Sozialministeriumsgebäude, die von September 2015 bis Dezember 2016 als Erstaufnahme-Außenstelle genutzt wurden, saniert werden. Kosten: 560.000 Euro, die der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) aufbringen muss. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Saskia Ludwig (CDU) hervor.

Zuletzt waren in der Potsdamer Erstaufnahme nur noch 54 Flüchtlinge

Die Potsdamer Zweigstelle der Brandenburgischen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) war im September 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, quasi über Nacht in der Heinrich-Mann-Allee eingerichtet worden. Nachdem im Vorjahr weit weniger Flüchtlinge nach Brandenburg kamen als angenommen, wurde die Außenstelle zum 31. Dezember 2016 wieder geschlossen. Ebenso wie die mittelmärkische Zweigstelle in Ferch, wenige Kilometer von Potsdam entfernt. Ende September 2015 waren in Potsdam 513 und in Ferch 309 Menschen untergebracht, wie aus der Ministeriumsantwort hervorgeht. Zuletzt warteten in Potsdam nur noch 54, in Ferch 43 Geflüchtete auf die Weitervermittlung in kommunale Heime.

Im September 2015 sind in Potsdam Flüchtlinge auf dem Gelände an der Heinrich-Mann-Allee untergebracht worden. Quelle: Julian Stähle

Um den schon länger leerstehenden Ministeriumsstandort in Potsdam für Flüchtlinge nutzen zu können, hatte der BLB insgesamt rund 861.900 Euro investiert. In Ferch beliefen sich die Investitions- und Instandhaltungskosten für die Umwidmung eines ehemaligen Bundeswehr-Wohnheims auf rund 1,7 Millionen Euro. Hinzu kamen für beide Erstaufnahmen Miet – und Betriebskosten.

Die Liegenschaft in Ferch auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne wird zum 31. März an die Bundesanstalt für Immobileinaufgaben zurückgegeben, wie das Innenministerium mitteilt. Sanierungskosten fallen in Ferch anders als in Potsdam nicht an. Freiwillige Helfer, die sich um die Flüchtlinge gekümmert hatten, plädierten gegen die Schließung.

Betreiber der Außenstellen war das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Ob alle Beschäftigten nach der Schließung in eine andere Aufnahmestelle vermittelt werden konnten, weiß das Ministerium nicht. Das DRK und ein Wachschutzunternehmen hätten berichtet, dass ihre „Mitarbeiter jeweils rechtzeitig informiert werden konnten und der Personalabbau im Einvernehmen mit ihren Mitarbeitern realisiert werden konnte und wird“, heißt es in den Antwort auf die parlamentarische Anfrage.

Von Marion Kaufmann

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