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Potsdam Erstmals über 500 000 Gäste in einem Jahr
Lokales Potsdam Erstmals über 500 000 Gäste in einem Jahr
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19:26 02.07.2018
Das Museum Barberini lockte über 525000 Besucher an und ist damit auf Anhieb zur Spitzendestinatrion von Potsdambesuchern geworden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Der Tourismus in Potsdam boomt weiterhin. Zum sechsten mal in Folge wurde 2017 die Millionenmarke bei den Übernachtungen in Potsdamer Hotels und Herbergen geknackt. Die Zahl stieg im Vergleich zu 2016 um 2,8 Prozent auf 1 171 000 Übernachtungen. Erstmals besuchten auch mehr als eine halbe Million die Stadt und verbrachten mindestens eine Nacht hier. Die Zahl der sogenannten Gästeankünfte stieg um knapp 6 Prozent auf 508 000 Menschen. Das geht aus dem Tourismusbericht der Stadt hervor, der am Montag vorgestellt worden ist.

Barberini mit Start-Ziel-Sieg

Einen „Start-Ziel-Sieg" konnte das Museum Barberini erringen, das im ersten Jahr seines Bestehens gleich 525 000 Besucher anzog und damit den Filmpark Babelsberg (325 000 Besucher) und das Schloss Sanssouci (319 290) auf die Plätze verwies. Das Neue Palais, die Biosphäre und das Schloss Cecilienhof zogen ebenfalls über 100 000 Menschen an und gehören damit zu den beliebtesten kostenpflichtigen Attraktionen der Stadt.

Die Eröffnung des Museums Barberini hat sogar einen messbaren Effekt im April 2017 hervorgerufen – da ging die erste Ausstellung mit impressionistischen Meisterwerken zu Ende – und die Zahl der Übernachtungen stieg in diesem Monat im Vergleich zum Vorjahr um über 21 Prozent an. Für Potsdams Chefstatistikerin Heike Gumz handelt es sich bei diesem Zusammenhang allerdings um eine Vermutung.

Die überwiegende Zahl der Potsdam-Besucher kommt aus Deutschland. Nur jeder Zehnte reist aus dem Ausland an. Hier liegt die Stadt weiterhin bei Niederländern, Schweizern und Spaniern hoch im Kurs. „Gerade den spanischen Markt wollen wir künftig gezielt bearbeiten“, kündigte Raimund Jennert, Geschäftsführer der Potsdam Marketing und Servicegesellschaft, an. Das gleiche gilt für französische Touristen, wo man vor allem über die angebahnte Partnerschaft mit Versailles auf touristischen zuwachs hofft. Auch in China wolle man besondere Werbung fahren. „Dort geht es bislang um geschäftliche Kunden“, sagt Jennert, doch eventuell werde man auch dort um private Besucher werben. „Das ist ein Zukunftsmarkt an dem wir nicht vorbeikommen“, so Jennert.

Kultur und Entschleunigung

Sigrid Sommer, Leiterin des Stadtmarketings, verwies anlässlich des Stadtgeburtstags auch noch einmal auf die touristische Situation von 1993, als Potsdam deutschlandweit in aller Munde war: damals kamen mit 115 000 Besuchern gerade einmal ein Viertel der heutigen Übernachtungsgäste – und die Zahl der Betten lag bei gerade mal 1600. „Wir hatten damals Probleme manchen Künstler für das Jubiläumsprogramm überhaupt unterzukriegen“, erinnert sich Sommer. Mittlerweile verfügt die Stadt über knapp 5900 Betten, die im Schnitt zu 52 Prozent ausgelastet sind. Vor allem für zwei Zielgruppen sei Potsdam besonders attraktiv, die in der Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung ganz klingende Namen haben: Der „intellektuelle Kulturliebhaber“ und der „qualitätsorientierte Entschleuniger“ finden demnach gerade in Potsdam, was sie im Urlaub suchen.

Zu den exakt erfassten Übernachtungsgästen kommen viele ungezählte Millionen Tagesausflügler, die Potsdam meist im Rahmen eines Berlin-Trips besuchen. Die letzten deutschlandweiten Erhebungen hierzu sind allerdings schon von 2013. Damals wurden jährlich über 16,5 Millionen Tagesausflügler für Potsdam geschätzt, die über eine dreiviertel Milliarde Euro in Potsdam ließen. Rund 20 000 Arbeitsplätze in der Stadt hängen direkt oder mittelbar am Tourismus.

Von Peter Degener

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