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Potsdam Erster Kreißsaal ausschließlich für Hebammen
Lokales Potsdam Erster Kreißsaal ausschließlich für Hebammen
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11:01 07.03.2018
Das Potsdamer Bergmann-Klinikum arbeitet an einem hebammengeleiteten Kreißsaal. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Künftig soll es im Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ einen von Hebammen geleiteten Kreißsaal geben. Das kündigte Bernd Köhler, Chefarzt der Geburtshilfe des Krankenhauses, beim MAZ-Talk „Abenteuer Schwangerschaft“ an. Laut Hebammenverband Brandenburg wäre das Projekt des Bergmann-Klinikums der erste solche Kreißsaal im Land Brandenburg.

Darin entscheidet kein Arzt, sondern nur die Hebamme

In einem hebammengeleiteten Kreißsaal sind keine Ärzte anwesend, hier entscheiden allein die Hebammen – wie in einem Geburtshaus. „Der medizinische Vorteil eines solchen Kreißsaales ist, dass man Mutter und Kind nicht verlegen muss, wenn etwas passiert. Die ärztliche Sicherheit, die das Perinatalzentrum bietet, ist quasi nur eine Tür weiter“, erklärt Klinikumssprecherin Damaris Hunsmann auf Nachfrage.

Damit würde das Bergmann-Klinikum einen Mittelweg für viele werdende Eltern schaffen, die gerne die intensive Betreuung und Atmosphäre eines Geburtshauses hätten, aber auch die Sicherheit haben wollen, dass im Falle von Komplikationen keine zeitraubende Verlegung ins Krankenhaus nötig ist.

Nur in wenigen deutschen Städten gibt es dieses Modell

Von Hebammen geleitete Kreißsäle sind in Deutschland bislang selten. In Berlin bieten laut einem Senatsbericht zur Entwicklung der Geburtshilfe vom August 2017 bislang nur drei Krankenhäuser dieses Modell an. Auf einer Übersicht des Hebammenverbands Deutschlands werden 16 Städte genannt, wobei Berlin nicht aufgeführt wird.

Derzeit hat die Geburtsstation des Bergmann-Klinikums fünf reguläre Kreißsäle. Ob einer davon umgewidmet oder ein sechster Saal installiert wird, sei noch nicht geklärt, sagte Hunsmann.

Klinikum will Details zum Projekt im Sommer vorstellen

Beim Hebammenverband Brandenburg zeigte man sich grundsätzlich über die Nachricht erfreut. „Bei einem solchen Kreißsaal ist es aber nicht mit einem Schild an der Tür getan. Dazu gehört ein ganzes Konzept“, sagte die Verbandsvorsitzende Martina Schulze.

Im Sommer will Bernd Köhler die Details vorstellen. Noch 2018 sollen dann Hebammen in dem besonderen Kreißsaal die Arbeit aufnehmen. Seit Mitte 2017 wird das Projekt erarbeitet. „Derzeit suche ich noch Hebammen, aber die sind auf dem Arbeitsmarkt gerade schwer zu finden“, sagte der Chefarzt beim MAZ-Talk.

Chefarzt Bernd Köhler vom Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ Quelle: Bernd Gartenschläger

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